Die Plöckenpass-Straße (B110/SS52) ist wieder für den Verkehr freigegeben. Auf italienischer Seite gilt aber voraussichtlich bis Ende Juni noch eine Verkehrsführung mit Ampelregelung und wechselseitiger Anhaltung. Zur Wiedereröffnung trafen am Freitag, 22. Mai, Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter und Straßenbaureferent Martin Gruber sowie die zuständige Verkehrslandesrätin Cristina Amirante auf Einladung des italienischen Straßenerhalters ANAS auf dem Plöckenpass zusammen.
Wie Gruber vor Ort betonte, sei die heutige Wiedereröffnung ein bedeutender Zwischenschritt. „Wir haben nach dem Felssturz alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Lösung für diese wichtige Verkehrsverbindung zu erreichen. Dass die Strecke nun wieder befahrbar ist, ist ein erfreuliches Etappenziel, von dem beide Regionen profitieren. Unser Einsatz für eine nachhaltige Lösung bleibt jedenfalls bestehen und dafür wird es weitere Gespräche benötigen“, erklärte Gruber.

Seit zwei Jahren arbeitet eine von Gruber und Amirante eingerichtete, bilaterale Arbeitsgruppe an einer langfristig tragfähigen Lösung für die Verbindung zwischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien. Gruber hat dazu intensive Gespräche in Wien und Brüssel geführt, gemeinsam mit Amirante war man auch in Rom beim Infrastrukturministerium.
„Wir sind übereingekommen, dass sowohl ein Scheiteltunnel als auch die Alternativtrasse vertiefend geprüft und Finanzierungsmöglichkeiten gesucht werden“, so der Landeshauptmann-Stellvertreter. Auch die ANAS, welche für die Straße auf italienischer Seite zuständig ist, wird sich daran beteiligen.
Bei geschätzten Baukosten von rund 150 Millionen Euro für eine Alternativtrasse und bis zu 530 Millionen Euro für einen Scheiteltunnel sei eine Mitfinanzierung durch die nationalen Regierungen bzw. die EU jedenfalls unverzichtbar. Wenn die endgültigen Ergebnisse zu den beiden Varianten vorliegen, sollen die Gespräche mit der österreichischen Bundesregierung und der italienischen Regierung weitergeführt werden. „Ein Projekt dieser Dimension kann von den beiden Regionen alleine jedenfalls nicht finanziert werden“, stellte Gruber klar. „Ich stehe auf der Seite der Gailtaler Bevölkerung, der betroffenen Betriebe in der Region und werde weiter für eine Lösung kämpfen. Aber die Entscheidung über die Finanzierung wird nicht in Klagenfurt oder Triest getroffen, sondern in Wien und Rom“, so Gruber.
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