Wie der Klimarückblick auf das Jahr 2025 für Tirol zeigt, war das vergangene Jahr mit einer Jahresmitteltemperatur von 4,5 Grad das drittwärmste Jahr in der Messgeschichte des Bundeslandes. Insgesamt gab es mit April, Juni, August und Dezember vier außergewöhnlich warme Monate, aber auch die Monate Jänner, Februar und März waren deutlich wärmer als ihre jeweiligen Klimamittel.
Die Landesteile nördlich des Inntals waren von der allgemein vorherrschenden Niederschlagsarmut besonders betroffen. Entlang des Alpenhauptkammes und in Osttirol waren die Niederschlagdefizite mit rund minus zehn Prozent aber deutlich geringer. Im Flächenmittel des Bundeslandes summierten sich 16 Prozent weniger Niederschlag. Damit war es das dritttrockenste Jahr seit 65 Jahren und eines der 25 trockensten der vergangenen 130 Jahre.
Dem deutlichen Defizit an Niederschlagstagen stehen sehr sonnige Verhältnisse gegenüber. Im Bundeslandmittel schien die Sonne für rund 1.500 Stunden. Das entspricht einem Plus zum Klimamittel von acht Prozent.
Zahl der Hitzetage steigt
Die Anzahl der Hitzetage (Tage, an denen 30 Grad überschritten wurden) hat in den vergangenen Jahren in ganz Österreich deutlich zugenommen, besonders in städtischen Gebieten. In Innsbruck werden aktuell durchschnittlich 33 Hitzetage pro Jahr gezählt, dreieinhalb Mal mehr als im Zeitraum 1961 bis 1990. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahrzehnten fortsetzen, sind sich Forscher:innen einig. Hitze gilt bereits heute als größtes klimabedingtes Gesundheitsrisiko – vor allem für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich belastete Personen.
Steigender Wasserbedarf
Die zunehmenden Hitze- und Trockenperioden werden zu einem steigenden Bewässerungsbedarf führen: Schätzungen zufolge könnte der Wasserbedarf in Österreich bis 2050 um elf bis 15 Prozent steigen.
„Wir sind in Tirol in Sachen Wasser gesegnet – zahlreiche natürliche Quellen und auch grundsätzlich solide Grundwasserstände versorgen uns jeden Tag zuverlässig. Trotzdem ist es wichtig, im Alltag verantwortungsvoll mit der Ressource Wasser umzugehen. So kann beispielsweise Regenwasser gesammelt und für den Garten verwendet werden. Auch die Auswahl von Pflanzen, die gut mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen, hilft dabei, im Garten Wasser zu sparen“, so der zuständige Klimaschutzlandesrat René Zumtobel.
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