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Vorerst 48.000 Anmeldungen für die Sommerschule

Kinder in Deutschförderklassen müssen erstmals verpflichtend teilnehmen. Acht Standorte im Bezirk Lienz.

Für die Sommerschule, die für Kinder in Deutschförderklassen heuer erstmals verpflichtend ist, haben sich vorerst rund 48.200 Schüler:innen angemeldet. Davon sind laut Zahlen des Bildungsministeriums rund 33.900 freiwillig dabei, 14.300 sind dazu verpflichtet. Allerdings „fehlen“ noch rund 1.800 eigentlich zur Teilnahme verpflichtete Kinder und Jugendliche - diese sollten bis Ende der Anmeldefrist jedenfalls noch dazukommen. Im Vorjahr nahmen 41.100 Schüler teil.

Pflicht für 16.100 Kinder

Ursprünglich war die Sommerschule 2020 eingeführt worden, um Kinder und Jugendliche mit coronabedingten Lernrückständen beim Lernen zu unterstützen. Seit 2022 steht das Programm in den letzten beiden Ferienwochen auch Schüler:innen mit besonderen Interessen und Begabungen offen.

Ab heuer ist die Teilnahme für jene Kinder verpflichtend, die aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse am ersten Tag des Sommersemesters eine Deutschförderklasse besuchen oder erst im Sommersemester als außerordentliche Schüler aufgenommen wurden. Das sind laut Zahlen des Ministeriums 16.100 Kinder.

Wien mit meisten Anmeldungen, acht Standorte in Osttirol

Die meisten Anmeldungen gibt es vorerst in Wien (13.700; davon 5.700 verpflichtet) und Niederösterreich (9.400, davon 1.400 verpflichtet). In Oberösterreich sind 6.500 Kinder (2.400 verpflichtet) dabei, in der Steiermark 5.600 (1.500 verpflichtet), in Tirol 4.200 (1.000 verpflichtet), in Kärnten 3.700 (700 verpflichtet), in Vorarlberg 2.500 (700 verpflichtet), in Salzburg 1.500 (700 verpflichtet) und im Burgenland 1.100 (300 verpflichtet). Schüler:innen, die freiwillig die Sommerschule besuchen, werden von ihren Eltern angemeldet. Wer dazu verpflichtet ist, wird von seiner Schule registriert.

Im Bezirk Lienz sind für dieses Jahr acht Sommerschulstandorte ausgewiesen. Da das definitive Zustandekommens eines Standortes von der Anmeldezahl abhängt, sind Änderungen jedoch noch möglich. Vorgesehen für die Durchführung der diesjährigen Sommerschule sind die Volksschulen Michael Gamper in Lienz, Iselsberg-Stronach, Abfaltersbach und St. Jakob im Defereggen. Für Schüler:innen ab der fünften Schulstufe sind das Gymnasium Lienz sowie die Mittelschulen Matrei, Virgental und Defereggental zuständig.

Deutlich mehr Lehrer - Verpflichtung dürfte vom Tisch sein

Aufgrund der heuer deutlich mehr erwarteten Schüleranmeldungen hatte Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) zuletzt eine Verpflichtung für Lehrkräfte zum Unterricht an der Sommerschule ins Spiel gebracht, falls sich nicht genug Pädagog:innen freiwillig melden sollten. Das dürfte vermutlich nicht nötig sein. Statt wie im Vorjahr 5.600 haben sich bisher 6.800 Personen gemeldet, die an einer Sommerschule unterrichten wollen. Davon sind 4.800 aktive Lehrkräfte (2025: 4.100) und 2.100 vor allem Lehramts-Studierende oder auch Pensionist:innen (2025: 1.600).

„Die steigenden Anmeldezahlen sowohl was Lehrende als auch Schülerinnen und Schüler betrifft, unterstreichen die besondere Bedeutung der Sommerschule als nachhaltiges Unterstützungsangebot im österreichischen Bildungssystem“, betonte Bildungsminister Wiederkehr in einer Aussendung. „Denn wer insbesondere auch im Sommer die deutsche Sprache spricht, hat im neuen Schuljahr einen klaren Startvorteil.“

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