Felix Gall hat den Giro d’Italia als Gesamtzweiter beendet und damit den größten Erfolg seiner Radsportkarriere gefeiert. Der Osttiroler musste sich nur dem souveränen Gesamtsieger Jonas Vingegaard (Visma) aus Dänemark geschlagen geben, der mit einem Vorsprung von 5:22 Minuten auf den Decathlon-Kapitän seinen ersten Giro-Triumph bejubelte. Den Tagessieg auf der 21. und letzten Etappe der 109. Italien-Rundfahrt in Rom holte sich Lokalmatador Jonathan Milan im Massensprint.

Gall radelte bei den Bergankünften fünfmal auf den zweiten Tagesrang, nur Vingegaard war stets unantastbar. Der 29-Jährige vollendete nach den Erfolgen bei der Tour de France (2022, 2023) und der Vuelta (2025) seine Grand-Tour-Trophäensammlung. Gall, der außerdem den vierten Platz in der Bergwertung belegte, fuhr indes das beste Ergebnis eines Österreichers bei den drei großen Rad-Rundfahrten ein. Die bisherige Bestmarke hatte Adolf Christian mit einem dritten Gesamtplatz bei der Tour de France 1957 inne.
Auch Edelhelfer Mühlberger in den Top 15
Hinter Gall, der im Vorjahr bei der Tour de France den fünften Platz eingefahren hatte, komplettierte der frühere Giro-Sieger Jai Hindley (+6:25 Min./Red Bull) das Podium. Mit Gregor Mühlberger, Galls Freund und Edelhelfer, auf Platz 15 (+23:53) durfte sich ein weiterer Österreicher über ein starkes Resultat freuen. „Danke Meister!!!“, schrieb Gall seinem Decathlon-Kollegen auf Instagram.
Auf dem letzten Teilstück über 131 km durch die Ewige Stadt wurde die Spitze traditionellerweise nicht mehr ernsthaft attackiert. In der Schlussphase präsentierte sich mit Tobias Bayer (Alpecin) auch der dritte Österreicher beim Giro in einer zweiköpfigen Ausreißergruppe, die aber keine Chance auf den Etappensieg hatte. Zeitfahr-Spezialist Filippo Ganna versuchte ebenfalls sein Glück, wurde aber auch eingeholt. Im Sprint feierte Lidl-Profi Milan den ersehnten ersten Tagessieg bei dieser Ausgabe.
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