Im oberen Mölltal startet ein groß angelegtes Schutzwaldprojekt: In den Gemeinden Winklern, Rangersdorf und Stall werden bis 2040 Maßnahmen zur Stabilisierung geschädigter Waldflächen umgesetzt. Das Gesamtvolumen beträgt rund sechs Millionen Euro.
Kern des Projekts sind rasche Aufforstungen, forsttechnische Eingriffe sowie dauerhafte Steinschlagsicherungen. Ziel ist es, die Schutzfunktion der Wälder wiederherzustellen und Siedlungen, Verkehrswege sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen besser vor Naturgefahren zu sichern.
Auslöser sind massive Schäden durch das Orkantief „Vaia“ im Oktober 2018, mehrere schneereiche Winter mit hohen Nassschneelasten sowie ein anschließender starker Borkenkäferbefall. In vielen Bereichen gingen dadurch zentrale Schutzfunktionen der Wälder verloren.
Finanziert wird das Vorhaben von mehreren Partnern. Den größten Anteil trägt der Bund mit 3,72 Millionen Euro. Das Land Kärnten steuert 1,56 Millionen Euro bei, davon 1,26 Millionen aus der Wasserwirtschaft. Weitere Beiträge kommen vom Wasserverband Mölltal (408.000 Euro), der Kelag (168.000 Euro) und der Verbund VHP GmbH (144.000 Euro).
Neben Siedlungsräumen sollen insbesondere überregionale Verkehrsverbindungen wie die B106 Mölltal Straße und die B107 Großglockner Straße sowie das lokale Straßen- und Wegenetz langfristig gesichert werden.
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