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„Veggie-Burger“ und „Tofu-Schnitzel“ behalten Namen

Totschnig: „Wo Fleisch draufsteht, muss Fleisch drinnen sein.“ Umweltgruppen kritisieren „absurde Sprachpolizei“.

Der „Veggie-Burger“ und das „Tofu-Schnitzel“ dürfen auch in Zukunft so heißen. Das hat das EU-Parlament am Dienstag in Straßburg mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen. Nicht erlaubt sind künftig jedoch Bezeichnungen für pflanzliche Alternativen, die sich auf Tier- bzw. Fleischarten und einzelne Teilstücke („Cuts“) beziehen, wie „Seitan-Steak“ oder „veganes Huhn“. Die EU-Staaten müssen die Regelung noch formal absegnen, bevor sie in Kraft treten kann.

Die neue Bestimmung ist Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem die Position von Landwirtinnen und Landwirten in der Lebensmittelversorgungskette gestärkt werden soll. Darin enthalten ist auch eine Regelung, die Endpreise für Lebensmittel die tatsächlichen Produktionskosten besser wiedergeben soll. Zudem klärt die Regelung auch die Verwendung von Begriffen wie „fair“ für landwirtschaftliche Produkte und listet die Kriterien für die Zulassung einer solchen Kennzeichnung auf. Verbindliche schriftliche Verträge sollen speziell Milchproduzenten angesichts der schwierigen Bedingungen des Sektors unterstützen.

„Tofu-Kotelett“ verboten, „Tofu-Schnitzel“ bleibt

Für das meiste Aufsehen hatte ein mögliches Verbot der Bezeichnungen „Veggie-Burger“ oder „Seitan-Schnitzel“ gesorgt. Diese stehen nun aber nicht auf der finalen Liste von Namen, die künftig tierischen Produkten vorbehalten sein sollen. Grundlegend wird darin Fleisch als „die zum Verzehr geeigneten Teile von Tieren“ festgelegt - also etwa Schulter, Steak oder Speck. Bezeichnungen wie „Tofu-Kotelett „ oder „fleischloser Leberkäse“ sind damit also in Zukunft verboten. „Dort, wo Fleisch draufsteht, muss auch Fleisch drinnen sein. Vegetarische Hühnerkeulen gibt es nicht“, hatte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) den Kompromiss begrüßt.

Die Kommission hatte mit ihrem Vorschlag von Dezember 2024 auf die zahlreichen Bauernproteste in Brüssel und einigen EU-Staaten reagiert. Demonstriert wurde unter anderem gegen steigende Produktionskosten bei sinkenden Lebensmittelpreisen, gekürzte Agrarsubventionen oder zu strenge Umweltauflagen. Mit dem Vorschlag wurden einige Vorschriften über die gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse (GMO) an die Forderungen der Landwirte angepasst. Nach der Annahme im Parlament müssen noch die EU-Staaten die Regelung formell absegnen, bevor sie in Kraft treten kann.

Die Diskussionen um Veggie-Burger und Co sind aber noch nicht zu Ende, denn die Regelung gilt vorerst bis Ende 2027. Bis dahin muss eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU abgeschlossen sein. Diese gibt Fleischliebhabern nochmals die Möglichkeit, vegane Schnitzel vom Tisch zu bringen.

„Vorgelagerte Scheindebatte“

Ihm sei nicht der Name des Produkts wichtig, sondern dass „klar ersichtlich ist, was drinnen ist“, sagte der zuständige SPÖ-EU-Abgeordnete Günther Sidl am Dienstag. Er sieht „vorgelagerte Scheindebatten“, den „Versuch, die Fleischindustrie zu schützen“ und „gesellschaftliche Veränderungen so lange wie möglich hinauszuziehen“.

„Die Europäische Volkspartei verkauft Konsumentinnen und Konsumenten für dumm. Niemand steht im Supermarkt ratlos vor einem Seitan-Steak oder veganer Leberwurst“, kritisierte der grüne EU-Delegationsleiter Thomas Waitz. „Es ist reine Symbolpolitik auf Kosten echter Lösungen.“

Für Sebastian Theissing-Matei von Greenpeace Österreich löst „diese absurde Sprachpolizei“ für pflanzliche Lebensmittel kein einziges Problem. Konsumentinnen und Konsumenten würden verunsichert und Unternehmen ein „deutlicher Mehraufwand“ aufgebürdet werden.

8 Postings

Unsinn
vor einem Monat

Mir ist das komplet egal,aber für Leute die kein Fleisch essen ist daas sicher ein Vorteil.

 
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ruhigblut
vor einem Monat

...egal wie man dieses "Zeug" nennt....hochverarbeitete Zutaten, weil von Lebensmitteln kann man hier meines Erachtens nicht mehr sprechen....maximal Füll, Stopf oder Blähmittel...jeder nur halbwegs ehrliche Arzt, kann von diesem Zeug nur abraten!....Selber kochen, echte Lebensmittel, Zucker raus, Aufklärung rein, Werbung runter für so einen "Fraß"...sonst werden uns die Kosten von ernährungsbedingten Krankenheiten um die Ohren fliegen....

 
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    andreas.klotz
    vor einem Monat

    Tofu aber auch Seitan kann jeder easy Zuhause herstellen . Bei Tofu langt Sojabohne , Wasser und ein Gerinnungsmittel , da kann man Essig verwenden , was jeder im Haus hat . Auch der Tofu im Supermarkt ist nicht viel anders hergestellt , und meistens Bio- Qualität. Seitan können sie ein einfach anrühren , Weizengluten ( verwendet jeder Bäcker) und am besten mit einer Gemüsebrühe anrühren , und dann in Salzwasser oder Brühe kochen , danach zum Beispiel in Schnitzel schneiden und anbraten. Schnitzel kommt vom Schneiden . Burger/ Laibchen kann man aus den genannten Zutaten herstellen . Du kannst die Burger aus Hülsenfrüchten herstellen , oder aus einer Kombination von Reis und Gemüse. Hülsenfrüchte sollte jeder öfter zu sich nehmen , das wird ihnen jeder Arzt empfehlen . Es muss überhaupt nicht hoch verarbeitet sein , das kann jeder Zuhause machen . Ihr Arzt wird ihnen eher von hoch verarbeitetem Fleisch in Form von Wurst abraten , als von einem Laibchen aus Grünkern, Kichererbsen oder Reis , was es auch in viele Supermärkte zu kaufen gibt . Auch pflanzliche Wurst kann jeder Zuhause leicht herstellen , ohne Chemie und teure Küchengeräte. Ich hab jetzt keine Zahlen , gehe aber davon aus , dass ein vegetarischer oder veganer Haushalt viel weniger hoch verarbeitete Produkte konsumiert , als der durchschnittliche Österreicher . Natürlich gibt es auch viele schlecht verarbeitete pflanzliche Lebensmittel, das will ich nicht bestreiten , aber bei konventionellen Lebensmittel , werden sie von schlechter Qualität erschlagen. Ich brauch ja nur in den einkaufswagen mancher Supermarkt Kunden schauen , wer viel Wurst im Wagen hat, der hat auch viele andere hoch verarbeitete Produkte im Warenkorb ,das 2 liter Packerl Vanilleeis für paar Euro, Chicken Nuggets für die Kids, TK Pizza wo die Salami, Schinken und auch der Käse totaler Schrott ist . Natürlich darf jeder einkaufen was er will , aber bevor man über vegane Produkte lästert , soll jeder selber schauen was er da kauft . Wenn Wurst und Fleisch , sollte man Bio Lebensmittel bevorzugen von die großen Verbänden, da sind viele Dinge verboten oder in sehr geringer Menge enthalten . Und sein Speiseeis sollte man bei der Eisdiele seines Vertrauens kaufen , was da im Supermarkt verkauft wird , ist zu 90 Prozent kein gutes Eis . Das zieht sich durch fast alle Produkte , von Dosentomaten, wo der Inhalt nie italienische Erde gesehen hat , und fast alle Olivenöle beim Sensorik Test als mangelhaft abschneiden, oft überlagert , chemische Rückstände oder gammelige Oliven verarbeitet wurden .

     
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      ruhigblut
      vor einem Monat

      @ andreas.klotz...wenn du richtig gelesen hättest steht oben: selber kochen, und genau das meine ich damit!....dieser Industriedreck, um den es hier bei der Namensgebung geht, ist ungesund und abzulehnen....ich koche nämlich selber, mit frischen LEBENSMITTELN wie du es beschreibst, ob Laibchen ,Schnitzel oder wie auch immer genannt...und nur weil du eine ganze Menge anderer ungesunder Lebensmittel , wie Fertigpizza, Vanilleeis, Billig Fleisch und Wurst usw.( allessamt hochverarbeitet) aufzählst ändert das nichts daran, das dieses Zeug um welches es sich bei dieser Diskussion dreht auf Dauer geschluckt krank macht und jedem davon abgeraten gehört...also bitte sinnerfassend lesen, aber du darfst dir das Zeug gerne reinschaufeln :-) ...rhetorische ABLENKUNG in Reinkultur

       
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griasenk
vor einem Monat

Die Debatte über Namen für pflanzliche Ersatzprodukte zeigt einen Widerspruch in der veganen Bewegung. Es ist nachvollziehbar, tierische Produkte aus ethischen Gründen abzulehnen. Umso überraschender ist es, wenn dann trotzdem Begriffe wie „Wurst“ oder „Schnitzel“ für vegane Produkte eingefordert werden. Das Argument, dies diene nur der Orientierung, überzeugt nicht ganz, denn es wird auch vom Image klassischer Fleischprodukte profitiert. Es ist verständlich, dass die Fleischindustrie und der Gesetzgeber klare Regeln zum Schutz traditioneller Bezeichnungen wollen. Wer echte Veränderungen will, sollte auch sprachlich eigene Wege gehen. Griasenk

 
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    blubberhorst
    vor einem Monat

    Aber für jemanden der einmal etwas veganes ausprobieren will, ist es natürlich von Vorteil, wenn man weiß mit was man es vergleichen kann. Wenn ich "veganer Leberkäse" lese, weiß ich, was ich kriege. Wenn das irgendeinen Fantasienamen bekommt, müsste ich mich wieder in das Thema einarbeiten und ein schnelles/kurzfristiges probieren fällt weg.

     
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      Efeu
      vor einem Monat

      Der Meinung bin auch!

       
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    Efeu
    vor einem Monat

    Schnitzel und Wurst sind doch nur Bezeichnungen für eine Zubereitung oder Form und verbinden die Menschen nur deswegen mit Fleisch weil sie häufiger bei tierischen Produkten vorkommen. Alt eingesessene Speisen wie Sellerieschnitzel, Schokowurst in Mamas Kochbuch sieht doch auch niemand problematisch. Diese Begriffe (Wurst, Schnitzel) haben nicht erst die VeganerInnen für sich entdeckt. Solange die EU und manche Menschen keine anderen Probleme haben...

     
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