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AMS Lienz ist wieder beste Tiroler Geschäftsstelle

Vor Ort gelinge es, trotz niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Personalnachfrage wirksam zu arbeiten.

Beim „Best of AMS-Award“, der am 16. Juni in Ybbs an der Donau übergeben wurde, wurde das AMS Lienz zum dritten Mal in Folge als beste Geschäftsstelle Tirols ausgezeichnet. Österreichweit erreichte Lienz den 13. Rang. Die Bewertung bezieht sich auf das Jahr 2025 und berücksichtigt unter anderem arbeitsmarktpolitische Zielerreichungen, Servicequalität, Effizienz der Vermittlung und Kund:innenzufriedenheit.

Die Auszeichnung als beste Geschäftsstelle Tirols ergatterte das AMS Lienz nun bereits zum dritten Mal in Folge. Sie wird als Ergebnis der konstanten Qualität der Arbeit vor Ort aufgefasst, zumal sich der Arbeitsmarkt im Bezirk seit Jahren vergleichsweise stabil präsentiere.

Umringt von der Landesgeschäftsführung Tirol und dem Vorstand des AMS Österreich nahm das Lienzer Geschäftsstellenteam die Auszeichnung entgegen. In der Mitte mit Urkunde: Barbara Grain, Geschäftsstellenleiterin, gemeinsam mit Harald Ortner und Christian Schmidl (beide Service für Unternehmen) sowie Markus Ebner und Andreas Pucher (beide Erst-Service). Foto: AMS Österreich

Trotz wirtschaftlich herausfordernder Rahmenbedingungen lag die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt 2025 bei 4,2 Prozent und damit deutlich unter dem Niveau vieler urbaner Arbeitsmarktregionen.

Sabine Platzer‑Werlberger, Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol, betont: „Dass Lienz erneut die beste Geschäftsstelle Tirols ist, hat viel mit Kontinuität zu tun. Die Ergebnisse zeigen, dass es hier gelingt, bei niedriger Arbeitslosigkeit und gleichzeitig hoher Personalnachfrage wirksam zu arbeiten. Genau unter diesen Bedingungen entscheidet sich, wie gut Vermittlung, Beratung und Qualifizierung ineinandergreifen.“

Seit 2015: Arbeitslosenzahlen sanken um 58,2 Prozent

Seit dem Jahr 2015 ist die unselbstständige Beschäftigung im Bezirk Lienz um 9,9 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist insofern beachtenswert, als die Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre) im selben Zeitraum um rund 5 Prozent zurückgegangen ist. Parallel dazu sank – mit Ausnahme der Pandemiejahre – die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen seit 2015 kontinuierlich um 58,2 Prozent.

Auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist im Bezirk rückläufig: Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 63 Personen langzeitbeschäftigungslos. Das entspricht einem Anteil von 7  Prozent an allen Arbeitslosen – deutlich weniger als im Arbeitsmarktbezirk Innsbruck (18,1 %), in Tirol insgesamt (12,1 %) oder österreichweit (29,2 %).

Demografischer Wandel bringt Herausforderungen

Der Blick nach vorne zeigt, dass der demografische Wandel den Arbeitsmarkt im Bezirk Lienz in den kommenden Jahren stark prägen wird. Prognosen der Statistik Austria gehen davon aus, dass die Erwerbsbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren bis zum Jahr 2040 um 9,2  Prozent zurückgehen wird. Besonders stark betroffen ist der Rückgang junger Frauen unter 25 Jahren, der bis 2040 bei rund 9,4 Prozent liegen dürfte.

Barbara Grain, Leiterin der AMS-Geschäftsstelle in Lienz, sieht es als Aufgabe ihres Teams, passende Lösungen zu finden: „Viele Betriebe suchen dringend Personal, gleichzeitig verändern sich die Voraussetzungen durch Demografie und Qualifikationsanforderungen. Unsere Aufgabe ist es, diese Lücke so klein wie möglich zu halten. Damit das gelingt, wird es für Betriebe immer wichtiger, allen erwerbsfähigen Personen - unabhängig von Alter, Geschlecht, Ausbildungsstand oder gesundheitlicher Einschränkung - eine Chance am Arbeitsmarkt zu geben. Ebenso unerlässlich ist es, das in Osttirol noch sehr vorherrschende traditionelle Rollenbild aufzubrechen und Frauen eine prominentere Rolle in der Wirtschaft zu geben.“

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