Die Bürgerservice-App ID Austria hat neue Funktionen erhalten: So wird ab sofort die mobile Nutzung von Vollmachten unterstützt. Nutzer:innen können sich damit erstmals mobil in Vertretung einer anderen Person bei digitalen Services anmelden. Auch die digitale Ausweisplattform „eAusweise“ ist mit dem neuesten Update nun direkt vom Startbildschirm der App erreichbar. Ab Ende Juli steht zudem mit „ida“ ein KI-basierter Chatbot zur Verfügung.

Der „Relaunch“, den der zuständige Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) am Donnerstag in einer Pressekonferenz präsentierte, erleichtere Verwaltungswege für Familien, Angehörige, Unternehmen und berufliche Vertretungen. So ermögliche zum Beispiel die mobile Vollmacht die Abholung von Medikamenten für Angehörige. Voraussetzung bleibt allerdings eine Registrierung beider Personen bei der ID Austria.
Neu ist auch ein in der ID-Austria-App integrierter Link zu den digitalen Ausweisen, die sich aber nach wie vor separat öffnen. Beide Anwendungen bleiben also vorerst bestehen. Wildwuchs bei den Bürgerservice-Apps werde es aber nicht geben, betonte Pröll. Er verfolgt das langfristige Ziel, mehrere Apps künftig zu einer zu fusionieren.
„ida“ soll bald Behördenwege erleichtern
Der Chatbot „ida“ wiederum wird sowohl in der App als auch auf Websites wie oesterreich.gv.at ab Ende Juli dieses Jahres vertreten sein. Die digitale Assistenz ist als erster Schritt für weitere KI-basierte Services in der Verwaltung vorgesehen. In künftigen Ausbaustufen soll „ida“ Bürger:innen nicht nur informieren, sondern - auf ausdrücklichen Wunsch und mit klarer Freigabe - auch bei digitalen Behördenwegen unterstützen.
Pröll berichtete zudem, mittlerweile die Sechs-Millionen-Marke bei den Nutzer:innen von ID Austria geknackt zu haben. Um die weitere Verbreitung zu fördern, soll im Juli und August wieder eine Service-Tour stattfinden.
4 Postings
für einen nicht so bewanderten ist IDAustria mehr als kompliziert … absolut nicht gut gemachte APP
Pröll berichtete zudem, mittlerweile die Sechs-Millionen-Marke bei den Nutzer:innen von ID Austria geknackt zu haben.
Diese Zahl schein mir sehr unrealistisch bei der Einwohnerzahl Österreichs. Senioren in meinem Bekanntenkreis haben mehrheitlich noch Probleme mit normaler Nutzung des Handys, wie sollten sie da schon die ID Austria App nutzen?
ich als Seniorin kenne mich am PC und am Handy recht gut aus und ebenfalls bei der ID Austria, übrigens so wie auch die allermeisten Senioren in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis. Für Leute, die sich nicht oder weniger gut auskennen, werden auch Computerkurse etc. angeboten, man muss sich nur dafür interessieren. Ich für meinen Teil bin mit der ID Austria sehr zufrieden.
Entscheidend wird sein, ob der neue KI-Assistent „ida“ künftig mehr kann als Fragen beantworten. Wirklichen Mehrwert schafft eine digitale Assistenz erst dann, wenn sie Bürgerinnen und Bürger aktiv durch Behördenverfahren begleitet und Prozesse vereinfacht.
Ebenso wichtig sind offene Schnittstellen. Mit sechs Millionen Nutzerinnen und Nutzern wäre ID Austria inzwischen eine Infrastruktur, die Unternehmen und Softwareanbieter stärker integrieren sollten.
Warum gibt es noch kein „Login mit ID Austria“ als österreichisches Pendant zu „Login mit Google“? Erst wenn sich die digitale Identität nahtlos in Anwendungen und Services integrieren lässt, entstehen neue digitale Angebote und ein durchgängiges Nutzererlebnis.
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