Ein Bauernhof in Matrei in Osttirol (Bezirk Lienz) ist in der Nacht auf Mittwoch in Vollbrand geraten und komplett zerstört worden. Verletzt wurde niemand, die Bewohner – drei Kinder im Kindergarten- und Volksschulalter sowie die Mutter und Großmutter – konnten großteils selbstständig das Gebäude verlassen, sagte ein Polizeisprecher zur APA. Auch die Kühe und Kälber wurden gerettet, einige Hühner verendeten hingegen. Die Brandursache war vorerst unklar.

Ein Nachbar hatte kurz nach 2.00 Uhr das Knistern der Glut bei dem Bauernhof im Ortsteil Bichl gehört und rasch Alarm geschlagen. Der Mann eilte zu dem Bauernhof und warnte die Hofbewohner. „Wir hatten gewaltiges Glück, dass der Nachbar bei offener Balkontür schläft“, sagte der Matreier Bürgermeister Raimund Steiner der TT.
Der Mann, der offenbar zum Lebensretter wurde, habe auch die Tiere aus dem Stall ins Freie getrieben. Die fünfköpfige Familie konnte sich jedenfalls rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der 86-jährigen Großmutter halfen Nachbarn auf dem Weg ins Freie. Die Familie wurde vorerst bei Verwandten im Ort untergebracht.
"Die gesamte Hofstelle, also Wirtschaftsgebäude und Wohnhaus, ist bis auf die Grundmauern abgebrannt", schilderte der Bürgermeister. Ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude wurde hingegen verhindert.
Großeinsatz der Feuerwehren
Der Brand hatte einen Großeinsatz an Feuerwehren zur Folge. Mehr als 220 Feuerwehrleute aus Matrei, Huben, Lienz, Virgen, Hofgarten im Defereggental und Prägraten am Großvenediger kämpften gegen die Flammen an. Mittwochvormittag fanden noch Nachlöscharbeiten statt.
Dieser Artikel wurde am 24. Juni um 17.00 Uhr aktualisiert.
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