Angesichts der aktuellen Temperaturen ist das Wörtchen „hitzefrei“ derzeit wieder in aller Munde. Vor allem Schüler:innen und Lehrpersonen klagen über aufgeheizte Klassenräume mit Raumtemperaturen rund um bzw. jenseits von 30 Grad. Einige Wiener Schulen sind deshalb mit eigenen Modellen vorgeprescht, während einheitliche, verbindliche Regelungen weiter auf sich warten lassen.
In diesen Diskurs schaltet sich nun die AHS-Gewerkschaft Tirol mit der Forderung nach klaren Hitzeregeln für Schulen ein. Jahrelang seien Forderungen nach klimafitten Schulgebäuden unbeantwortet geblieben und bis heute würden seitens der Schulbehörden wirksame Lösungen fehlen, schreibt die Lehrergewerkschaft in einer Aussendung.

Die Verantwortung werde auf Schulen und Lehrpersonen abgewälzt, während zentrale Maßnahmen wie bessere Wärmedämmung, Beschattung oder Photovoltaik zur Klimatisierung seit Jahren nicht umgesetzt worden seien.
„Hitzefrei“ bei 30 Grad am Morgen
Vor diesem Hintergrund schlägt die Tiroler AHS-Gewerkschaft die folgenden Regeln vor: Ab der ersten Unterrichtseinheit solle in jeder Stunde die Raumtemperatur gemessen werden. Liegt diese bereits zu Unterrichtsbeginn über 25 Grad, endet der Unterricht spätestens nach der vierten Stunde. Wird während der ersten vier Stunden die Marke von 30 Grad überschritten, endet der Unterricht nach der laufenden Stunde.
Sollte die Temperatur bereits zu Beginn des Schultages 30 Grad überschreiten, ist der Klassenraum für diesen Tag zu sperren. Betrifft dies alle Klassenräume, soll der Schulbetrieb eingestellt und „hitzefrei“ gegeben werden, so der Vorschlag der AHS-Gewerkschaft.
Ein Posting
''Siesta'' für alle !
Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren