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Die hohen Sommertemperaturen senken die Bereitschaft zum Blutspenden. Foto: iStock/Gorodenkoff

Die hohen Sommertemperaturen senken die Bereitschaft zum Blutspenden. Foto: iStock/Gorodenkoff

Blutspenden wird für viele Menschen einfacher

Bei weiter hohen Sicherheitsstandards wird der Spenderkreis größer. Tirol braucht Spender:innen.

Die medizinischen Kriterien für die Blutspende in Österreich wurden aktualisiert. Eine Blutspende wird damit für viele Menschen einfacher. „Die Änderungen basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und gewährleisten weiterhin höchste Sicherheitsstandards für die Spender:innen und Empfänger:innen von Blutprodukten“, erklärt Manfred Gaber, Leiter des Blutspendedienstes beim Roten Kreuz Tirol.

„Eine wesentliche Neuerung“, so Gaber, „betrifft Menschen, die sich zwischen 1980 und 1996 länger als sechs Monate in Großbritannien oder Nordirland aufgehalten oder dort Blutprodukte erhalten haben. Diese Menschen waren bislang aufgrund einer möglichen Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, der menschlichen Form des 'Rinderwahnsinns', dauerhaft von der Blutspende ausgeschlossen. Die Regelung wurde nun aufgehoben, eine Blutspende ist uneingeschränkt möglich“.

Verkürzung von Rückstellfristen

Die Rückstellfristen, bis man wieder zur Blutspende zugelassen ist, haben sich in einigen Bereichen verkürzt, beispielsweise nach einem Zeckenbiss. „Bisher mussten Menschen nach einem solchen acht Wochen warten, bis sie wieder Blut spenden durften. Das wurde nun auf vier Wochen verkürzt, vorausgesetzt, es sind nach dem Zeckenbiss keine Beschwerden oder Hautrötungen rund um die Einstichstelle aufgetreten“, erläutert Manfred Gaber.

Vor jeder Blutspende werden die Kriterien abgefragt und die Spender:innen auf ihre Eignung überprüft. Hohe Sicherheitsstandards sind garantiert. Foto: Rotes Kreuz

Eine Verkürzung der Wartezeit gibt es auch nach Zahnwurzelbehandlungen oder Wurzelfüllungen. Hier ist die Blutspende nunmehr nach einer Woche wieder möglich, sofern die Wunde problemlos verheilt ist. Bisher mussten Spender:innen einen Monat warten.

Und auch die Rückstellfrist nach gewöhnlichen Infekten wie Mandelentzündungen, Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Blasenentzündungen oder Bindehautentzündungen verkürzt sich. „Sind Erkrankung und Antibiotikabehandlung abgeschlossen, kann man zwei Wochen nach Genesung wieder Blut spenden. Bisher betrug die Wartezeit vier Wochen“, teilt Gaber mit.

Hitze – kein Hindernis für die Blutspende 

Die anhaltenden Sommertemperaturen hinterlassen nach wie vor deutliche Spuren beim Bestand an Blutkonserven. Dieser befindet sich in Tirol auf einem niedrigen Niveau. Manfred Gaber: „Nach einem angenehmen Tag am See oder in den Bergen lässt sich die Blutspende ganz einfach am Weg nach Hause 'mitnehmen', denn Hitze an sich stellt keine Gefahr für die Blutspender:innen dar. Ausreichend trinken, nach der Blutspende ein paar Minuten ruhen und so lässt es sich auch an heißen Tagen problemlos spenden“.

Wer Fragen zur Blutspende, Rückstellfristen oder möglichen Ausschlusskriterien hat, kann sich kostenlos unter der Servicerufnummer 0800 190 190 informieren. Die endgültige Entscheidung über die Spendentauglichkeit trifft immer das medizinische Fachpersonal, das bei jeder Blutspende vor Ort ist.

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