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Nationalparkschüler lüfteten Geheimnisse des Obersees

Ein ganzes Schuljahr beschäftigte sich eine Klasse der MS Defereggental mit dem Obersee am Staller Sattel.

Ein ganzes Schuljahr lang verwandelte sich die 1a-Klasse der Nationalparkmittelschule Defereggental in ein engagiertes Forscherteam. Gemeinsam mit den Rangerinnen Carola Trojer und Brigitte Eckle vom Nationalpark Hohe Tauern begaben sich die Schüler:innen auf eine Entdeckungsreise rund um den Obersee am Staller Sattel.

Der auf über 2.000 Metern Seehöhe gelegene Gebirgssee faszinierte die jungen Naturforscher:innen mit seiner beeindruckenden Vielfalt und zahlreichen verborgenen Geheimnissen.

Die Forscher:innen der 1a-Klasse der Nationalparkmittelschule Defereggental beschäftigten sich ein ganzes Schuljahr lang mit dem Obersee am Staller Sattel. Foto: Schulcluster Defereggental

Mit viel Neugier und großem Einsatz setzten sich die Kinder mit der Entstehung des Sees, seiner Tier- und Pflanzenwelt sowie seiner Bedeutung für Tourismus und Freizeit auseinander. Dabei wurden Wasserlebewesen gesammelt, unter dem Mikroskop untersucht und zahlreiche ökologische Zusammenhänge erforscht.

Ein besonderes Highlight war die Erkundung der Unterwasserwelt gemeinsam mit der Wasserrettung Osttirol. Unter der fachkundigen Begleitung von Franz Striemitzer erfuhren die Schüler:innen, welche Gegenstände im Laufe der Zeit im See versunken sind und welche Überraschungen sich unter der Wasseroberfläche verbergen.

Fächerübergreifender Unterricht

Auch die Geschichte kam nicht zu kurz. Der jahrhundertealte Einbaum aus dem Obersee, der heute im Heimatmuseum St. Jakob zu bestaunen ist, weckte großes Interesse. Chronist Herbert Erlsbacher erzählte den Kindern die spannende Geschichte dieses außergewöhnlichen Fundstücks und ließ vergangene Zeiten lebendig werden

Ganz im Sinne des fächerübergreifenden Unterrichts beschäftigten sich die Schüler:innen auch in den kreativen Fächern mit dem Obersee: Im Werkunterricht erprobten die Kinder die Methode des Wasserfilzens und fertigten ein Modell des Obersees an, das sowohl die Landschaft als auch die verborgenen Besonderheiten unter Wasser anschaulich darstellt. Im Musikunterricht wurde gemeinsam mit den Lehrerinnen Elisa Ortner und Monika Trojer-Gomig sogar ein eigener Song über den Obersee komponiert, der bei der Abschlusspräsentation zum Besten gegeben wurde.

Das gesammelte Wissen wurde zum Abschluss des Projekts von den Schüler:innen der 1a-Klasse präsentiert. Die Gäste im Hintergrund von links: Clusterleiter-Stellvertreterin Doris Jesacher, die Verantwortlichen vom Nationalpark Hohe Tauern Brigitte Eckle, Carola Trojer, Ruth Bstieler, die Projektleiterin von der Swarovski Foundation Wasserschule Caroline Führer, Clusterleiter Markus Tönig, Klassenvorständin Marlies Ladstätter, Clusterbeauftragte der Bildungsdirektion Tirol Claudia Grißmann und Lehrerin Viktoria Wurnitsch. Foto: Schulcluster Defereggental

Selbst im Winter wurde das Projekt fortgesetzt. Bei einer Schneeschuhwanderung rund um den Obersee erkundeten die Kinder die Spuren der Tierwelt in der verschneiten Landschaft und lernten, wie Wildtiere die kalte Jahreszeit überstehen.

Begleitet wurde die Klasse während des gesamten Projekts von Klassenvorständin Marlies Ladstätter und Lehrerin Viktoria Wurnitsch, die gemeinsam mit den Rangerinnen viel Zeit, Herzblut und Engagement investierten.

Projektpräsentation

Das Ergebnis wurde im Rahmen einer feierlichen Projektpräsentation vorgestellt, bei der die Schüler:innen mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterung Eltern, Großeltern sowie Mitschüler:innen beeindruckten. Als Ehrengäste begrüßte Schulclusterleiter Markus Tönig unter anderem Caroline Führer (Projektleiterin der Wasserschule), Ruth Bstieler (Bildung und Rangerkoordination) sowie Claudia Grißmann (Clusterbeauftragte der Bildungsdirektion Tirol).

Bei der Abschlusspräsentation war der Veranstaltungssaal in der Mittelschule bis auf den letzten Platz gefüllt. Foto: Schulcluster Defereggental

Von den Leistungen der jungen Forscher:innen zeigte sich Direktor Tönig begeistert: „Wieder ist im Schulcluster Defereggental ein äußerst gelungenes und spannendes Projekt entstanden, bei dem Kinder, Rangerinnen und Lehrpersonen mit großer Freude und Begeisterung zusammengearbeitet haben.“

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