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Nationalpark schafft barriere­freien Themenweg

Zugfahrzeuge, taktile Modelle, lebens­große Silhouetten und ein Audio Guide sorgen für Inklusion auf 2.000 Metern.

Die Entdeckung eines Hochgebirgs-Nationalparks ist oft mit zahlreichen Barrieren verbunden, weshalb dessen Naturvielfalt Menschen mit Einschränkungen vielfach verwehrt bleibt.

Der inklusive Themenweg wurde von Nationalpark-Direktor Florian Jurgeit, Naturschutzlandesrat René Zumtobel, Bürgermeisterin Erika Rogl und Alexander Grimm, Projektverantwortlicher des Nationalparks, vorgestellt. Foto: NPHT/Florian Jurgeit

Abhilfe soll nun der Themenweg „Berge.Denken“ im Kalser Ködnitztal schaffen: Bereits seit 2021 ist der 800 Meter lange Rundweg mit geländegängigen Zugfahrzeugen, die vor Ort kostenlos ausgeliehen werden können, für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen zugänglich. Doch nun erfolgte eine Weiterentwicklung, die noch mehr Inklusion bringen soll.

Vielfältige Maßnahmen für Barrierefreiheit

Dabei wurde der bestehende Themenweg um barrierefreie Elemente erweitert, die Wissenswertes über die „Big Five“ des Nationalparks – Murmeltier, Steinadler, Bartgeier, Gams und Steinbock – auf vielfältige Weise erlebbar machen.

Taktile 3D-Modelle charakteristischer Körperteile, wie Steinadlerkralle oder Steinbockhorn, können ertastet und somit haptisch wahrgenommen werden. Lebensgroße Silhouetten der Tiere machen die Größe der Alpenbewohner sprichwörtlich be- und angreifbar.

Für einen inklusiven Zugang sorgen unter anderem der Einsatz der Brailleschrift, 3D-Modelle sowie ein Audio Guide, der über das Smartphone abgerufen werden kann. Foto: NPHT/Florian Jurgeit

Ein über QR-Codes und eine Smartphone-App abrufbarer Audio Guide bietet darüber hinaus Detailinformationen, auch in vereinfachter Sprache. An der Infostelle am Glocknerwinkel kann die entsprechende App mit den Offlineinhalten heruntergeladen werden, im Gelände gibt es nämlich keinen Handyempfang.

Vorstellung durch Naturschutzlandesrat

Der adaptierte Themenweg wurde vor Kurzem von Naturschutzlandesrat René Zumtobel, der Kalser Bürgermeisterin Erika Rogl sowie Nationalpark-Direktor Florian Jurgeit vorgestellt.

Die Umsetzung für die unterschiedlichen Zielgruppen erläuterte Alexander Grimm als Projektverantwortlicher der Nationalparkverwaltung: „Der 800 Meter lange, barrierefreie Rundweg lädt dazu ein, die Natur mit allen Sinnen zu entdecken. Breite Wege, klar strukturierte Stationen und sorgsam geplante Wegführung ermöglichen eine möglichst intuitive Orientierung, um eine sichere Nutzung für unterschiedliche Besuchergruppen zu gewährleisten.“

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