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Des einen Freud, des anderen Leid. An diesem Abend in Los Angeles zeigte der Europameister seine ganze Klasse. Foto: APA/AFP

Des einen Freud, des anderen Leid. An diesem Abend in Los Angeles zeigte der Europameister seine ganze Klasse. Foto: APA/AFP

WM: Starke Spanier kicken Österreich aus dem Turnier

Mit einem verdienten 3:0 Sieg steigen die Iberer ins Achtelfinale auf. ÖFB-Team beherzt aber ohne zwingende Chancen.

Österreichs Fußball-Nationalteam ist bei der WM im Sechzehntelfinale ausgeschieden. Die ÖFB-Auswahl verlor am Donnerstag im Los Angeles Stadium gegen Spanien nach Toren von Mikel Oyarzabal (36., 89.) und Pedro Porro (66.) 0:3. Während für Österreich die erste WM-Teilnahme seit 1998 beendet ist, gewann Spanien erstmals seit dem WM-Finale 2010 ein K.o.-Match bei einem Weltturnier - und das verdient. Die Iberer hatten Chancen auf mehr Tore, das ÖFB-Team keine einzige zwingende.

ÖFB-Coach Ralf Rangnick hatte auf die Startelf vom 0:2 gegen Argentinien gesetzt, also mit Konrad Laimer als Linksverteidiger gegen Lamine Yamal, Paul Wanner als „Zehner“ und Michael Gregoritsch als Solospitze. Bei den Spaniern kamen im Vergleich zum 1:0 gegen Uruguay Rechtsverteidiger Porro und Regisseur Dani Olmo neu in die Mannschaft. Rund 3.000 österreichische Fans mischten sich unter die 70.492 Zuschauer im ausverkauften Stadion, auf der Ehrentribüne nahm ÖFB-Chef Josef Pröll neben FIFA-Präsident Gianni Infantino Platz.

Der regierende Europameister gab den ersten Warnschuss nach genau einer Minute ab, Goalie Alexander Schlager hatte beim Abschluss von Lamine Yamal keine Probleme. In der Anfangsphase konnten die Österreicher die Partie noch halbwegs offen gestalten und zaghafte Akzente in der Offensive setzen, so etwa bei einer Flanke von Marcel Sabitzer, die Gregoritsch verpasste (18.).

Spaniens Überlegenheit immer erdrückender

Mit Fortdauer der Partie wurde die Dominanz der Spanier aber größer. Das ÖFB-Team schaffte es nicht, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten und geriet immer stärker unter Druck. In der 29. Minute rettete Stefan Posch gerade noch vor Olmo, beim darauffolgenden Corner hatten die Österreicher großes Glück. Eine Faustabwehr von Schlager misslang, Marc Cucurella wuchtete den Ball ins Tor, doch der schwedische Schiedsrichter Glenn Nyberg wollte ein Foul von Pau Cubarsi an Schlager gesehen haben und erkannte den Treffer nicht an.

Ungeachtet dessen ging Spaniens Angriffswirbel weiter. Schlager entschärfte Versuche von Lamine Yamal und Oyarzabal (32.), ehe er vier Minuten später doch geschlagen war. Oyarzabal verwertete einen Querpass von Cucurella mit einem überlegten Flachschuss.

Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte verpassten die Spanier die Vorentscheidung. Ein Freistoß von Alex Baena landete an der Querlatte, beim versuchten Abstauber von Lamine Yamal aus kurzer Distanz stand Keeper Schlager im Weg.

ÖFB-Wechsel änderten nichts an Unterlegenheit

Rangnick reagierte in der Pause mit der Hereinnahme von Carney Chukwuemeka und Florian Grillitsch für Xaver Schlager und Nicolas Seiwald auf die Unterlegenheit, an der Charakteristik der Partie änderte sich nichts. Spanien diktierte das Match, Schüsse von Oyarzabal (49.) und Rodri (54.) blieben folgenlos.

Nach einer Stunde schickte Rangnick auch noch Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic aufs Feld. Für Ersteren war es sein 137. und letztes Länderspiel, Letzterer köpfelte in der 61. Minute nach Sabitzer-Flanke deutlich übers Tor. Spaniens Schlussmann Unai Simon wäre allerdings zur Stelle gewesen.

Fünf Minuten später war Österreichs WM-Abschied besiegelt - nach Flanke von Baena köpfelte Porro unbedrängt ein. Die restliche Partie ähnelte über weite Strecken einem Trainingsspiel von Lamine Yamal und Co. Die Spanier, die im Achtelfinale auf Portugal oder Kroatien treffen und erstmals seit 1994 beim 3:0 gegen die Schweiz in einem WM-K.o.-Spiel mehr als ein Tor erzielten, ließen Ball und Gegner laufen.

Oyarzabal sorgte für Endstand

Die Rangnick-Truppe hatte der Überlegenheit des Gegners mit Ausnahme eines Fehlschusses von Chukwuemeka (79.) nichts entgegenzusetzen. In der 85. Minute verhinderte David Alaba noch das 0:3, als er bei einem Schuss von Lamine Yamal auf der Linie klärte (85.). Vier Minuten danach aber schob Oyarzabal zum Endstand ein.

7 Postings

Coarl
vor 3 Wochen

Ich habe nur die Wahrheit geschrieben bzw. meinen Eindruck der Leistungen der Österreicher mit der der Deutschen Nationalmannschaft verglichen. Und nein, mein Lob hat nichts damit zu tun, dass wir einen guten Teil unserer Zeit in Osttirol zubringen.

 
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pizzi1014
vor 3 Wochen

Dass manche scheinbar wirkich geglaubt haben, dass wir gegen Spanien eine Chance hätten war für mich die größte Überraschung. Man hat bei dieser WM gesehen wie athletisch und schnell das Fussballspiel geworden ist. Unser Team spielte in den USA (mit Deutschland) mit Sicherheit den langsamsten Fußball aller Mannschaften - vor allem aber hatten die Stürmer, die am Platz gestanden sind, überhaupt keine "Geschwindigleit". Da wird es halt schwierig gegen gute Teams Tore zu schießen.

 
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Niemand
vor 3 Wochen

Endlich ist dieses Theater vorbei!

 
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Coarl
vor 3 Wochen

Guten Morgen Österreich, als Deutscher sage ich das nicht gerne, aber im Gegensatz zu den deutschen Hochpreiskickern stimmte bei Alaba, Laimer und Co. die Einstellung. Die Spanier haben auf beinah allen Positionen eine so hohe Qualität, dass es schwer ist, nicht zweistellig zu verlieren. Ich will mir garnicht vorstellen, wie unsere "Stars" (Ironie) von den Spaniern aufgemischt worden wären. Ich meine, Ihr dürft stolz auf Eure Jungs sein. Sie haben, im Gegensatz zu unseren, getan, was sie konnten und sind gegen einen übermächtigen Gegner ausgeschieden, anstatt gegen eher mittelmäßige Kicker aus Paraguay. Über die drei von hochbezahlten Profis indiskutabel schlecht getretenen Elfmeter mag ich erst gar nicht reden.

Also, feiert sie ein wenig, sie haben tapfer gekämpft.

Beste Grüße aus Osthessen nach Osttirol

 
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    thomas78
    vor 3 Wochen

    Super auf den Punkt gebracht, vielen Dank dafür!

     
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    Annalies
    vor 3 Wochen

    Sie haben tapfer gekämpft, jedoch gegen die schnellen und technisch hochwertig spielenden Spanier ergaben sich kaum Chancen. Schlager hat im Tor eine ausgezeichnete Performance geboten. Ich bin stolz auf unsere Jungs und für Arnie im Speziellen ein 'alles Gute'!

     
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    Elisabeth
    vor 3 Wochen

    ❤ Wie erfrischend Ihr schönes wertschätzendes Posting. Vielen Dank dafür. 🙏 Und liebe Grüße zurück. 😊

     
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