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Bauern wollen weniger Pflichten aber mehr Geld

In Kärnten schnüren die Präsidenten der Landwirtschaftskammern derzeit ein Forderungspaket an die EU.

Österreichs Landwirtschaftskammern haben sich im Rahmen des Sommertreffens der Präsidenten, das derzeit in Kärnten stattfindet, mit einem breiten Forderungspaket an die EU zu Wort gemeldet.

Der Sommer werde nicht nur wegen des Wetters heiß, das die Landwirtschaft ebenfalls unter Druck bringe, sondern auch wegen politischer Entscheidungen, die anstehen würden. „Die weltpolitischen Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft“, unterstrich LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger vor Journalisten in Klagenfurt.

LK Kärnten-Präsident Siegfried Huber (l.) und LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger bei einem Pressegespräch anlässlich des Sommertreffens aller Landwirtschaftskammer-Präsidenten. Foto: LKÖ/Jung-Leithner

„Einerseits steigen Kosten für Energie und Treibstoff, aber die Erzeugerpreise haben eine gegenteilige Entwicklung“, beklagte Moosbrugger. Was die Finanzierung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) angeht, stehe derzeit eine Einsparung von 20 Prozent im Raum: „Inakzeptabel“, nennt das der LKÖ-Präsident.

Besonders in Bezug auf die aktuellen finanziellen Diskussionen meinte Moosbrugger: „Eine der Kernaufgaben ist die militärische Sicherheit, aber daneben gibt es eine zweite Sicherheit, die deutlich vernachlässigt wird: Die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln.“ Dabei müsste diese für die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit von Europa eines der zentralen Themen sein.

Nachhaltigkeit nur gegen Bezahlung?

Erschwerend würden sich gewisse Bereiche im Kapitel Nachhaltigkeit auswirken: „Die sind gut gemeint, aber schlecht gemacht. Wenn sich die weltpolitischen Zeichen der Zeit verändern, dann muss auch Europa seine Strategien schnell anpassen an das, was sich weltpolitisch ereignet.“

Konkret wolle man nicht ständig mit Vorgaben und Dokumentationspflichten konfrontiert werden, sondern würde Anreizsysteme begrüßen: „Wer bereit ist, sich in der Nachhaltigkeit zu engagieren, soll eine Abgeltung bekommen, aber wir wollen keine Verpflichtungen“, so der LKÖ-Präsident.

Gefordert wird neben einer Indexierung der Agrargelder, dass Voraussetzungen für eine „wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Europa“ geschaffen werden.

Moosbrugger: „Das ist unsere große Kritik: Man stellt an uns eine Reihe von Anforderungen. Zum Beispiel das Verbot von Vollspaltenböden. Die Landwirtschaft ist nicht gegen verbesserte Tierhaltungswünsche. Aber eines ist völlig inakzeptabel: Es wird von uns gefordert und dann wird importiert, was man von unserer Landwirtschaft nicht will. Das ist Wettbewerbsverzerrung pur.“

16 Postings

kritisch_gesehen
vor einem Monat

Warum wird im Lienzer Stadtgebiet die Gülle auf die Wiesen geschüttet? In vielen europ. Ländern ist dies schon seit vielen Jahren verboten - bei uns nicht. Das es nicht nur höchst gesundheitsschädlich (einatmen von Amoniakdämpfen, usw.) ist, sondern auch die Touristen vergrämt scheint hier noch niemand bemerkt haben. Aber jammern, somit schwindet die Sympathie an der "noch so armen Bauernschaft". Denkt mal darüber nach!

 
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    jj.ll.
    vor einem Monat

    Zuerst waren die Kühe da, dann die Bauern. Dann esrt sind die Touristen gekommen, die trotz Gülle in grosser Zahl kommen. Wer sich von den Einheimischen gestört fühlt, soll in die Stadt ziehen. Ausserdem ist das Gülleausbringen in Deutschland nicht verboten, sondern zeitlich und methodisch reguliert.

     
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      steuerzahler
      vor 4 Wochen

      Gülle und andere biologische Reststoffe sollten zuerst durch eine Biogasanlage wandern. Danach stinkt der Mist kaum mehr und enthält immer noch alles, was man zum Düngen braucht.

       
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      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      Die höheren Kosten könnten dann die Anrainer zahlen, die diesen "Gestank" nicht aushalten.

       
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    Tirolerbua
    vor 4 Wochen

    Ja, und 100 Meter daneben weist ein Schild auf das Wasserschutzgebiet der Stadt Lienz hin: „Verunreinigen und Verschmutzen verboten.“ Da fragt man sich schon, warum ausgerechnet oberhalb des Trinkwasserschutzgebiets große Mengen Gülle ausgebracht werden dürfen.

     
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      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      Die Qualität des Trinkwassers wird doch sicherlich gemäss der strengen gesetzlichen Vorschriften kontrolliert. Was mich am meisten ärgert sind die Anrainer, die ihre Villen ins Grüne bauen und dann sich beschweren, dass der Mist oder die Gülle einen Tag lang stinken. Viel wichtiger sind doch die Chemikalien, die auf den Feldern versprüht werden.

       
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isnitwahr
vor einem Monat

Die Argumente sind zumindest für mich verständlich. Und der allergrößte Schwachsinn der EU ist wohl dieses unsinnige Mercosurabkommen. Wenn ich die gute Frau Präsidentin sehe, würde ich ihr gern ein paar der katastrophalen Landwirtschaftsgifte aus Südamerika in ihr Essen mixen. Bei mir kommt so ein Sch... nicht auf den Teller. Mein Dank an unsere heimischen Biobauern, meine Treue habt ihr.

 
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Edi1913
vor einem Monat

#Überschrift: Des hiet i a gern.

 
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wolfgangwien
vor einem Monat

Eine super Überschrift!!

Im Gegensatz dazu, meldet die Statistik Austria heute, dass die landwirtschaftlichen Einkommen 2025 stark gestiegen sind.

https://orf.at/stories/3436182/

 
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    jj.ll.
    vor einem Monat

    "In Österreich erhalten Bäuerinnen und Bauern die niedrigsten Pensionen aller Berufsgruppen. Bäuerinnen liegen im Schnitt bei etwa $860 im Monat, während männliche Landwirte meist nur knapp darüber rangieren. Aufgrund der geringen Beträge ist diese Gruppe massiv von Altersarmut betroffen." Quelle: LK

     
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      Biker
      vor einem Monat

      @jj.ll., die Pension ist nun mal vom Pensionskonto abhängig. Wer wenig bis gar nichts einzahlt wird auch wenig bis gar nichts bekommen. Die Bauern sehen sich gerne als Unternehmer. Für mich ist jemand der für sein unternehmerische Tätigkeit auf öffentliche Förderungen und Gelder angewiesen ist kein Unternehmer. Würde ich als Kleinunternehmer so wirtschaften würde das Finanzamt meine Tätigkeit sehr schnell als "Liebhaberei" einstufen.

      Die Landwirtschaft ist der größte Budgetposten der EU. Hier wird auf sehr hohem Niveau gejammert.

       
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      steuerzahler
      vor einem Monat

      Vielleicht liegts daran, daß nur geringfügige Beiträge eingezahlt wurden?

       
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      jj.ll.
      vor einem Monat

      Wenig eingezahlt weil wenig verdient!

       
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      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      @biker... Der allergrösste Teil der Bauern ist pauschaliert, das heisst, das sie als Kleinunternehmer für das Finanzamt einkommensmässig unbedeutend sind. Ohne Subventionen wäre das Bauernsterben um ein mehrfaches höher. Zwar wären die Lebensmittelpreise um mindestens 30% höher, allerdings würden umso mehr Lebensmittel importiert werden (z.B. Bioerdäpfel aus Ägyten).

       
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      senf
      vor 4 Wochen

      Naja, die Erdäpfel. Übers Isel- und Puschtertal täts schon no ein paar Ackerlen vertragn. Die Toblacher machnds. Ob die angepriesenen regionalen Speisekartenpatati in den Gasthäusern nun tatsächlich aus der Gegend stammen, wage ich zu bezweifeln. Eine Region isch ja auch dehnbar. Grünland isch in und Güllespritzn tut ma auch wegen der vielen dichtblättrigen Stickstoffpfanzalan, de san guat für den Sauerstoff wegen der Photosynthese und a* deswegn um in der Vegetationsphase drei bis viermal zu mähen zu dürfen.

      Früher hat da Bauer die besseren Heimgutflächen für den Ackerbau gebraucht und des lästige Vieh auf die Alm verbannt.

      *a = anfacher!

       
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      jj.ll.
      vor 4 Wochen

      @senf... Soviel ich weiß, ist der Erdäpfelpreis so niedrig, dass es sich kaum auszahlt, diese anzubauen.

       
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