Die außerordentliche Generalversammlung brachte am 14. Juli eine große Veränderung im Verein Curatorium pro Agunto. Die Mitglieder wählten einstimmig einen neuen Obmann. Leo Gomig gründete 1994 den Verein und gibt den Stab nun nach 32 Jahren an seinen bisherigen Stellvertreter Josef Mair weiter, dessen Amt künftig Martin Fasching übernehmen wird.
Leo Gomig nimmt Abschied
Gomig erinnerte in seiner Abschiedsrede rückblickend an die wichtigsten Stationen der Entwicklung Aguntums als einziger Römerstadt Tirols zum heutigen „kulturhistorischen Juwel“ und an die umfangreichen Vorarbeiten zur mittlerweile vollzogenen Übertragung von Museum und archäologischem Landschaftspark an die Tiroler Landesmuseen Betriebsgesellschaft m.b.H.. Dieser Schritt sei für die Weiterentwicklung unverzichtbar gewesen.

Ganzjahresbetrieb als mittelfristiges Ziel
Andreas Rudigier, Direktor der Tiroler Landesmuseen, die nun sieben Häuser mit zehn Sammlungen und 15 Querschnittsbereichen umfassen, sieht Aguntum als enorme Bereicherung für die von ihm geleitete Museumslandschaft. In einem ersten Schritt soll nun das Museumsteam stabilisiert und verstärkt werden. Mit der aktuell ausgeschriebenen Hausleitung werde man die künftige Strategie in den Grundzügen entwickeln, wobei mittelfristig ein Ganzjahresbetrieb angedacht sei. Für Rudigier ist speziell die Archäologie mit den jährlichen Grabungskampagnen der Uni Innsbruck als besonderen Schatz von Aguntum. Das sei ein großes Potenzial für den Kulturtourismus in Osttirol. Besonders wichtig ist dem Museumsdirektor ein klarer Bezug zu Region: „Die Bevölkerung soll Aguntum weiterhin als ihr Museum sehen.“

Unermüdlicher Einsatz macht es möglich
An nur scheinbar Unmögliches erinnerte sich Josef Mair, seit Jahrzehnten Leo Gomigs Stellvertreter. Er habe sich damals nicht vorstellen können, dass man je die Mittel für einen Aussichtsturm und das Grabungshaus aufbringen würde: „Leo Gomig hat es möglich gemacht“. Nach der Übergabe der Hauptverantwortung für Museum und Park an das Landesmuseum sieht der neue Obmann die künftige Rolle des Vereins vor allem im Veranstaltungsbereich und in der Kommunikation zwischen der Region und den Landesmuseen.
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