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Wie klimafit ist Lienz, Frau Bürgermeisterin?

Die Treibhausbilanz der Stadt zeigt: es gibt Nachholbedarf in den Bereichen Mobilität, Gebäude und Kreislaufwirtschaft.

Im heurigen Jahr gab es in Lienz laut dem Klimadashboard bereits 28 Hitzetage, also Tage, an denen die Temperatur mindestens 30 Grad Celsius erreicht. Im Vergleichszeitraum von 1991 bis 2020 waren es bis Mitte Juli im Schnitt sechs Hitzetage. Das zeigt: Auch in Lienz wird es zunehmend heißer. In einem Gespräch mit Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Jasmina Steiner, Abteilungsleiterin Standortentwicklung der Stadt Lienz, gehen wir der Frage nach: Was macht die Stadt, um die Klimaveränderungen zu meistern?

Im Zuge der Entwicklung des Klimaneutralitätsfahrplans bis 2040 wurde erhoben, in welchen Bereichen Lienz die meisten Treibhausgasemissionen produziert. Das Ergebnis zeigt, dass es vor allem in den Bereichen Mobilität, Gebäude und Kreislaufwirtschaft Aufholbedarf gibt. Zusätzlich liegt der Fokus auch auf Bäumen und Grünraumplanung.

Die Stadt Lienz muss besonders in den Bereichen Mobilität, Gebäude und Kreislaufwirtschaft die Treibhausemissionen reduzieren. v.l.: Bernd Lenzer, Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, Jasmina Steiner. Foto: Dolomitenstadt/Unterweger

Lienz setzt auf Schwammstadtprinzip

Bodenversiegelung, zu wenig Wurzelraum, Streusalz und Trockenheit erschweren die Entwicklung von Stadtbäumen. Dem soll das Schwammstadtprinzip entgegenwirken. Der Baum wird dabei in ein eigens entwickeltes Substrat eingepflanzt. Dieses soll den Wurzeln genügend lockeren Raum zum Wachsen bieten. Gleichzeitig kann das Substrat Wasser speichern und fungiert somit als der namensgebende Schwamm. Diese Speicherfunktion hilft, dass Wasser länger für den Baum zur Verfügung steht. Zusätzlich schützt es bei Starkregen.

In Lienz sind die ersten drei Bäume nach diesem Prinzip am Egger-Lienz-Platz gepflanzt worden. Das Substrat für die Lienzer Schwammstadtbäume wird zum Großteil aus regionalen Ressourcen gewonnen. Es besteht aus Komposterde, Erdmaterialien und zugekaufter Pflanzenkohle. Man wirke damit bereits im Bereich Kreislaufwirtschaft, erklärt Jasmina Steiner, Abteilungsleiterin Standortentwicklung.

Nach dem Pilotprojekt am Egger-Lienz-Platz wird überlegt, wo weitere Bäume nach demselben Prinzip gepflanzt werden können. Rund 15.000 Euro koste allein der Unterbau für einen Baum.

Durch das Schwammstadtprinzip haben die Wurzeln mehr Platz zu wachsen. Das Wasser wird im Substrat gespeichert und steht dem Baum länger zur Verfügung. Visualisierung: 3:0 Landschaftsarchitektur

Begrünung in der Altstadt nur beschränkt möglich

Den Bäumen am Hauptplatz fehlt aktuell der Platz zum Wachsen. Hier könnten Schwammstadtbäume eine mögliche Lösung sein. „Man ist da immer in der Diskussion zwischen Baum, Grün und Nutzung“, erklärt Bürgermeisterin Elisabeth Blanik.

Unter dem Hauptplatz verlaufen viele Rohre und Leitungen, so etwa Fernwärme, Hauswasseranschlüsse, Breitband und Stromleitungen. „Der Platz ist unterirdisch eine Mega-Infrastruktur. Dazwischen müssen diese Schwämme für die Bäume Platz haben“, so die Bürgermeisterin. Das Ausmaß der künftigen Baumkrone sei relevant dafür, wie viel Platz für den Unterbau mit dem Substrat benötigt wird.

Zusätzlich ist der Hauptplatz ein belebter Ort, an dem Veranstaltungen stattfinden und Gastgärten sind. Es sei schwierig, dabei passende Plätze für die Bäume zu finden. Der Platz solle weiterhin für Veranstaltungen bespielbar sein und die Sicht auf Bühnen und Auftritte frei sein, erklärt die Bürgermeisterin die Herausforderung bei der Bepflanzung des Hauptplatzes.

Auch in der Rosengasse sei es aufgrund fehlenden Platzes schwer neue Bäume zu pflanzen. „Was sollte ich in so einer Altstadtgasse an Bepflanzung machen? Das ist eine Einkaufsstraße“, so Bürgermeisterin Blanik. „Eine Innenstadt funktioniert anders, als wenn ich irgendwo draußen einen neuen Stadtteil baue.“

Bäume sind nur ein Teil der Lösung

„Bäume pflanzen ist wichtig, aber nur ein Teil der Lösung“, betonte der Klimatologe Matthias Ratheiser in einem Interview mit dem „Standard“. Auch die Stadt Lienz setzt auf ein breites Spektrum an Klimaanpassungsstrategien.

Die Energieeffizienz-Richtlinie der EU sieht aktuell vor, dass alle Gemeinden Energieausweise für öffentliche Gebäude erstellen müssen. Daraus ergeben sich Maßnahmen, die gesetzt werden müssen, um Gebäude klimaneutral zu machen. Die große Herausforderung sei dabei, dass viele der öffentlichen Gebäude in Lienz denkmalgeschützt seien. Hingegen bei Sanierungen oder Neuerrichtungen von öffentlichen Gebäuden achte die Stadt darauf, alle Kriterien zu erfüllen, um so auch mögliche Klimaförderungen zu bekommen. Aktuelles Beispiel ist der Umbau der Tennishalle.

Laut der EU-Richtlinie muss für alle öffentlichen Gebäude in der Stadt ein Energieausweis erstellt werden, so etwa auch für die Liebburg. Foto Dolomitenstadt/Pirkner

Großteil der Treibhausgasemissionen im Bereich Mobilität

Die Mobilität fällt in der Treibhausbilanz von Lienz jedoch am stärksten ins Gewicht. Regelmäßig kommt es zu Staus durch Lienz und Menschen fahren aus anderen Gemeinden nach und durch Lienz. „Die Mobilität ist tatsächlich eine Herausforderung. Die wird die Stadt alleine nicht lösen können.“, so Bürgermeisterin Blanik. Es brauche eine Bewusstseinsbildung bei jeder:jedem Einzelnen. Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln sei da. Man könne niemanden dazu zwingen, auf das Auto zu verzichten. „Wo wir Einfluss haben, haben Begegnungszonen gemacht, um damit die Autos aus der Stadt zu bekommen“, betont Bürgermeisterin Blanik.

Hitzeschutz für vulnerable Gruppen

Auch jede:r muss sich individuell an die Klimaveränderungen anpassen. Schwer tun sich dabei jedoch ältere Personen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen. Diese vulnerablen Gruppen leiden besonders unter hohen Temperaturen. Sie brauchen kühle Orte, an denen sie sich erholen können.

In Lienz würden dies etwa die Kirchen, die meisten Geschäfte und das Mobilitätszentrum bieten. Auch Parks könnten für Schatten und Abkühlung sorgen. „Wenn du in der Innenstadt bist und dann die paar Schritte zum Iselpark gehst, dann spürst du sofort, wie sich die Temperaturen absenken. Gerade der Iselpark ist ganz sicher eine Kühlzone mitten in der Stadt“, erklärt Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Während der Hitzewelle im Juni habe man auf den Kanälen der Stadt die Lienzer Bevölkerung über Hitze-Ratschläge informiert, etwa mit Tipps, genügend zu trinken oder schattige Plätze aufzusuchen.

Neben Kirchen ist der Bahnhof Lienz ein klimatisierter Ort, in dem sich Menschen vor der Hitze schützen können. Foto: Wagner

Die steigende Zahl an Hitzetagen macht deutlich, Klimaanpassungen müssen geplant und umgesetzt werden. Wie schnell und konsequent Projekte und Anpassungsstrategien angegangen werden, wird darüber entscheiden, wie gut die Stadt mit den Folgen der Klimakrise zurechtkommen wird.

Magdalena Unterweger

Madgalena Unterweger studiert Journalismus und Neue Medien in Wien. Praktische Erfahrung als Journalistin sammelt sie derzeit bei dolomitenstadt.at. Mehr von Magdalena Unterweger

18 Postings

jj.ll.
vor einem Monat

15.000 € für einen Baum? Absurd! Bitte schauts nach Italien! Kastanie, Kiefer, Platanie, Libanonzeder u.ä. wachsen auch unter extremer Hitze und Trockenheit. Ein Setzling um max. 100€ plus Aufgraben um max. 500€ und schon wächst ein Baum.

 
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Insider
vor einem Monat

Selber Schuld die Stadt inkl Stadtführung. Wenn man zB bei jahrelang gleicher Einwohnerzahl eine Unzahl an neuen Wohnungen baut und damit wieder Grünfläche vebaut anstatt alte Wohnungen zu sanieren, dann kommt sowas raus. Und da würden mir nich viele weitere solcher Beispiele einfallen... aber die Frau BGM macht ja alles super.

 
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    senf
    vor einem Monat

    Ja, die Lisl macht vieles super sie hat auch fundamentales Wissen und weiss über die Funktionalität eines Stadtkerns und Zuständigkeiten gut Bescheid. Sie hat Überblick, kann kombinieren und realisiert auch das, was ihre Ausschüsse festlegen! Dieses Gegacker um ein paar Bäume in der Innenstadt ist langsam wegen der egozentrischen Argumentation Einzelner mühselig.

    Der Wohnungssektor ist weitgehend Privatsache, ebenso Grund und Boden, hier werkln Investoren, Spekulanten und Gstopfte, lieber Insider. Das sollten sie bedenken!

     
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Highsociety
vor einem Monat

Bitte zuerst überlegen, Lösungen ausdenken und dann schreiben.

 
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Mariazell
vor einem Monat

Liebe Leute! In Lienz Osttirol passiert einiges was Infrastruktur von E Autos betrifft. Da ist Lienz nicht so schlecht möchte ich sagen An folgenden Orten kann ich mein E Auto Laden DC Lader Schnelllader sind in Lienz in Osttirol an folgenden Orten bereits in Betrieb Autohaus Pontiller auf der Rückseite in der Schillerstraße, Bei AGe Tech am Parkplatz,weiters Stegergarten bei der Post Torosmusbüro Beim Ehemaligen ÖAMTC Stützpunkt,,Bei Hofer beim Laurinweg in Kürze wird es weitere Lademöglichkeiten geben bei der ÖMV Tankstelle wo es raufgeht zu Schloss Bruck die Ladsäülen hier sind noch nicht in Betrieb aber das wird bald soweit sein also ganz schlecht ist Lienz nicht aufgestellt was E Mobilttät angeht möchte ich sagen AC Lader langsames Laden gibt es auch mehrere Möglichkeiten in Lienz Osttirol das möchte ich jetzt nur nicht hier aufzählen aber davon gibt es auch einige Auch in Lienz wächst der E Auto antwil immer mehr was mich frwud möchte ich sagen .

 
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dolo1871
vor einem Monat

Selbst wenn Platz für Bäume am Hauptplatz wäre, löst das das Problem nicht einmal marginal. Besser wäre drüber nachzudenken, wie man zu echten Lösungen kommt. z.B. ein Parkhaus u im Gegenzug eine Begrünung der Asphaltwüsten an der B100. Oder ein beschatteter Beteich mit Brunnen am Bahnhof. Oder ein grosses Sonnensegel am Johannesplatz, um ein Aufheizen der Fläche zu verhindern. Kost alles Geld, da müssten auch EU und Bund ihren Teil beitragen, weil in den Gemeindekassen ziemlich Ebbe is. Aber anfangen wär schon gut - beim Zubetonieren war das Geld ja auch da ....

 
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    Ist es so
    vor einem Monat

    Auch meine Meinung!

    Man hat im Laufe der Zeit alle Gärten im Bereich Stegergarten bzw. B100 zerstört und zuasfaltiert. Jetzt wundert man sich, wenn viele mit dem Auto ins Zentrum fahren, wenns doch so praktisch einfach und günstig ist.

    Der Stau der B100 wird auch in den nächsten Jahrzehnten nicht geregelt werden, kein Geld und nur ein lästiges Thema. Blanik wird das nicht lösen, die Stadt schafft es ja nicht mal, an den Ursachen der Klimaerwärmung mitzuwirken, bestes Beispiel ein neues Schwimmbad samt Saunalandschaft. Nur um sich als Architekt zu verwirklichen, wurde ihm dort ein überteuerter Deckeneinbau mit Spitzkofelrelief genehmigt , das niemand braucht, anstatt dafür eine Solar- und Photovoltaikanlage aufs Dach zu geben. Für die Blaniksche Isellounge gab man 260.000 aus, dafür verschwanden sogar Bäume, nur um sich einen Stempel ihrer Stadtregierung aufzudrücken.

    Am Hauptplatz (oder Rosengasse, hä?????) brauchts echt nicht mehr Bäume, dafür ist dieser Bereich nicht vorgesehen. Aber man könnte tatsächlich mal Parkplätze unter die Erde geben, Schwimmbad, Stadion, Südtirolerplatz und Am Markt, Bahnhofsgelände, Tennisplatz Union, Stegergarten, Hochstein, Zettersfeld Talstation, Nähe Tomaburg, Intersport und Mc D., M-Preis Fischwirt, überall der gleiche Unsinn. Hauptsache billig, über die Folgen der Versiegelung dachten die Verantwortlichen wenig nach.

    Es ist der Klimawandel eh nicht mehr zu stoppen, dafür wird an der Ursache nicht viel geändert, unter einem Vollidioten Trump geschieht sogar das Gegenteil. Da machen ein paar überteuerte Baumpflanzungen das Kraut auch nicht mehr fett, da vorallem das Geld fehlt oder völlig falsch für sinnlose Projekte eingesetzt wird. 🧐

    Aber solange die übergroßen Geisterbusse oder stadteigene KFZ fest Diesel verbrennen, öffentliche Gebäude wegen Denkmalschutz nicht modernisiert werden dürfen, hat der Mensch wahrlich noch nicht verstanden, dass sich das alles nicht mehr ausgehen wird.

    "Nobel geht die Welt zugrund", das hat Falco schon erkannt. Hauptsache man fährt seine alte, sture Politschiene ewig gleich weiter, und wenn es in den Abgrund geht damit, alles egal....

     
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senf
vor einem Monat

So irgendwie hat man den Eindruck, unter einigen Stadtnern mit ihrer Privatwirklichkeit dominiert Baumfieber. Der Stadtkern mit seiner Umgebung hat einen relativ ausgeglichenen Baumbestand und auch der Mantel im Wohngebiet drumherum ist recht gut mit klimatisiert, was den vielen Privathäusslbesitzern mit ihren Gärten zu verdanken ist - auch wenn sie es für sich machen. An vielen öffentlichen Plätzen gibt es begrünte Flächen mit Schattenspendern. Und rund um den Talkessel wächst Auen- und Bergwald, der auch bewirtschaftet wird.

Die von wenigen angestachelte und längst geführte Diskussion um die Bepflanzung des Stadtkerns mit den oberen und unteren Stadtplätzen ist sinnlos und ärgerlich. Diese Stadtbereiche haben ja eine andere Funktion. Multifunktional, mit Events, Einkauf, Präsentationen usw.! Hier findet das eigentliche Stadtleben in einer gewachsenen Struktur in einer tollen Kulisse statt. Die Bezeichnung "Sonnenstadt Lienz" hat ihre Berechtigung, auch dank der offenen Flächen. Es ist schon klar, die Innenstadtgestaltung ist ein laufender Prozess, der nur in kleinen Schritten gemacht werden kann, was ja in den letzten Jahren auch passiert ist. Einige Grüninseln und Jungbäumchen sind ja gutes Beispiel dafür. Dass angepflanzte Bäume auch eine Zeit zum Wachsen brauchen, muss wohl nicht erklärt werden (Bahnhofsbereich) und dass so manch alter oder kranker Baum aus fachlicher Sicht entfernt werden muss, auch nicht. Das macht ja niemand aus Bosheit! Da hilft jahrelanges Hinterherplerren nach einer ehemaligen Linde oder so manchen Zwetschkenbaum niemanden.

Vielleich sollte sich so manch Hiesiger ein Bild in den südlichen Adriastädtchen machen. Ich habe dort in den Inenstädten vergeblich nach Baumschatten gesucht und trotzdem pulsierende Orte erlebt. Bei glühender Hitze! Aja, aus Erzählungen so mancher Oschttiroler urlaubstüchtigen ist dieses Flair ja sooooo umwerfend.

Für Lienz wünsche ich mir mehr konstruktive Kritik, die dynamische Stadtgestaltung allein zu personifizieren und herumzumaulen, die Verantwortung hin und herzuschieben ist nicht sehr zielführend. Die echten Problemchen sind klein und liegen ganz wo anders!

 
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    isnitwahr
    vor einem Monat

    lieber Senf, Sie haben schon zum Großteil recht, aber Lienz ist wohl nicht mit einem Adriastädtchen in Süditalien zu vergleichen, das direkt am Meer liegt und die Bürgermeisterin wurde ja vom Stadtvolk gewählt, um sich u.a. solcher Probleme anzunehmen, da kann man dann schon personifizieren, zumal sie doch schon einige Dienstjahre und somit jede Menge Erfahrung hat. Dass man nicht überall in der Stadt Bäume pflanzen kann, sollte wohl klar sein. Aber man hat schon verdamnt viele Grünflächen, und waren sie noch so klein, zubetoniert - und das Betonieren geht fröhlich weiter, nicht nur in Lienz. Ob es eine Möglichkeit gäbe, Gebäude direkt zu begrünen, weiß ich nicht, wäre aber vielleicht für einige Gebäude interessant. Von der Klimaerhitzung weiß man ja nicht erst seit gestern.

     
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      senf
      vor einem Monat

      @isnitwahr, warum nicht vergleichbar, in den Adriastädtchen leben auch Menschen, die Bedürfnisse haben? Warum gibt es dort weitaus weniger Grün in den Stadtkernbereichen, trotz monatelanger Hitze?

      Gab es nicht einmal einen Innenstadtverein in Lienz, der haufenweise Gedanken zur Stadtgestaltung machte und brauchbare Vorschläge lieferte, die teilweise auch umgesetzt wurden? Die ständige Jammerei einzelner Poster und die Auffassung der Betroffenen selbst divergiert, weil sichs Außenstehende zu leicht machen und nur fordern. Jeder wills auf seine Art halt besser wissen. Und das ohne Kenntnisse der Eigentumsverhältnisse, der Wirtschaftsabläufe oder des täglichen Lebens im Stadtkern oder besser im Innenstadtbereich. Ich glaube auch nicht, dass die ständigen, punktuellen und persönlichen Seitenhiebe eines studierten Posters und angeblich gelernten Architekten Verbesserungen bringen, weil sie perspektivlos sind und Ideen zur Lösung der Probleme für eine gesunde und überschaubare Stadtentwicklung vermissen lassen, was viele bedauerlich finden.

      Ihre Anregung zur Gebäudebegrünung: Wozu überhaupt, der Stadtkern ist eine über Jahrzehnte gewachsene Bausubstanz, die der Stadt ihr Gesicht gibt und ausstrahlt. Raimund Abraham würde sich im Grab umdrehen, wenn sein architektonisches Kunstwerk mit Grünzeug geschmückt würde, dasselbe gilt für sakrale Bauten oder denkmalgeschützte Objekte die wohl in Halsketten- oder Armbandmanier behängt werden sollten. Wenn man das wirklich will, kann man es ja bei Neubauten außerhalb des Zentrums versuchen - so wie es die privaten Häusslbesitzer um den Stadtrand es längst tun. Vorab, viel Freude mit "Gleichgesinnten" dieses Wohnobjektes. Trotzdem, was der Privatsektor will, soll ihm überlassen bleiben.

      Vor dem CO² - Problem und seine langfristigen Auswirkungen wurde von der Wissenschaft bereits vor 45 Jahre gewarnt. Damals erfolglos - heute anscheinend auch noch, deshalb wird es noch gravierender. Mit Bäumen zur Beschattung der Innenstädte wird man die Sorge nicht los, wohl aber durch globale Reduzierung des Verkehrs, weitgehenden Verzicht fossiler Energien, technische Filterung von Industrieanlagen, Renaturierung von Feuchtflächen und die Bindung von Treibhausgasen durch mehr Wald- und Grünland - und die heute in der Dolostadt.at angeregte Umstellung unserer Essgewohnheiten! Weltweit, versteht sich!

       
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      isnitwahr
      vor einem Monat

      lieber Senf, an der Adria ist es nun einmal heißer (zumindest bisher gewesen) als bei uns hier in den Alpen und dort sind es die Menschen gewohnt. Die Urlauber genießen es für kurze Zeit, schlendern abends durch die Gassen und fahren nach 1-2 Wochen gern wieder nach Hause, wo die Temperaturen für unsereinen erträglicher sind (bzw. waren). Aber wenn sogar eine Großstadt wie Wien Anreize für Fassadenbegrünung schafft und bemüht ist, zuminest kleine Flächen zu entsiegeln und zu begrünen, wo es eben möglich ist, dann kann es in einer Stadt wie der Größe von Lienz auch möglich sein. Der Herr Abraham würde sich sicher nicht im Grab umdrehen, sondern als Visionär, der er war, mit der Zeit gehen und einsehen, dass die über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte gewachsene Bausubstanz der Zeit und vor allem der Klimaentwicklung entsprechend verändert werden muss. Ich habe ja nicht geschrieben, dass alle Gebäude begrünt werden sollen, es war eine Idee und ich bin der Überzeugung, es gäbe Potential und man kann zumindest darüber diskutieren. Zu sagen, es war immer schon so, es soll so bleiben, weil es das Flaire des Städtchen ausmacht, wäre m.M. nach der falsche Weg. Es gab Grünflächen in der Stadt, die zubetoniert wurden und somit das jahrzehntealte"Gesicht" der Stadt leider zum Negativen verändert haben, auch das ist eine Tatsache. Aber auch wenn viele Leute, einschließlich mir, nicht alles wissen was möglich ist oder was in der Stadt läuft, so muss eine sachliche und manchmal auch emotionale Diskussion möglich sein, davon lebt dieses Forum und auch manch gute Idee kommt zum Vorschein.

       
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      senf
      vor einem Monat

      Des isch nit wahr, sie wollen mir tatsächlich weißmachen, dass die Italiener die Hitze gewohnt sind und deshalb keine Bäume brauchen, und wir derleiden dort unten die Hitze für kurze Zeit, schreien aber nach Bewaldung der Dolostadt? Samma doch froh, dass wir vier Jahreszeiten haben und in Lienz auch die Tomaten reifen. Mit weit weniger heißen Tagen, die uns die zugereisten Italiener mit leckeren Gelato versüßen, während uns die hiesigen Geschäftsleutln vorwiegend mit Stangerleis aus der Industriefertigung aus der Niederösterreichischen Gegend versorgen. Ja und Wien, eine Millionenmetropole mit 400 Quadratkilometern Größe und umgebenden Agrarland ist halt nit mit unserer Kleinstadt Lienz ned unbedingt vergleichbar, die rundherum von Bergwald und Auen bewachsen ist. Ich sage nicht, dass es in Lienz immer so war und bleiben soll, was ja eh nicht zutrifft, ich meine aber, dass das Stadtbild den Charakter behalten soll. Das ist ja das, was wir in anderen Kulturen und Städten so bewundern. Eine pulsierende Stadt lebt von ihren Menschen, ihrer Kultur und ihrer Umgebung. Denken sie an die alten Häfen Italiens, an Griechenland, Ägypten, Neapel ... Aber wir könnten es uns locker leisten, die Michlskirche oder die Antoniuskapelle abzureissen und den dadurch gewonnenen Boden mit Bäumen ersetzen. Für a paar gackernde Hühner?

       
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wolf_C
vor einem Monat

.... allein das verschämte Abmontieren des -Naturdenkmal- Schildes von der Linde beim Franzosendenkmal zeigt das herrschende Bewußtsein; tatsächlich vergab die Stadt eine Generationenchance nach der anderen um eine lebenswerte Umwelt für Menschen zu machen, die Autolobby beherrscht die Politik ...

 
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r.ingruber
vor einem Monat

"Es sei schwierig, dabei passende Plätze für die Bäume zu finden." Noch schwieriger wird sein, passende Bäume für die Plätze zu finden.

 
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Ofentschtsche
vor einem Monat

Und bitte was tut die Gemeinde fuer die bestehenden Baeume wenn trockenperioden sind???? Nichts!!!!Aber fest Blumen giessen wenns vorher ordentlich geregnet hat.

 
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    senf
    vor einem Monat

    ... bewirb dich bei der Stadtgärtnerei, die sind für Ratschläge sehr offen :-)

     
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      Ofentschtsche
      vor einem Monat

      senf geht nimmer da in Pension....

       
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      senf
      vor einem Monat

      Umso besser, dann gibts halt einen Freiwilligen mehr, und du findest den Sinn des Lebens wieder. Hinter der Ofenbank ist es ja eh langweilig - zumindest im Sommer ;-)

       
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