Von 10. bis 12. Juli wurde das Debanttal zum Freiluftlabor: Rund 60 ehrenamtliche Fachleute durchkämmten Moore, alpine Rasen und Zirbenwälder, um Tiere, Pflanzen und Pilze systematisch zu erfassen. Das 16 Kilometer lange Almtal gilt mit seinem Mosaik an Lebensräumen als idealer Hotspot für Biodiversitätsforschung.
Die Bilanz des Formats kann sich sehen lassen: Seit 2007 wurden mehr als 80.000 Einzelbeobachtungen und rund 6.000 Arten dokumentiert. Bemerkenswert dabei: Etwa elf Prozent aller im Nationalpark bekannten Arten wurden ausschließlich im Rahmen dieser Erhebungen entdeckt.
Auch heuer bestätigte sich, dass selbst in den Alpen noch längst nicht alles erforscht ist – etwa mit Funden wie der Arktischen Smaragdlibelle, der seltenen Schweizer Bergwald-Erdeule oder einem potenziellen Erstnachweis eines Rindenpilzes für Österreich.
Insgesamt wurden bisher rund 2.400 Beobachtungen erfasst, darunter über 280 Gefäßpflanzen-Arten, inklusive der stark gefährdeten Deutschen Tamariske. Die Daten werden nun überprüft und wissenschaftlich ausgewertet. Die finalen Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen – und fließen in die Biodiversitätsdatenbank des Nationalparks ein.
Dolomitenstadt-Videoreporter Paul Wanger war mit der Kamera dabei, als die Expert:innen für unterschiedlichste Spezies am 10. Juni in der Lienzer Hütte eintrafen und am nächsten Tag ausschwärmten. Forschungskoordinatorin Angelika Riegler erklärt den Hintergrund dieser erstaunlichen Citizen-Science-Initiative.
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Ein wirklich toller Videobeitrag, danke dafür!
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