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Das ist Österreichs größte Schlange

Obwohl die heimische Äskulapnatter sehr anpassungsfähig ist, gilt sie in Europa als geschütztes Tier.

Die Äskulapnatter wird bis zu unglaubliche zwei Meter lang. Sie gilt als längste heimische Schlange in Österreich und trägt daher auch den Spitznamen longissimus. Die Schlange ist für Menschen ungefährlich und zählt zu den fünf heimischen ungiftigen Schlangen. Nur zwei der sieben Schlangenarten in Österreich besitzen Giftbeutel - Kreuzotter und Hornotter. Selbst diese beißen jedoch ausschließlich, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb gilt: Abstand halten und die Tiere niemals anfassen. Wie ihre Gefährten ist auch die Äskulapnatter ein Fluchttier, sie ist meist schon verschwunden bevor man sie überhaupt bemerkt, wer sie also in freier Wildbahn erblickt hat Glück. Interessant: Obwohl sich das Reptil in nahezu ganz Österreich wohlfühlt, hat es sich in Vorarlberg noch nicht angesiedelt.

Verwechslungsgefahr

Junge Äskulapnattern und junge Ringelnattern sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Durch ihre weiß-gelblichen Flecken am Nacken sehen die beiden Artgenossen auf den ersten Blick aus wie Zwillinge. Bei genauerem Hinsehen kann man die Alleinstellungsmerkmale der Äskulapnatter, „Zamenis longissimus“ wie sie von Experten gennant wird, erkennen. Die längste Schlange Österreichs besitzt einen einzigartigen schwarzen Streifen, der sich vom Auge bis zum Mundwinkel streckt, doch auch die glatten, glänzenden Schuppen und das fleckig wirkende Muster zeichnen das Reptil aus. Im Alter verändert sich das Muster, sie verliert ihr Muster und erstrahlt nur mehr in einer Farbe.

Während die Äskulapnatter in jungen Jahren noch ein Muster trägt, erstrahlen ihre Schuppen später nur mehr in einer Farbe. Foto: Wolfgang Schruf

Klimagewinnerin in puncto Lebensraum

Während der Verlust ihrer Lebensräume durch intensive Landnutzung und Siedlungserweiterungen für andere heimische Schlangen die größte Bedrohung darstellt, fühlt sich die Äskulapnatter auch an neuen Orten wohl. Auf Grund der zunehmenden Wärme und Trockenheit benutzt sie auch vorher unbesiedelte Gebiete als neuen Lebensraum - dort breitet sie sich problemlos aus. Aufgrund ihrer Vorliebe für Wärme zählt sie zu den klaren Klimagewinner:innen. Gleichzeitig ist sie aber auf vielfältige Lebensräume mit Hecken, Gebüschen, Steinhaufen und sonnigen Rückzugsorten angewiesen. Die Schlange ist eine echte Künstlerin, dank ihrer ausgezeichneten Kletterfähigkeiten lebt sie oftmals auch in Bäumen oder Mauern. Da diese Orte auch Heimat von Eichhörnchen, Bilchen oder Vögeln sind, befinden sich diese Tiere auf ihrer Speisekarte.

Schutztier

Wie ihre Artgenossen ist auch die Äskulapnatter für unser Ökosystem wichtig: Sie reguliert nicht nur die Bestände von Mäusen und anderen kleinen Säugetieren, sondern wird selbst von heimischen Greifvögeln und Wildtieren gejagt. Die „Zamenis longissimus“ ist europaweit geschützt und gilt in Österreich trotz ihrer Anpassungsfähigkeit als gefährdet. Um die Überlebenschancen der Tiere zu erhöhen kann jeder beitragen: Naturnahe Gärten mit Hecken, Totholz oder Steinhaufen schaffen wertvolle Rückzugsorte für das Tier, gleichzeitig dienen Komposthaufen manchen Arten als Eiablageplatz und sollten daher möglichst erst im Herbst umgesetzt werden.

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