Die Preise für gebrauchte Autos haben seit Jahresbeginn 2026 merklich nachgegeben, gleichzeitig ist die Nachfrage nach Elektroautos - von niedrigem Niveau ausgehend - stark angezogen. Laut dem Preisindex der Plattform AutoScout24 kostete im Juni ein Gebrauchter im Schnitt 28.050 Euro, das sind um 991 Euro oder 3,41 Prozent weniger als noch im Jänner. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres ging der Preis um 1.600 Euro bzw. 5,4 Prozent zurück.
Besonders Käufer von Mittel- und Oberklasse-Fahrzeugen sowie Sportwägen durften sich über erhebliche Preisrückgänge freuen. Lediglich bei den Kleinwägen stagnierten die Preise. Die kleinste Fahrzeugklasse gab es im Juni gebraucht im Schnitt um 14.552 Euro, für die Oberklasse mussten 58.037 Euro hingeblättert werden.
Tesla vor BMW und VW
Deutliche Bewegung ist bei der Nachfrage zu merken. Im Juni 2026 lag das Interesse an reinen E-Autos um 40 Prozent über dem Niveau zu Jahresbeginn, rechnet AutoScout24 Österreich-Chef Nikolaus Menches vor. Gleichzeitig sank das Interesse am Diesel um 20 Prozent, beim Benziner waren es 15 Prozent. Dies zeige, dass sich die Präferenzen am Markt „spürbar verschieben“. Und auch Hybridantriebe würden den Schub bei reinen Elektroautos merken.
Den gebrauchten E-Automarkt dominieren europäische bzw. amerikanische Anbieter. 55 Prozent der Gesamtnachfrage im heurigen Jahr auf der Auto-Onlineplattform entfielen auf sie, 10 Prozent auf chinesische Hersteller. Nach Marken hat Tesla die Nase vorne, gefolgt von BMW und Volkswagen. Erst auf Platz sechs findet sich mit BYD der erste chinesische Anbieter.

12 Postings
Das ändert nichts daran das die Gebrauchtwagenpreise noch immer viel zu hoch sind. Und die Neueagenpreise sowieso dem Fass den Boden ausschlagen. Nicht nur, aber zu einem großen Teil der Politik geschuldet. Und wer jetzt mrint mit einem E-Auto zu spaten, der hat die Rechnung ohne den Finanzminister gemacht. Denn wenn dem Staat die Einnahmen von der Mineralölsteuer usw. wegbrechen wird eine kilometerbezogene Steuer kommen, sowie es in Englande schon der Fall ist. Am Ende ahkt der Autofahrer immer die Zeche, egal ob Verbrenner oder Elektro.
Immer mehr Menschen rechnen offenbar nach. Ich kann nur jedem raten, seinen Verbrenner so lange weiterzufahren, bis er selbst die Geldverschwendung bemerkt. Wer zu Hause laden kann, merkt schnell, wie teuer ein Verbrenner im Alltag eigentlich ist. Bei Treibstoffpreisen von aktuell irgendwo knapp unter 2 € pro Liter geht es längst nicht mehr nur um den Sprit. Dazu kommen regelmäßige Services, Ölwechsel, Verschleißteile, Reparaturen und die höhere technische Komplexität. Ein Elektroauto ist nicht für jeden die beste Lösung, aber für viele wird der Verbrenner zunehmend zur kostspieligen Angelegenheit. Der Gebrauchtmarkt scheint diese Entwicklung langsam widerzuspiegeln. Sehr schön!
Reparaturen und vor allem Verschleißteile fallen bei einem E-Auto doch auch an.
Natürlich gibt es auch beim E-Auto Verschleißteile. Der Unterschied ist aber, dass viele typische Verbrenner-Bauteile gar nicht vorhanden sind: kein Ölwechsel, keine Kupplung, kein Auspuff, kein Zahnriemen, keine Einspritzanlage, kein Turbolader, kein Partikelfilter, kein Getriebe und viele andere Komponenten, die teuer werden können. Bremsen halten beim E-Auto meist doppelt bis dreifach so lang; wenn man sie hin und wieder zumindest ein bisschen benützt. Die ganze moderne Abgasrückführung, die nach 100.000km meistens völlig verstopft ist, das fällt alles weg. Auf Akku und Antriebsstrang haben heute so gut wie alle E-Autos 8-10 Jahre Garantie. Deshalb liegen die Reparaturkosten bei E-Autos im Durchschnitt meist niedriger. Ganz wartungsfrei ist ein E-Auto natürlich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit für teure Schäden ist deutlich geringer.
Interessant dazu ist die Pannenstistik des ADAC
welche Verschleißteile meinst du? Ölwechsel? Zündkerzen? Bremsbelege werden beim E-Auto auch weniger verbraucht! Auspuff gibt es nicht! Kraftstoff Leitungen werden auch keine benötigt! Ölfilter?
@Christine39, hast du von irgendeinen Autoverkäufer eine schriftliche Batteriegarantie für die Leistungs- und Lebensdauer erhalten? Und wieviele Ladezyklen derleidet so ein Ding in unserer Vierjahreszeitengegend denn wirklich? Angeblich sinkt die Batterieleistung nach einigen Jahre enorm.
Ich würde mir gern so eine Karosse in klein zulegen, hab aber noch keinen Händler-Garantien bekommen. Was rätst du mir?
Ich würde jedenfalls nicht pauschal behaupten, dass ein gebrauchtes E-Auto langfristig günstiger ist.
Gerade ältere E-Autos sind mit einem erheblichen Kostenrisiko verbunden: Die Hochvoltbatterie verliert mit der Zeit und den gefahrenen Kilometern an Kapazität. Nicht ohne Grund geben viele Hersteller auf die Batterie nur bis zu 8 Jahre bzw. 160.000 km Garantie. Wer viel fährt, erreicht diese Laufleistung oft schon nach wenigen Jahren.
Ist die Batterie nach Ablauf der Garantie defekt oder stark verschlissen, kann ein Austausch schnell mehrere Zehntausend Euro kosten – teilweise so viel wie ein kompletter gebrauchter Diesel-Pkw.
Zum Vergleich: Ich fahre meinen gebrauchten Diesel seit über zehn Jahren und habe inzwischen mehr als 300.000 km zurückgelegt. Abgesehen von normalen Verschleißteilen wie Bremsen sowie den üblichen Service- und Ölwechselarbeiten hatte ich bislang keine größeren Reparaturen. Deshalb bin ich mit der Behauptung, ein gebrauchtes E-Auto sei auf lange Sicht automatisch günstiger, sehr vorsichtig.
@DerWahrheitssager54, Was ist das für ein Auto mit dem man 300.000 km ohne gröbere Reparaturen fährt? Wenn ich bei meinem vorherigen Skoda Octavia die Reparaturen zwischen 80.000 und 130.000 km zusammenzähle wäre wahrscheinlich gscheiter gewesen ich hätte einen neuen gekauft.
300000 km / 6 Liter/100km / 18000 Liter x 1,7 - 32.400 Euro 300000 km / 14 kw/100 / 42000kw x 0,36 (AC-Lade, ohne Solaranlage) - 15.120 Euro über 50 % Ersparnis ohne Solaranlage, mit Solaranlage kannst nochmal 2/3 abziehen. Strompreis derzeit 12 cent, von 10:00 bis 16: 00 nochmals 40 % günstiger. Im Juli jeden Sonntag gratis laden, habe jetzt schon 34 Euro erspart. Aktionen kommen unterm Jahr öfters. Also sollten Sie mit Ihrem Widerspruch vorsichtig sein!!
@Biker im Tschechischen bedeutet das Wort Skoda ja auch soviel wie "Schaden oder Verlust".
@DerWahrheitssager54, Meine Frage ist noch immer nicht beantwortet. Welches Auto fährt 300.000km ohne gröbere Reparaturen?
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