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Nationalpark sucht die Almhirt:innen 2026

Leistungen des Almpersonals sollen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Jetzt nominieren!

Die Almen im Nationalpark Hohe Tauern sind beliebte Ausflugsziele und tragen wesentlich zum Erhalt der Biodiversität bei. Gleichzeitig bieten die rund 65 Almen im Nationalpark Hirt:innen und Almbäuer:innen einen Arbeitsplatz. Diese erbringen wertvolle Arbeit für den Erhalt der Kulturlandschaft. Die Auszeichnung „Almhirt:in des Jahres“ soll die geleistete Arbeit wertschätzen und die Leistungen des Almpersonals stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden und wieder mehr Menschen für den Beruf begeistern.

Jede:r kann engagierte Hirt:innen im Nationalpark Hohe Tauern nominieren. Foto: NPHT/Tobias Schneeberger

Der Nationalpark Hohe Tauern ruft daher alle auf, Hirt:innen oder Hirtenfamilien zu nominieren, die in besonderer Art und Weise sich um die Almwirtschaft im Nationalpark kümmern. Eine Fachjury entscheidet dann im Spätsommer, wer die Auszeichnung erhält. Diese Jury besteht aus Vertreter:innen der Grundeigentümer und der Nationalparkverwaltung. Der:die Gewinner:in erhält neben einem Überraschungsgeschenk, ein Fernglas der Marke Swarovski. 

Welche Kriterien müssen erfüllt werden?

Voraussetzung ist unter anderem, dass die Alm im Nationalpark liegt, seit mindestens drei Sommern von der:dem gleichen Hirt:in bewirtschaftet wird und eine durchgehende Behirtung gewährleistet ist. Bewertet werden zudem naturnahe Bewirtschaftung, Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität sowie der Erhalt traditioneller Bau- und Arbeitsweisen. Zusätzlich fließen Aspekte wie die Lage der Alm, die Verarbeitung eigener Produkte oder der Einsatz traditioneller Handwerkstechniken in die Bewertung ein.

Wie kann ich jemanden nominieren?

Bis zum 21. August 2026 kann man Hirt:innen nominieren. Dafür braucht es eine aussagekräftige Beschreibung der Arbeit des:der Hirt:in und eventuell noch Bilder und Erwähnung von besonderen Leistungen. Die Nominierung kann per Mail (npht@tirol.gv.at) oder per Post (Adresse: Nationalparkverwaltung Hohe Tauern Tirol, Kirchplatz 2, 9971 Matrei i.O.) geschickt werden.

Die Auszeichnung „Almhirt:in des Jahres" soll ein Zeichen der Wertschätzung für die geleistete Arbeit sein und gleichzeitig das öffentliche Bewusstsein für die Arbeit schärfen. Foto: NPHT/Martin Kurzthaler

2 Postings

senf
vor 3 Wochen

Wenn man so durch die Almlandschaft spaziert, sieht man zwar Kühe, hie und da a paar Ziegen, aber kaum einen Hirten, oder Hirtin, die Almtiere betreuen, schützen oder versorgen. In der Schafhaltung ist es inzwischen ähnlich, die Tiere übersommern extensiv, sie werden lediglich von Zeit zu Zeit mit Salz versorgt und äsen meist über Monate herrenlos im Gebirge, weil der Bauer im Heimgut arbeitet und meist einen Zuverdienst nachgeht. Unter dem "Berufsbild" eines Hirten wäre wohl seine Fürsorge für die Tierherden zu sehen, bei der er Tag und üblicherweise oft auch die Nacht verbringt. Vielfach mit Hund, um die Herde vor Raubtieren wie den Wolf, Bären, Schakale oder Greifvögel zu beschützen. Sein "Spornstab" diente einst der Abwehr, heute wohl eher nur noch als Gehilfe. Ein Hirte ist aber auch kein Senner der Rinder betreut und im üblichen Sinne auch Almprodukte herstellt und vertreibt. Was man unter Almbäuerin verstehen soll, definiert die Ausschreibung leider nicht und beim zweiten Bild mag wohl die Bergwiesenmahd gemeint sein, bei der üblicherweise die ganze Familie samt Verwandschaft für ein paar Tage weit oberhalb der Waldgrenze und der Almböden schuftet und für vitaminreiches Not- oder Wintefutter der Haustiere sorgt.

Es wird daher für die "Fachjury" im Sinne der angeführten Kriterien gar nicht so einfach sein, für den tollen Gewinn treffend den passenden Hirten oder die Hirtin objektiv zu bestimmen.

 
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l.baumg.
vor 3 Wochen

Das ist keine gute Idee, weil Hirte ist keine Sportveranstaltung. Warum gibt man nicht jedem Hirte einfach € 500.- auf die Hand wenn die Arbeit so wertvoll ist?

 
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