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Deutlicher Anstieg von Rechtsextremismus

Im Jahr 2025 wurden in Tirol 113 rechtsextreme Tathandlungen verzeichnet. Verdächtige werden immer jünger.

Seit 2023 beobachten die Sicherheitsbehörden in Tirol einen deutlichen Anstieg rechtsextremer Tathandlungen: Damals wurden 64 Tathandlungen mit rechtsextremem Hintergrund registriert. Im Folgejahr 2024 stieg die Zahl auf 97, bevor sie mit 113 Tathandlungen im Jahr 2025 einen weiteren Höchststand erreichte, wie aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage hervorgeht.

Auffällig sind bei dieser Entwicklung aus Sicht des Bundesministeriums für Inneres zwei Faktoren: Einerseits werden die Tatverdächtigen zunehmend jünger, teilweise sind sie sogar unmündig, also jünger als 14 Jahre. Andererseits werden rechtsextreme Delikte immer häufiger im digitalen Raum begangen. Gleichzeitig zeige sich, dass zahlreiche Verfahren eingestellt werden, da bei jugendlichen Tatverdächtigen der nach dem Verbotsgesetz erforderliche Wiederbetätigungsvorsatz häufig nicht nachgewiesen werden kann.

Derzeit arbeitet das Innenministerium an der Erstellung eines Nationalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus, der unter anderem die Früherkennung, die Strafverfolgung sowie die Resozialisierung weiter stärken soll.

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