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KFV: Waldbrandgefahr in Österreich steigt weiter an

Anhaltende Trockenheit erhöht die Gefahr von Waldbränden. Auslöser in über 80 Prozent der Fälle ist der Mensch.

Ähnlich wie Österreich in 2021 kämpfen derzeit Spanien und Frankreich gegen massive Waldbrände an. 300.000 Menschen sind dort auf der Flucht vor der Katastrophe. Die südeuropäischen Staaten werden derzeit von anderen europäischen Ländern unterstützt – deshalb sind viele Kräfte der internationalen Katastrophenhilfe derzeit nicht für andere Katastrophen verfügbar. Mit Blick auf die anhaltende Trockenheit und die bevorstehende Hitzewelle ist auch in Österreich äußerste Vorsicht geboten.

Neuer Höchststand bei Waldbränden

Im Oktober 2021 vernichtete ein Feuer im Raxgebiet rund 115 Hektar Schutzwald. Neben tausenden Feuerwehrleuten aus der Umgebung waren auch internationale Löschflugzeuge über den EU-Katastrophenschutzmechanismus im Einsatz. Ein so verheerender Waldbrand blieb Österreich in diesem Jahr bislang erspart, trotzdem wurden seit Jahresbeginn laut Waldbrand-Datenbank der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) bereits 269 Waldbrände registriert. Das Bundesland Steiermark verzeichnete mit 73 Waldbränden die höchste Anzahl an Bränden – Tirol liegt mit 43 Feuern knapp hinter Niederösterreich (44 Waldbrände) auf Platz vier. Obwohl viele der Brände so klein waren, dass sie von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wurden, liegt die Zahl bereits in der Jahresmitte nicht nur weit über der des Vorjahres (196 Waldbrände), sondern auch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 1993 bis 2025 (149 Waldbrände).

Der Mensch ist meistens Auslöser solcher Katastrophen

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen lassen Gras, Laub und andere Vegetation rasch austrocknen – dadurch wird die Gefahr eines Brandes massiv erhöht. Bereits ein kleiner Funke und ein wenig Wind können zu einem großen Brand führen. Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV, appelliert daher an die Bevölkerung: „Beim Umgang mit möglichen Zündquellen im Freien ist derzeit besondere Sorgfalt erforderlich. Verzichten Sie auf offenes Feuer, dämpfen Sie Zigaretten vollständig aus und werfen Sie diese keinesfalls in die Natur. Bedenken Sie zudem, dass auch Funken, die etwa bei Arbeiten mit Winkelschleifern entstehen, trockenes Pflanzenmaterial entzünden können.“

Die Statistik zeigt auch, dass 83 Prozent aller Waldbrände von Menschenhand ausgelöst werden. Natürliche Auslöser wie Blitzschläge resultieren deutlich weniger oft in einem Brand. Trockenheit und Hitze schaffen zwar besonders gefährliche Bedingungen für die Entstehung und Ausbreitung von Bränden – der konkrete Auslöser ist jedoch meist menschliches Handeln.

Tipps, um einem Waldbrand vorzubeugen
  1. Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe zünden.
  2. Nicht rauchen und keine Zigaretten oder Streichhölzer achtlos wegwerfen.
  3. Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder auf Stoppelfeldern abstellen.
  4. Funkenbildende Arbeiten im Freien verschieben.
  5. Keine Glasflaschen oder Glasscherben in der Natur zurücklassen.
  6. Beim Erkennen von Rauch oder Feuer sofort die Feuerwehr unter der Nummer 122 verständigen.
  7. Besonders achtsam bei Freizeitaktivitäten in der Natur sein. Schon kleine Unachtsamkeiten können in der aktuellen Trockenheit schwerwiegende Folgen haben.

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