Übersteigt die Temperatur die 30 Grad-Marke, spricht man von einem Hitzetag. Was vor wenigen Jahrzehnten noch als Randerscheinung galt, prägt die Sommermonate mittlerweile maßgeblich.
Diese Entwicklung belegt der Wetterdienst tauernwetter.at mit statistischen Daten: Im Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990 wurden in den meisten Orten in Kärnten und Osttirol weniger als zehn Hitzetage pro Jahr verzeichnet. In der darauffolgenden Periode, den Jahren 1991 bis 2020, waren es dann in vielen Niederungen bereits 20 bis 24 Tage, an denen das Thermometer über 30 Grad kletterte.
Mehr als 30 Hitzetage
Das heurige Jahr übertrifft diese Werte nun noch einmal deutlich: Mit Ende Juli, mitten in einer laufenden Hitzewelle, gab es in zahlreichen Osttiroler und Kärntner Gemeinden mehr als 30 Hitzetage. Der Sommer ist freilich noch nicht zu Ende, weswegen Wetterexperte David Kaufmann davon ausgeht, dass zehn bis 15 weitere Hitzetage dazukommen.
Derzeit führt die Kärntner Gemeinde Ferlach mit 36 Hitzetagen die Liste an, gefolgt von Lavant in Osttirol, St. Margareten im Rosental sowie St. Andrä im Lavanttal, wo jeweils 33 Hitzetage verzeichnet wurden.

Der Blick auf Osttirol verdeutlicht große regionale Unterschiede: Während hinter dem Großteil der Talbodengemeinden mehr als 30 Hitzetage liegen, gab es beispielsweise in St. Veit im Defereggen und Innervillgraten keinen einzigen Hitzetag, die gemessene Höchstemperatur lag dort bei 28,8 (St. Veit) bzw. 29,8 (Innervillgraten) Grad. Ebenfalls weniger als fünf Hitzetage verzeichneten die Gemeinden Prägraten am Großvenediger, St. Jakob im Defereggen, Außervillgraten, Kals am Großglockner, Anras, Kartitsch, Obertilliach sowie Untertilliach.
Mehr als 30 Hitzetage wurden hingegen in Lavant, Amlach, Dölsach, Gaimberg, Leisach, Lienz, Nußdorf-Debant, Thurn, Tristach und Nikolsdorf gezählt.
Die Hitzetage aller Osttiroler und Kärntner Gemeinden im Überblick zeigt diese interaktive Karte.
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