Für PendlerInnen und Reisende zwischen Tirol und Südtirol entfällt künftig der Umstieg am Brenner: Mit Mehrsystemfahrzeugen des Typs Coradia Stream von Alstom, die sowohl in Österreich als auch in Italien fahren können, soll ab Mitte 2027 eine umstiegsfreie Stundentakt-Verbindung von Innsbruck nach Bozen und weiter nach Meran und Mals eingeführt werden.
Tirols Mobilitätslandesrat René Zumtobel und sein Südtiroler Amtskollege Daniel Alfreider besichtigten vergangene Woche gemeinsam mit VertreterInnen von VVT, ÖBB und der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) das Alstom-Werk in Savigliano im Piemont. Dort entstehen derzeit die sechs von den ÖBB bestellten Garnituren, deren Auslieferung ab 2027 startet. Insgesamt kaufen STA und ÖBB 22 Züge an, vier sind in Südtirol bereits im Einsatz.

„Der Brennerpass ist ein verkehrliches Nadelöhr, weshalb der Ausbau des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs von ganz besonderer Bedeutung für die Europaregion ist. Die unterschiedlichen Bahnstromsysteme in Österreich und Italien sind damit für den Nahverkehr künftig kein Problem mehr", sagt Zumtobel.
Derzeit beginnen und enden 35 Nahverkehrsverbindungen am Brenner, nur vier fahren als Direktverbindung weiter. Ein kurzer Halt an der Grenze bleibt aus rechtlichen Gründen nötig, weil das Zugpersonal gewechselt werden muss – die Fahrgäste können aber im Zug bleiben. Profitieren sollen davon vor allem Radfahrende und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Die 128 Meter langen Züge bieten 381 Sitzplätze statt bisher 199, erreichen 160 km/h und verfügen über Steckdosen, WLAN und vergrößerte Fahrradabteile. Vor dem Fahrgastbetrieb muss Alstom die Zulassung in beiden Ländern erwirken; die Schulungen von Lokpersonal, ZugbegleiterInnen und Werkstättenpersonal laufen bereits jetzt an den baugleichen STA-Fahrzeugen in Italien.
8 Postings
Ich finde es nicht schlecht wenn dieser stündlich verkehrende Zug ein Direktzug von Bozen bis Innsbruck ist. Überlegenswert wäre, dass man die durchaus annehmbare Verbindung des Zuges von Lienz nach Franzensfeste nützt und dort, vielleicht nach einer kurzen Wartezeit, in diesen fraglichen Zug nach Innsbruck umsteigt. Ist wahrscheinlich nicht schlechter oder gar angenehmer als der Direktbus?
Das ist für Osttirol so wenig hilfreich wie ein Rettungsring aus Beton,, warum nicht gleich mal was Vernünftiges auf die Füße stellen
Der Direktzug vom Lienz nach Innsbruck ist viel zu teuer geworden deswegen gibt es ihn nicht mehr das ist die Wahrheit darüber die Schienen benütztzungsgebür ist viel zu teuer deswegen gibt es nur den Direktbus Linie 960 X der fährt insgesamt 4 Mal wenn es den Zug gibt nur 1 Mal am Tag und sicher nicht öfter das sollte bedenkt werden und weiteres gibt es dann keine Haltestelle in Innsbruck bei der Chirurgie für Leute die in die Klinik wollen und das sind sehr viele Menschen die das brauchen für die ist der Bus die bessere Wahl
Der Direktzug ist nicht zu teuer. Er wird aus unerklärlichen Gründen politisch zu wenig gewollt/gefordert. Ich finde es für Patienten, die an der Klinik einen Termin haben, wesentlich schlimmer mit dem Bus, welcher besonders häufig im Sommer im Stau steht, zu fahren. Für Menschen über 75 und einem gesundheitlichen Problem ist ein Bus sicher nicht das passende Verkehrsmittel (spreche hier aus jahrlanger Erfahrung) Und wenn der Bus plötzlich wieder mal über den Felbertauern fährt, fällt die Haltestelle Klinik onehin weg.
Diese neuen Züge wären gut für einen Direktzug Lienz - Innsbruck geeignet.
Gute Idee, vielleicht auch wieder als Korridorzug, der brauchte ja nicht bei jeder Milchkanne zu halten, vielleicht gibts dann noch ab Franzensfeste ein Extragleis für den Osttirol-Express entlang des Erkundungsstollens (es gibt dort ja nix mehr zum Erkunden) durch den Brenner - BT, dann kann man Innsbruck vom Extrastüberl Tirols wahrscheinlich nach 90 Minuten aussteigen. Danach mit dem Taxi in 10 Minuten ins Zentrum, und schon hat man 1 Stunde mehr Zeit - zum Verplempern, versteht sich.
Lieber Wolfgang, wenn das alles so einfach wäre würd man das alles ja längst haben :-)
Vielleicht wäre es dank KI inzwischen sogar möglich, einen vernünftigen Fahrplan Innsbruck–Lienz auszuarbeiten?
Oder wartet man damit wieder bis zur nächsten Wahl, um das Thema medienwirksam aus der Schublade zu holen, während die wirklich wichtigen Entscheidungen längst im Hintergrund getroffen werden?
Geschätzte Verkehrslandesräte, bei den nächsten Wahlen werden wir auch auf euch vergessen! Liebe Grüße aus Osttirol!
Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren