„Österreich hat einen neuen Hitze-Rekord. 40,8 Grad in Wien-Stammersdorf“ meldete die Geosphere laut APA um 15.00 Uhr und nur Minuten später war die Meldung schon nicht mehr aktuell. Die Quecksilbersäule war da schon auf 41 Grad geklettert.
Das könnte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Wir gehen aufgrund der extrem trockenen Böden davon aus, dass die Temperaturen im Laufe des heutigen Nachmittags noch etwas weiter auf knapp über 41, vielleicht sogar 42 Grad ansteigen könnten“, erklärt David Kaufmann von Tauernwetter in Mallnitz und liefert auch gleich eine meteorologischen Einordnung dieses Extremereignisses:
„Es ist nun der zweite Tag in Folge, dass mehrere Wetterstationen die 40-Grad-Marke überschreiten, und morgen dürfte der dritte Tag in Folge sein. Das ist eine beispiellose und zutiefst beunruhigende Entwicklung.“ Noch Anfang Juni sei es vollkommen unvorstellbar gewesen, dass in allen drei meteorologischen Sommermonaten die 40-Grad-Marke fallen könnte und auch, dass die 40-Grad-Marke an drei aufeinanderfolgenden Tagen fällt.
Kaufmann: „Statistisch gesehen war das nahezu unmöglich. Sämtliche Klimaszenarien haben solche Temperaturen selbst in den Worst-Case-Berechnungen erst in etwa 15 Jahren für möglich gehalten.“
Das aktuell herrschende El-Niño-Szenario lässt der Meteorologe als Erklärung nicht gelten. „Das hat auf die aktuelle Hitzeperiode noch einen eher geringen Einfluss. Da die Systeme träge sind, werden – falls El Niño Auswirkungen auf Europa hat – mögliche Auswirkungen eher erst im nächsten Sommer erwartet.“
Die extremen Temperaturen seien vielmehr der großen Trockenheit geschuldet: „Da kaum mehr Wasser aus den Böden verdampfen kann, fehlt der kühlende Effekt. Wenn Wasser verdunstet, entzieht das der Luft Energie und bremst die Erwärmung. Diese bleibt Verdunstungsabkühlung bleibt mittlerweile im Osten fast vollkommen aus.“
Mit den aktuellen Höchstwerten wird der bisherige Allzeitrekord fürÖsterreich aus dem Jahr 2013 übertroffen. Damals waren im niederösterreichischen Deutsch-Altenburg 40,5 Grad gemessen worden.
Auch für Mittwoch erwarten Meteorologinnen und Meteorologen Höchstwerte. Die Geosphere hatte bereits für die beiden Tage in Wien, dem Nordburgenland und im Nordosten Niederösterreichs die höchste Wetterwarnstufe Rot ausgegeben.
In Lienz wurden am Dienstagnachmittag 34 Grad gemessen, eine Temperatur, die wohl auch am Mittwoch erreicht werden wird. Ab Donnerstag könnten die schlimmsten Hitzetage – vorläufig! – vorbei sein.
Ein Posting
wir liebe die Rekorde und pushen sie zumindest hier in Lienz durch viel neuen Asphalt und Autiparkplatz und Beton, und dazu gibt rituelles Bäume- und Grünzerstören festefeste ; Renaturierung auf Lienzerisch halt
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