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„Das ist kein Sommer, sondern die Klimakrise“

NGOs kritisieren mangelnden Klimaschutz der Regierung. Die Stille der Regierung sei „ohrenbetäubend“.

Die aktuell herrschenden Extremtemperaturen in Österreich haben Klimaschutzorganisationen auf den Plan gerufen, um den mangelnden Hitze- und Klimaschutz der Regierung zu kritisieren. Dienstagabend versammelten sich rund 700 Menschen auf Aufruf der „Fridays For Future“ (FFF) vor dem Parlament in Wien. Die Stille der Regierung, allen voran von Kanzler Christian Stocker und Klimaminister Norbert Totschnig (beide ÖVP), sei „ohrenbetäubend“, hieß es am Mittwoch.

„Die Meldungen zu Hitzeopfern überschlagen sich, Landwirtschaften sind über ihrem Limit, Brände brechen auch in Österreich aus, erstmals werden 41 Grad in Österreich gemessen. Wir befinden uns in einer Notlage. Nichts davon ist normal. Nichts davon müsste so sein. Doch die politische Antwort bleibt aus“, sagte Veronika Müller für „Fridays For Future“.

In den vergangenen Tagen hätte sich Kanzler Stocker „mit keinem Wort zu umfassenden Schutzmaßnahmen“ geäußert, hieß es in der Aussendung. Vielmehr sei er damit in Erscheinung getreten, „den Abbau von Klimaschutz auf europäischer Ebene zu begrüßen“. „Auch von Klimaminister Totschnig blieb die klare Benennung der Notlage, verstärkt durch die Klimakrise, gänzlich aus. Das Schweigen sei ein Hohn an der Bevölkerung und unterlassene Hilfeleistung“, sagten die Aktivistinnen und Aktivisten.

Forderung nach Klimagesetz

Die „Fridays For Future“ fordern erneut ein umfassendes und wirksames Klimagesetz der Regierung. Zudem müsse die Gebäudesanierung vorangetrieben werden, um Menschen vor überhitzten Wohnungen zu schützen. Auf europäischer Ebene solle sich Österreich für einen starken Klimaschutz einsetzen. „Wer weiter bremst, trägt Verantwortung. Denn Klimapolitik kann Leben schützen“, sagte FFF-Sprecherin Emma Reynolds.

Global 2000: Regierung handelt „plan- und tatenlos“

Für die Umweltschutzorganisation Global 2000 handle die Regierung „plan- und tatenlos“. Die aktuelle klimatische Entwicklung und die Temperaturextreme hierzulande kämen nicht überraschend. Seit Jahrzehnten würden Expertinnen und Experten davor warnen - und zugleich sei auch klar, welche Maßnahmen gesetzt werden müssten.

„Was gegen die Klimakrise hilft, ist kein Geheimnis: Konsequenter Klimaschutz und massive Emissionsreduktion auf der einen Seite, Investitionen in Katastrophenschutz und Anpassungsmaßnahmen auf der anderen Seite“, so Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin bei Global 2000. „Doch statt Klimaschutzgesetz und Maßnahmenbudget schaut die Bundesregierung tatenlos zu, während Österreich unter Rekordhitze leidet.“

Wasserknappheit, Ernteausfälle und Trockenheit würden die Menschen in Österreich vor immer größere Probleme stellen. Die Regierung müsse deshalb schnellstmöglich ein effektives Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen, hieß es auch von Global 2000. Zudem sei es erforderlich, Budget und Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um von der Hitze betroffene Menschen zu unterstützen.

„Milliardenbudgets für Autobahnprojekte und klimaschädliche Subventionen einzuplanen, Konzerne und Superreiche nicht fair zu besteuern und gleichzeitig bei der dringend nötigen Hilfe für Betroffene zu sparen, zeugt von absoluter Verantwortungslosigkeit“, so Keller.

20 Postings

wolf_C
vor einem Monat

hagel.at: Initiative Bodenverbrauch; täglich gehen in Österreich im Durchschnitt der letzten 20 Jahre rund 20 Hektar wertvolle Agrarflächen verloren. Das entspricht einer Größe von 30 Fußballfeldern; verbaute Agrarfläche in Österreich seit 1. Jänner 2026: 25.097.230 m2 oder 3.491 Fußballfelder

 
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    jj.ll.
    vor einem Monat

    @wolf_c...Deswegen sollten wir den Bauern Agrarfläche wegnehmen, um sie in Schotterbänke zu verwandeln. Schotterbänke sind ja der optimale CO2 Speicher! Apropos Flüsse: die Fischereirevierinhaber könnten nach neuesten Informationen auch für den niedrigen Bestand an Forellen und Äschen verantwortlich sein. Niedrige Motive führen zum Einbringen von vielen Huchen in unsere Flüsse, die für den hohen Huchenstand bekannt sind. Leider dezimieren die Huchen die anderen Fischarten radikal. Aber der Rubel rollt.

     
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Shusha
vor einem Monat

Ich schäme mich für die Ignoranz mancher Politikerinnen und Politiker – und leider auch für die Gleichgültigkeit eines Teils der Bevölkerung. Die Folgen der Klimakrise sind längst keine abstrakten Zukunftsszenarien mehr. Wir spüren sie, wir sehen sie und wir erleben sie. Extreme Hitze, Trockenheit, Waldbrände und Unwetter sind Warnsignale, die wir nicht länger ignorieren dürfen.

Natürlich wird nicht jede Veränderung von heute auf morgen lösbar sein. Aber genau deshalb braucht es jetzt entschlossenes Handeln statt endloser Diskussionen. Klimaschutz und Klimaanpassung sind keine ideologischen Projekte, sondern Verantwortung gegenüber unserer eigenen Gesundheit, unserer Natur und den kommenden Generationen. Wer immer nur auf andere zeigt oder weiter abwartet, verliert wertvolle Zeit. Jeder Beitrag zählt – von der Politik genauso wie von jeder und jedem Einzelnen.

 
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TW-WU
vor einem Monat

"VERMISST: Wer hat diesen Klimaschutzminister gesehen? Wer hat Norbert gesehen? Das Bundeskriminalamt bittet um Mithilfe auf der Suche nach diesem Mann, der schon seit Wochen vermisst wird. Er wurde zuletzt gesehen, als er sein Amt als Klimaschutzminister übernahm. Seither verliert sich jede Spur...

https://dietagespresse.com/vermisst-wer-hat-diesen-klimaschutzminister-gesehen/

Getoppt wird totschnig nur noch von diesem experten.

"Schon im April 2013 brachten der Abgeordnete Herbert Kickl und weitere Abgeordnete eine Anfrage im Parlament ein. Unter dem Titel: Wo bleibt die Erderwärmung?"

https://www.derstandard.at/story/3000000334392/hitzepanik-und-hausverstand

 
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    Iseltrailer
    vor einem Monat

    Er ist beim Tristacher Kirchtag und beim Sommerfest in Lienz...

     
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oha
vor einem Monat

Leider werden wir Österreicher den Klimawandel nicht stoppen, ganz egal was unsere planlose Regierung macht.

 
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    Gertrude
    vor einem Monat

    Ja, mit diesen Worten kann man sich sein Nichthandeln einfach schönreden. Nächste Generationen werden alles ausbaden müssen.

     
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    andreas.klotz
    vor einem Monat

    Österreich kann vorangehen, die ganze Welt will in Klimaschutz investieren , auch die bösen Chinesen . Ein Programm der Chinesen ist die Aufforstung, womit sie vor fast 50 Jahren begonnen haben , mit dem Ziel, die Wüste zu stoppen . Nichts anderes als eine Klimaschutzmaßnahme, wenn man 66 Milliarden Bäume pflanzt .Ich habe schon vor Monaten in einem Kommentar geschrieben , dass man in Wachstumsmärkte investieren muss , nach KI ist alles was mit Klimaschutz zu tun hat der größte Wachstumsmarkt, ein sicherer Markt wo viel Kapital investiert wird , auch von privaten Investoren. Wenn Österreich schlau ist, investiert man jetzt gewaltig in die Industrie, die die Welt mit modernen klimafreundlichen Anlagen beliefert , ein Beispiel haben wir ja in Tirol mit Jenbacher. Selbst die USA investieren in Klimaschutz , da der Markt bestimmt wo Investoren Geld investieren, das einzige was Trump abgewürgt hat, das sind Windräder , in alles andere wird kräftig investiert . Nicht alle Amerikaner sind deppert , sie haben immer noch die beste Wissenschaft und genug private Investoren . Österreich ist nicht das einzige Land , das Klimaschutzmaßnahmen umsetzt .Über 100 Nationen haben Klimaschutzmaßnahmen mit Gesetze verankert . Im Klimaschutz-Ranking liegt Österreich auf Platz 35, Österreich sollte sich als Ziel die Top 8 stecken , das ist 100 mal leichter zu erreichen , wie das Viertelfinale der Fußball WM . Bin mir ziemlich sicher , wenn Österreich die Top 8 erreicht ( 1-3 wird nicht vergeben ) , hat Österreich auch wieder gute bis sehr gute Wirtschaftsdaten. Innovative Länder im Klimaschutz haben auch Wachstum , Schwellenländer mit gutem Wachstum wie zum Beispiel Marokko , die weit vor Österreich stehen im Klimaschutz Index . Wer meint, dass Länder wie Marokko hinter Österreich im Klimaschutz stehen und ein Entwicklungsland ist, das 30-50 Jahre zurückliegt , sollte mal nach Rabat in die Hauptstadt von Marokko. Österreich liegt auch weit hinter dem EU Durchschnitt beim Index . Österreich muss jetzt in Klimaschutzmaßnahmen investieren , wenn die Regierung kräftig investiert , kommt auch Fremdkapital aus dem Ausland nach Österreich, da Investoren in innovative Länder investieren , nicht in Länder die einen Rückschritt machen .

     
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      jj.ll.
      vor einem Monat

      Chinesen machen nichts, was nicht einen Vorteil bringt. Wenn sie auch versuchen, den Vormarsch der Wüste zu verhindern, darf nicht vergessen werden, dass sie am Tienamenplatz auf Studenten geschossen haben. Viele von den damaligen Demonstranten sind ins Ausland geflohen und arbeiten heute mit am wirtschaftlichen Erfolg Chinas, der basiert auf brutaler Ausbeutung, rücksichtslosen Konkurrenkampf mittels staatlicher Subventionen, territorialer Gewalt gegen Taiwan usw. Wer hingegen über die Agrarkulturen Marokkos, ein Land mit 25%er Jugendarbeitslosigkeit hinwegfliegt, kann sich ein Bild machen, wie extreme Intensivlandwirtschaft betrieben werden kann; vergleichbar mit Schipisten und Fussballstadien in Saudiarabien. Österreich ist dagagen beim Klimaschutz wohl viel weiter, als manche Tamariskenschützer glauben machen wollen.

       
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    lia
    vor einem Monat

    wir müssen positiv vorangehen, dann wird die ganze welt folgen und das klima ist gerettet.

     
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      unholdenbank
      vor einem Monat

      Das Klima ist wohl nicht mehr zu retten. Wir haben den "point of no return" schon überschritten. Also vorbereiten auf das Ende der Menschheit - die Natur wird auch dessen Aussterben verkraften. Diese Spezies verdient es sowieso nicht, auf dem Planeten zu leben - so dumm ist sie.

       
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      wolf_C
      vor einem Monat

      ... auch wenn nix mehr zu retten wär, das wahre Versagen ist sich nit anzustrengen und weiter in den bequemen Gewohnheiten zu verharren; ein Kurzurlaub in einem städt Park könnt einen schon auf die richtige Spur bringen; bloß haben wir leider hier keinen neuen bekommen, sondern wie immer mehr von Asphalt u Beton und Verkehr u Lärm und Staub u Dreck, da wo Auti sind, kann es kein Leben geben ...

       
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      jj.ll.
      vor einem Monat

      @unholdenbank... dieser Pessimismus erinnert mich an einen Flug von Bangkok nach Rom. Eine Italienerin hat anlässlich einer 6 stündigen Verspätung angekündigt, dass wir das von der Fluggesellschaft gegebene Abendessen als letztes Abendmahl geniessen werden und in der Folge abstürzen werden. Wir sind aber in einer sternenklaren Nacht beim wunderschönen Landeanflug (dank dem Piloten über das Kolosseum ) niedergegangen und in Fiumicino gelandet. Kopf hoch! Es ist nicht alles schlecht.

       
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Niemand
vor einem Monat

Genießt doch einfach die Wärme, is eh bald vorbei!

 
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    isnitwahr
    vor einem Monat

    stimmt, denn nach der Wärme kommt die Hitze, übrigens, in Wien war sie schon auf einen Sprung...

     
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    jj.ll.
    vor einem Monat

    @niemand.... sag das den bauern, die sich mit Heu aus dem Ausland eindecken müssen.

     
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TW-WU
vor einem Monat

Dazu passende meldung der woche...

"Ölkonzerne erzielen zwischen Irankrieg und Hitzewellen 93 Milliarden Dollar Gewinn Acht der größten Ölkonzerne haben ihre Gewinne im Frühjahresquartal im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt...."

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/oelkonzerne-erzielen-zwischen-irankrieg-und-hitzewellen-93-milliarden-dollar-gewinn-a-bdf5396c-a322-4b12-b608-4efb83ef1898

 
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    steuerzahler
    vor einem Monat

    Was hat eine Hitzewelle mit dem Ölpreis zu tun?

     
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      wolf_C
      vor einem Monat

      ... durch den höheren Ölpreis kriegen die von der Industrie mehr Kohle um gegen den Klimawandel zu lügen, und weiter das Falsche zu machen, und wir Bürger kapieren es einfach nit, nit einmal die gewählten vom Lienzer Stadtparlament, die machen Schwammstadt und Autoparkplatz ...

       
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      unholdenbank
      vor einem Monat

      Seit 1870, dem ersten Jahr in dem Rockefeller Company Erdöl kommerziell gefördert hat, sind nach diversen Schätzungen 135 Billionen Tonnen Erdöl (https://www.sciencedaily.com/releases/2009/05/090507072830.htm) "gewonnen" und verbrannt/verbraucht worden. Also hat man in etwa 150 Jahren dieses Äquivalent an in hunderten Millionen Jahren aufgespeicherter Sonnenenergie in Form des Erdöls innert eineinhalb Jahrhunderten in Form von Kohlendioxid, aber auch Schwefeldioxid, Nitrosen Gasen, Wasserdampf (Ja, Erdöl ergibt beim Verbrennen auch Wasserdampf - molekulares Verhältnis Kohlendioxid zu Wasser etwa 1:2) und vor allem UNMENGEN von WÄRME in die Atmosphäre geblasen. Dazu kommt noch ab einem Jahrhundert vorher die Kohleverbrennung (Da gibt es wenigstens kaum Wasserdampf) . Dass das nicht ohne Einfluß auf die schnelle Erwärmung der Atmosphäre bleiben kann, muss wohl dem dümmsten unter den Klimawandelleugnern einleuchten. Oder er ist ein Vogel Strauß. Klar hat es früher auch schon Warmperioden gegeben (oft zitierte Zirben unter dem Pasterzeneis), diese sind aber über einen extrem längeren Zeitraum geschehen und die belebte Natur konnte sich diesem anpassen. Und diese wurden nicht vom Menschen verursacht. Aber nur weiter so: Raus mit dem Öl aus der Erde und rein in die Luft - Selbstmord der Menschheit auf Raten garantiert !

       
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