Über den Felbertauern verläuft ein uralter transalpiner Handelsweg. Folgt man den Spuren der Tauernsäumer wandert man entweder von Osttirol nach Salzburg oder von Salzburg nach Osttirol. Auf ihrer Wanderung begegnen Wanderer immer wieder Infotafeln, die Wissenswertes zum Saumpfad und zur Geschichte der Tauernüberquerung bieten.
Früher waren nur bestimmte Gebirgspässe für den Warenverkehr nutzbar. Einer davon war schon damals der Felbertauern, der Osttirol mit Salzburg verbindet. Mehrere Jahrhunderte lang transportierten Säumer (Händler) ihre Waren hier „übern Tauern“, also über einen hohen Übergang. Die schweren Waren wurden mit Pferden über den Pass transportiert – Händler und Pferde mussten rund 1.400 Höhenmeter überwinden. Während von Norden nach Süden großteils Salz befördert wurde, freuten sich die Menschen im Norden über Güter wie Wein, Gewürze oder Seide – welche über den Pass zu ihnen befördert wurden.
Wanderroute Saumweg
Heute ist der Saumweg über den Felbertauern eine beliebte Wanderroute, die sowohl in Osttirol als auch in Salzburg begonnen werden kann. Wählen Wanderer den Anstieg von Osttirol aus, führt der Weg vom Matreier Tauernhaus (1.512 Meter) zur Wohlgemuthalm, über den Weinbichl, zur St. Pöltner Hütte auf 2.481 Metern Seehöhe und endet am Hintersee in Salzburg.
Entlang der Route sind Infotafeln verteilt, die über den historischen Saumweg und das Leben der Säumer informieren. Die treibenden Kräfte für die Umsetzung dieses Projekts waren Reinhold Hofmann (Wirt der St. Pöltner Hütte), Raphaela Oberhauser (Mitarbeiterin der St. Pöltner Hütte) sowie Hermine Rieder (Gründungsmitglied der Mittersiller Samer).
Die Schautafeln wurden von der Alpenvereinssektion St. Pölten in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern entwickelt. Naturschutzlandesrat René Zumtobel betont ebenso wie Nationalparkdirektor Florian Jurgeit und TVB-Obmann Franz Theurl die erzählerische Kraft dieser Wanderung mit Geschichte.
René Zumtobel betonte: „Die Lebensräume entlang des Wanderwegs über den Felbertauern im Nationalpark Hohe Tauern sind Heimat für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Gleichzeitig handelt es sich um einen historisch bedeutsamen Gebirgsübergang, den bereits Römer und Kelten als Handelsweg über die Alpen nutzten. Die Infotafeln am Weg bieten interessante Einblicke in die Vergangenheit, verdeutlichen die geschichtliche Bedeutung dieser Route und lassen ein wenig in jene Zeit eintauchen, in der Waren noch mühsam mit Pferden über die Alpen transportiert wurden.“

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