Das Kärntner Streunerkatzen-Kastrationsprojekt wird in diesem Jahr ausgeweitet. Nachdem das ursprünglich vorgesehene Kontingent, das von 2025 auf 2026 bereits um über 300 Kastrationen erhöht wurde, für heuer bereits vollständig ausgeschöpft ist, stellt das Land Kärnten zusätzliche Mittel für weitere 200 Kastrationen zur Verfügung.
„Der enorme Zuspruch zeigt, dass dieses Projekt wirkt und dringend gebraucht wird. Deshalb setzen wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der Tierärztekammer konsequent fort“, informiert Tierschutz-Landesrätin Beate Prettner.

Bereits 83 Kärntner Gemeinden haben sich heuer freiwillig am gemeinsamen Kastrationsprojekt von Land Kärnten, Kärntner Gemeindebund und Tierärztekammer Kärnten beteiligt. Insgesamt wurden die Fördermittel für 1.333 Kastrationen vollständig ausgeschöpft. Parallel dazu wird auch das Kastrationsprojektprojekt für landwirtschaftliche Betriebe sehr gut angenommen. „Gleichzeitig erreichen uns weiterhin laufend neue Anträge von Gemeinden, die zusätzliche Unterstützung benötigen. Das unterstreicht den hohen Bedarf und bestätigt den eingeschlagenen Weg“, so Prettner.
Für Freigänger-Katzen gilt in Österreich die gesetzliche Kastrationspflicht. Wer seine Tiere kastrieren lässt, leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz!“
Landesrätin Beate Prettner
Die Landesrätin verweist darauf, dass die Kastration die einzige nachhaltige und tierschutzgerechte Möglichkeit ist, die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen einzudämmen. „Jede kastrierte Katze verhindert weiteres Tierleid. Weniger unversorgte Jungtiere, weniger kranke und verletzte Tiere sowie eine geringere Ausbreitung von Krankheiten bedeuten einen Gewinn für den Tierschutz und letztlich auch für unsere Gemeinden“, betont Prettner.
Seit dem Start des Projekts im Jahr 2018 hat sich die Zahl der jährlich durchgeführten Kastrationen mehr als verdreifacht, Tendenz steigend. Gleichzeitig berichten Tierheime von weniger abgegebenen Katzenbabys. Die freiwillig am Projekt teilnehmenden Kommunen dienen dabei als erste Anlaufstelle für besorgte Bürgerinnen und Bürger oder Tierschutz-Vereine.
Sie beantragen die Förderungen, Tierärztinnen und Tierärzte übernehmen Kastration und Kennzeichnung per Mikrochip und leisten dabei auch einen finanziellen Beitrag. Die Firma ANIMAL DATA unterstützt das Projekt durch die Vorregistrierung der Mikrochips, damit eingefangene Katzen eindeutig als Streuner erkennbar bleiben.
Abschließend richtet die Landesrätin erneut einen Appell an alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter: „Für Freigänger-Katzen gilt in Österreich die gesetzliche Kastrationspflicht. Wer seine Tiere kastrieren lässt, leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz!“
7 Postings
Einige Fakten....Katzen sind eine der besten Jäger unter den Säugetieren. Effektiver als Löwe, Tiger und Co. Sie jagen nicht nur Mäuse sondern u.a. auch Ratten. Schon gewusst das die Ausbreitung der Pest im Mittelalter auf eine Dezimierung von Katzen zurückzuführen war? Katzen sind sehr sehr reinliche Tiere. Wer von uns duscht sich 30x am Tag und ist dann so sauber wie eine Katze?? Wenn man das "mit dem Sack" schon macht bzw. gemacht hat, sollte man es bitte nicht posten sondern einfach garnichts schreiben.
So wie mit dem Wolf?
@ lila: Ein dummer Kommentar, auf den man gut und gerne verzichten kann!
meine oma hat das katzenproblem insofern gelöst, dass sie jeden wurf mit sack ertränkte.
Wenn das wirklich so stimmt kann ich nur sagen: meine herzlichste Gratulation an die Oma für ihre Heldentat! Ein Sprichwort sagt schon..wer keine Tiere mag, der mag auch keine Menschen...
Es gab halt auch Verantwortungen und wie hätte man damals das Problem anders lösen können. Katzen brauchte man auf dem Hof, sie passten auf den Getreidespeicher auf, auch in den Hausmühlen und milderten das Mäuseproblem, denn Mäuse machten sich ja nicht nur an die kargen Lebensmittelbestände heran, sie verbreiteten auch Seuchen. Katzen wurden schon in Ägypten verehrt, warum wohl. Und wenn du eine wenig Ahnung von Katzenpopulation hättest, würdest du das Problem anders sehen, denn Tierärzte oder recht viele andere Mittel zur Regulierung gab es am Land leider nicht. Meine Großeltern erzählten nur zögerlich davon, aber hatten sie eine andere Wahl?
tolle Oma. Und darauf war sie bestimmt noch stolz. Pfui
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