Am 10. August wurde ein 74-jähriger Deutscher aus dem Landkreis Olpe gegen 20:50 Uhr von seinem Unterkunftgeber als vermisst gemeldet. Er sei gegen 08:30 Uhr allein zu einer Bergtour über das Maurertal zur Essener-Rostocker-Hütte aufgebrochen und habe anschließend über den Venediger-Höhenweg ins Dorfertal zur Johannishütte absteigen wollen.
Da die Umfelderhebungen negativ verliefen, wurde eine Suchaktion eingeleitet. Mit dem Polizeihubschrauber „Libelle FLIR“ aus Salzburg und einer Polizeidrohne wurden Suchflüge im betreffenden Gebiet durchgeführt. Gegen 21:30 Uhr begannen mehrere Suchmannschaften der Bergrettung Prägraten mit fünf Bergrettungshunden sowie ein Alpinpolizist über verschiedene Zustiege den Aufstieg in Richtung „Türmljoch“.

Weil starker Regen einsetzte, mussten der Polizeihubschrauber und die Drohne den Sucheinsatz gegen 23:00 Uhr abbrechen. Die Suchmannschaften stiegen trotz widrigster Witterungsverhältnisse (Starkwind und -regen) weiter zum Türmljoch auf, wo sie gegen 00:40 Uhr eintrafen.
Auch diese terrestrische Suche blieb erfolglos, woraufhin die Suchmannschaften ins Tal abstiegen. Am 11. August startete der Polizeihubschrauber gegen 4:45 Uhr erneut zum Suchflug. Um 5:40 Uhr lokalisierte die Besatzung auf einer Seehöhe von 2.270 m im Nahbereich des Aderkammbachs eine leblose Person.
Aufgrund bisheriger Erkenntnisse kann davon ausgegangen werden, dass der 74-Jährige den markierten Steig beim Abstieg vom Türmljoch verlassen haben dürfte. Er stieg vermutlich weglos in immer steiler werdendes Gelände ab und dürfte dann über nahezu senkrechte Wände abgestürzt sein. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu.
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