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2026 bisher 17 Prozent mehr Einbürgerungen

Im ersten Halbjahr wurden in Österreich mehr Menschen eingebürgert als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Im ersten Halbjahr 2026 wurde die österreichische Staatsangehörigkeit laut Statistik Austria an 13.700 Menschen verliehen. Damit stieg die Zahl der Einbürgerungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 17 Prozent.

„Seit Jahresbeginn 2026 sind die Einbürgerungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um fast ein Fünftel auf 13.700 gestiegen, wobei die Anzahl der eingebürgerten Personen mit Auslandswohnsitz gesunken ist“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Den höchsten Zuwachs gab es laut Statistik Austria bei den Einbürgerungen von Ehepartner:innen und Kindern. Diese Zahl stieg um 55 Prozent auf 3.248. Unter dem Titel „Erstreckung der Verleihung“ wurden 473 Ehepartner:innen und 2.775 Kinder eingebürgert. Die meisten Neo-Österreicher:innen wurden aufgrund ihres langjährigen Wohnsitzes in Österreich, nachgewiesenen Deutschkenntnissen und nachhaltiger Integration eingebürgert. „Hier stiegen besonders die Einbürgerungen von Personen, die seit mindestens sechs Jahren in Österreich leben, mit einem Plus von 32 % auf 4 829“, betont Lenk.

Von den 13.700 eingebürgerten Menschen waren mehr als die Hälfte zuvor Staatsangehörige Syriens, der Türkei, Afghanistans, Irans oder Bosnien und Herzegowinas. 49 Prozent der Eingebürgerten waren Frauen, ein Drittel der Eingebürgerten war zum Zeitpunkt der Verleihung noch minderjährig. Über 20 Prozent wurden bereits in Österreich geboren.

Besonders stark nahm die Zahl der Eingebürgerten mit Wohnsitz in Österreich zu: Sie stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 34 Prozent. In acht Bundesländern wurden mehr Personen eingebürgert als in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres. Den deutlichsten Anstieg verzeichnete Kärnten mit einem Plus von 93 Prozent. Es folgten Wien mit einem Zuwachs von 60 Prozent, Niederösterreich mit einem Plus von 45 Prozent, Vorarlberg mit einem Plus von 36 Prozent, die Steiermark mit plus 27 Prozent und Tirol mit plus 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Oberösterreich ging die Zahl hingegen um 16 Prozent zurück.

Mehr als zwei Drittel aller Einbürgerungen in den ersten sechs Monaten des Jahres erfolgten auf Grundlage eines Rechtsanspruchs. 9.696 Personen – das entspricht 71 Prozent – erhielten die österreichische Staatsbürgerschaft auf dieser Grundlage. Darunter wurden 4.829 Personen nach mindestens sechs Jahren Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen eingebürgert. Dazu zählen etwa nachgewiesene Deutschkenntnisse und nachhaltige Integration oder die Asylberechtigung.

Von Jänner bis einschließlich Juni 2026 erhielten außerdem vier politisch Verfolgte des Nationalsozialismus und 3.923 Nachkommen politisch Verfolgter die österreichische Staatsbürgerschaft. Bis auf zwölf Personen lebten alle im Ausland. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025, in dem 4.352 Personen auf Grundlage dieses Rechtstitels eingebürgert wurden, ging die Zahl um zehn Prozent zurück. Die unter diesem Rechtstitel eingebürgerten Personen waren zuvor am häufigsten Staatsangehörige Israels, der Vereinigten Staaten oder des Vereinigten Königreichs.

Weitere 428 Personen wurden aufgrund der Ehe mit einer österreichischen Staatsbürgerin oder einem österreichischen Staatsbürger eingebürgert. 294 Personen erhielten die österreichische Staatsbürgerschaft aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und nachhaltiger Integration. Im Ermessen wurden 756 Personen eingebürgert. Davon erhielten 717 Personen die Staatsbürgerschaft nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz in Österreich. Weitere 39 Personen wurden aufgrund außerordentlicher Leistungen im besonderen Staatsinteresse eingebürgert.

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