Am Mittwochabend erwartet Österreich die größte Sonnenfinsternis seit dem Jahr 1999: Das Naturphänomen, bei dem der Mond die Sonnenscheibe verdeckt, beginnt den Berechnungen des Wetterdienstes Tauernwetter zufolge in Lienz um 19:28 Uhr, der Höhepunkt wird um 20:18 Uhr erwartet. Dann sind 89 Prozent der Sonne bedeckt, so viel wie seit dem 11. August 1999 nicht mehr.
Im Osten Österreichs fällt der Höhepunkt der Sonnenfinsternis genau mit dem Sonnenuntergang zusammen und auch im Westen steht sie nur noch ein bis zwei Grad über dem Horizont. In Lienz geht die Sonne um 20:28 Uhr und somit zehn Minuten nach dem Höhepunkt der Finsternis unter. Allerdings könnten in Osttirol, Kärnten und entlang der Alpensüdseite einige Quellwolken den Blick zur Sonne zeitweise etwas trüben.

Beobachtet werden darf das Naturspektakel nur mit geprüften Finsternisbrillen nach EN ISO 12312-2. Das gilt auch, wenn die Sonne tief steht und rot erscheint, wie David Kaufmann von Tauernwetter betont. Eine normale Sonnenbrille reicht dagegen nicht und auch wer ein Fernglas oder Teleobjektiv nutzt, muss den Filter vor der Linse anbringen. Beim direkten Blick in die Sonne bzw. bei der Verwendung anderer Hilfsmittel, wie rußgeschwärzten Gläsern oder CDs, drohen Augenschäden.
Sternschnuppenregen
Auch noch in der Nacht auf Donnerstag kann sich der Blick in den Himmel lohnen: Laut GeoSphere Austria herrschen in der voraussichtlich sternenklaren Nacht ideale Bedingungen zum Ausschauhalten nach Sternschnuppen vom Meteorstrom der Perseiden. Ausgelöst wird der Sternschnuppenregen alljährlich, wenn die Erde Mitte August die Staubspur kreuzt, die der Komet Swift-Tuttle auf seiner Bahn hinterlässt. Wenn diese Staubpartikel mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen, verglühen sie dort und rufen in der Luft Leuchteffekte hervor.
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