Am vergangenen Samstag ging das zweite Hoch Kultur Festival in Innervillgraten mit einem stimmungsvollen Finale zu Ende: Pierre‑Laurent Aimard mit Deutschen Tänzen von Franz Schubert, Vox Clamantis und Wolfgang Muthspiel sowie Florian Boesch mit der Schönen Müllerin, die er abwechselnd mit der Musicbanda Franui und Aimard präsentierte, sorgten auf der 1.673 Meter hoch gelegenen Festivalwiese der Unterstalleralm für einen eindrucksvollen Abschluss.
Bereits zur Eröffnung am 12. August wurde die Produktion Holzfällen von Thomas Bernhard mit Nicholas Ofczarek und Franui mit großer Begeisterung aufgenommen. Als Spielort diente erstmals ein Zirkuszelt im Dorfzentrum. Insgesamt wurden an den vier Festivaltagen laut Veranstalter rund 7.000 Besucher:innen gezählt.
Das von Festivalleiter und Franui‑Mitglied Andreas Schett kuratierte Programm setzte auch heuer auf unerwartete Hörerlebnisse und neue musikalische Zusammenhänge. So standen am zweiten Tag Lieder von Richard Strauss und Gustav Mahler, interpretiert von Christiane Karg und der Musicbanda Franui, neben experimentellem Jazz von Nik Bärtsch’s Ronin.
„Unter freiem Himmel zu liegen und einen Deutschen Tanz von Franz Schubert, ein bretonisches Volkslied oder eine Jazz-Improvisation zu hören, ist ein unvergleichliches Erlebnis, das unser Publikum wirklich bewegt.“
Andreas Schett
Zu den Höhepunkten des viertägigen Festivals zählten zudem Auftritte der Pianistin Johanna Summer, die gemeinsam mit Elektro Guzzi auftrat, The Erlkings, das Simply Quartett mit Áaron Horváth, der auf dem Zymbal beeindruckte, sowie die Akkordeonistin Viviane Chassot, die in der hochalpinen Kulisse „ein Bühnenbild, das es kein zweites Mal auf der Welt gibt“, sah.
„Unter freiem Himmel zu liegen und einen Deutschen Tanz von Franz Schubert, ein bretonisches Volkslied oder eine Jazz-Improvisation zu hören, ist ein unvergleichliches Erlebnis, das unser Publikum wirklich bewegt. Und mit dem Zirkuszelt im Dorf haben wir heuer erstmals einen zweiten eigenständigen Ort auf die Beine gestellt, in dem wir künftig wetterunabhängig spielen können,“ resümiert Andreas Schett.
Zwischen der Premiere 2023 und dem diesjährigen Festival lagen drei Jahre. So lange wird man künftig nicht mehr auf Hoch Kultur im Villgratental warten müssen. Künftig wird das von Franui organisierte Festival alle zwei Jahre stattfinden.
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