Ihr Dolo Plus Vorteil:
Diesen Artikel jetzt anhören

Teures Stromnetz ab 2027: Es geht um 15 Minuten

Die neuen Netzentgelte richten sich ab 2027 nach der höchsten Lastspitze.

Neue Netzentgelte treffen bald auch private Haushalte, kleine Betriebe und Hotels. Um rechtzeitig gegenzusteuern, winken in Osttirol derzeit hohe Förderungen für intelligente Stromspeicher.

Ab dem 1. Jänner 2027 ändert sich die Abrechnung für die Nutzung des heimischen Stromnetzes grundlegend. Während bisher vor allem der reine Jahresverbrauch ins Gewicht fiel, greift künftig für alle normalen Strombezieher ein neues System. Das betrifft das gesamte sogenannte Niederspannungsnetz, vom Einfamilienhaus über die Tischlerei bis zur örtlichen Gastronomie.

Das Neue daran: Künftig kann eine einzige Viertelstunde bestimmen, wie teuer der Monat wird. Der sogenannte Leistungspreis richtet sich ab 2027 nämlich nach der höchsten Lastspitze. Laufen also in einem Betrieb innerhalb von 15 Minuten Maschinen, Kühlanlagen und E-Ladestationen gleichzeitig auf Hochtouren, treibt das die Netzkosten für den ganzen Monat massiv in die Höhe.

„Viele Unternehmen kennen ihren Jahresverbrauch, nicht aber ihre höchsten Lastspitzen und deren Ursachen.“

Bertram Steiner, Geschäftsführer der AGEtech GmbH

„Viele Unternehmen kennen ihren Jahresverbrauch, nicht aber ihre höchsten Lastspitzen und deren Ursachen“, warnt der Lienzer Energie-Experte Bertram Steiner, Geschäftsführer der AGEtech GmbH.

Um böse Überraschungen auf der Stromrechnung zu vermeiden, braucht es künftig ein intelligentes Energiemanagement. Die Lösung dafür sind oft große Batteriespeicher. Sie fangen extreme Lastspitzen ab, auch „Peak Shaving“ genannt, und drosseln so den direkten Strombezug aus dem Netz im entscheidenden Moment. Bevor man jedoch in solche Anlagen investiert, sei eine genaue Analyse der eigenen Lastdaten bereits jetzt ratsam, betont Steiner. So lasse sich frühzeitig ermitteln, wann Lastspitzen entstehen und ob sich ein Speicher überhaupt wirtschaftlich einsetzen lässt.

Für die Region gibt es zur Abfederung finanzielle Unterstützung: Über das seit Juli geltende „Sonderförderungsprogramm Osttirol“ des Landes wird die Anschaffung von Großbatteriespeichern und Energiemanagement für Betriebe im Bezirk Lienz gezielt unterstützt.

Zudem läuft eine Bundesförderung der Kommunalkredit Public Consulting (KPC), bei dem Unternehmen, Gemeinden und auch Privatpersonen noch bis Mitte April 2027 ihre Förderanträge einreichen können. Bei privaten Haushalten ist Voraussetzung, dass das neue System mindestens zwei Komponenten, wie etwa eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe, aktiv miteinander verknüpft und steuert.

Experten raten jedoch dazu, das Thema frühzeitig anzugehen. Denn wer zu lange wartet, verliert nicht nur Fördergeld, sondern muss ab 2027 auch mit strengeren und langwierigeren Genehmigungsverfahren rechnen. Schon jetzt sind in Tirol Speicher mit mehr als einer Megawattstunde (MWh) Kapazität bewilligungspflichtig, Themen wie Brandschutz, Fundament und Netzanschluss müssen also rechtzeitig vor dem Kauf geklärt werden.

33 Postings

ELMETIC
vor 3 Wochen

Zwei, drei Ergänzungen aus der täglichen Praxis, weil hier einiges zusammenkommt, was oft durcheinandergerät.

Zur Frage von jj.ll. (5.000 kWh, einmal 12 kW): Für den Leistungspreis spielt der Jahresverbrauch keine Rolle. Gerechnet wird die höchste Viertelstunde jedes einzelnen Monats, zwölfmal im Jahr getrennt. Und JKD hat recht: Gemessen wird der Mittelwert über die volle Viertelstunde. Wer 12 kW nur fünf von fünfzehn Minuten zieht und sonst wenig, hat deswegen noch keine 12-kW-Spitze.

Was in der Diskussion bisher fehlt: Nach unten ist die Sache gedeckelt. Laut Begutachtungsentwurf gibt es eine monatliche Mindestverrechnung von 20 % der vereinbarten netzwirksamen Leistung, mindestens aber 2 kW – und bei Bestandsanschlüssen vor 2027 gelten 10 kW als vereinbart. Auf null kommt man also auch mit vorbildlichem Verhalten nicht.

Zur Speicher-Notladung, die JKD angesprochen hat: Das ist aus meiner Sicht der praxisrelevanteste Punkt im ganzen Strang. Der Effekt ist real – etliche Wechselrichter-Speicher-Kombinationen laden bei niedrigem Ladestand ungebremst aus dem Netz nach und erzeugen die Monatsspitze damit selbst. Ab Werk ist diese Nachladeleistung häufig nicht begrenzt.

"Gar nicht einstellbar" trifft es bei den meisten aktuellen Geräten aber nicht: Die Netz-Ladeleistung lässt sich in der Regel über die Anlagenparameter begrenzen, und wo das Gerät es selbst nicht hergibt, übernimmt das ein vorgeschaltetes Energiemanagement. Es muss nur jemand einstellen, der weiß, wo der Parameter sitzt. Wer einen Speicher hat, sollte das vor 2027 prüfen lassen – sonst zahlt man für eine Spitze, die die eigene Anlage produziert.

Zum App-Wunsch von eidde9900: Ihre Viertelstundenwerte sehen Sie im TINETZ-Kundenportal, sobald Sie die Viertelstundenmessung einmalig freigeschaltet haben – allerdings, wie jj.ll. richtig schreibt, erst am Folgetag. Für eine echte Live-Anzeige braucht es zusätzlich einen Ausleser an der Kundenschnittstelle des Zählers, wie ihn JKD erwähnt hat. Beides zusammen ergibt das brauchbarste Bild: Der Portalexport zeigt, wann und wodurch Ihre Spitzen entstehen, die Live-Anzeige hilft im Alltag.

Und zu den Beträgen, die hier kursieren: Die stammen aus dem Begutachtungsentwurf. Verbindlich werden die Tarife erst mit der Tarifverordnung der E-Control Ende 2026. Bis dahin ist jede Rechnung in Euro eine Annahme – unsere eingeschlossen.

Philipp Fürhapter, ELMETIC - Energietechnik, Leisach

 
0
2
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
JKD
vor 3 Wochen

Nachtrag >>> wer direkt online den TINETZ Zähler zwecks allfälliger Überschreitung auslesen will >> P1 von Homewizzard, sogar mit Alarmfunftion

 
0
0
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
JKD
vor 3 Wochen

Mein Versuch einer Durchrechnung, Endgültige Tarife der E-Control erst als Weihnachtsgeschenk !! Tarifparameter (konkrete Höhen) • Arbeitspreis: 4,53 ct/kWh (derzeit 7,36 ct/kWh + 54 EUR Pauschale) • Leistungspreis bis 10 kW: 33,82 EUR/kW/Jahr; ab 10 kW: 67,64 EUR/kW/Jahr (doppelte Stufe) • Mindestbemessungsgrundlage: 2,0 kW; Abrechnung nach höchster 15-Minuten-Monatsleistung Erlösstruktur (Anteil am Gesamterlös, von alt auf neu) • Arbeitspreis: von 78,6% auf 50,0% • Leistungspreis: von 3,1% auf 50,0% • Pauschale: von 18,3% auf 0%; die Umstellung ist erlösneutral Einordnung • 33,82 Euro Leistungspreis pro kW ist die Endstufe. Zu Beginn ist ein geringerer Leistungspreis angedacht, damit die Kund:innen sich an diesen gewöhnen können.

Erst ab 2030 gültig, bis dahin jährliche Erhöhung, um die Kunden langsam an die "Abzocke" heranzuführen. bei Netznutzungsrecht 6 kW 33,82€ x 6 = 202,92€ Leistungspreis Jahr 16,91€ mtl bei einmaliger Überschreitung des Viertelstundenwertes pro Monat "Srafzahlung" 17€ in diesem Monat. ab 10 kW Netznutzungsrecht wird es dann happig, z. B. 12 kW 12 x 67,64€ = 811,68€ jährlich 67,64 mtl. >> da wird eine Überschreitung schon langsam schmerzen ! Wie sich die Arbeitspreise Richtung 2030 entwickeln steht in den Sternen. Meine Prognose ist steil aufwärts, Strom wird langsam "kostbarer" als Diesel & Benzin ! Wenn sie in nächster Zeit mit einer PV Anlage liebäugeln, fordern sie heuer noch ein Netzzugangsangebot bei der TINETZ an, könnte leicht sein, dass sie kommendes Jahr für 10 kW Einspeiseleistung 1930 € netto einmalig der TINETZ löhnen müssen. Sonnengrüße

 
0
1
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    JKD
    vor 3 Wochen

    wer direkt online den TINETZ Zähler zwecks allfälliger Überschreitung auslesen will >> P1 von Homewizzard, sogar mit Alarmfunftion

     
    0
    0
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor 3 Wochen

      Die Überschreitungen kann ich einen Tag später sowieso sehen.

       
      0
      1
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    jj.ll.
    vor 3 Wochen

    @jkd...Sehr wertvolle Infos, geht's vielleicht aber ein bischen einfacher? 5.000kw Jahresverbrauch, normalerweise unter 6kw, einmal 12kw Spitze. Netzgebühr beträgt pro Monat wieviel?

     
    0
    2
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      JKD
      vor 3 Wochen

      Hat mit dem Jahresverbrauch nix zu tun, welches Netznutzungsrecht hast du, steht auf der TIWAG Strom Rechnung, wenn 6 kW, dann darfst du max. 1,5 kWh Arbeit=Energie in einer Viertelstunde verbrauchen, ohne das Limit zu überschreiten. Wenn du die 12 kW nur 5 min von 15 beanspruchst, und die restliche Zeit deutlich weniger Leistung beziehst, dann überschreitest du das Limit auch nicht. wenn 1 mal im Monat überschritten, dann kannst das Limit x mal mtl. überschreiten. Aber Achtung !! Die Tinetz kann dir dann ein höheres Netznutzungsrecht vorschreiben, kostet z.Z. 1930€ / kW netto einmalig. PV Sonnengrüße

       
      0
      0
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    steuerzahler
    vor 3 Wochen

    Bei der Einspeisungsleistung ist es ganz einfach, man speist eben nichts mehr ein. Einspeisen von der eigenen PV ist sowieso eine Schweinerei ohnegleichen. Der Hauptgewinn liegt nämlich bei der Tiwag. Die bezahlen fast nichts für die Lieferung und verkaufen den Strom um horrendes Geld weiter, ohne dafür irgendetwas beizutragen. Die Netzkosten zahlen ohnehin alle separat. Bevor ich einspeise, schalte ich lieber ab oder vergrößere den Speicher. Weil das auch die Tiwag und andere schon mitbekommen haben, wird die Abzocke auf die Netzgebühren verlagert. Und unsere Politiker schauen wieder mal zu, wie der Bürger ausgenommen wird. Ich glaube, das ist ihnen eh recht, denn mit dem ständigen Kampf gegen staatliche und halbstaatliche Bedrängung haben die Leute keine Zeit um aufmüpfig zu werden.

     
    0
    2
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    JKD
    vor 3 Wochen

    Hab mich vertan, die 67,64€ gelten erst ab dem 11 kW, d. h. >> 12 kW Bezugsrecht >> 33,82€ x 10 =338€ + 2 x 67,64 = 473€ div. 12 = 39,44€ mtl. Die Bauern fordern sowiso eine 20 kW Grenze >> Die 10-kW-Grenze basiert gemäß Erläuterungen auf Smart-Meter-Daten, die überwiegend Haushalte abbilden. Landwirtschaftliche Betriebe weisen jedoch aufgrund betriebsnotwendi- ger und zeitgleich ablaufender Produktionsprozesse deutlich höhere Leistungsspitzen auf, die häufig über 20 kW liegen. Eine 10-kW-Grenze führt daher zu einer sachlich nicht gerechtfer- tigten Belastung landwirtschaftlicher Betriebe. Die Stufengrenze sollte daher für landwirt- schaftliche Betriebe auf 20 kW angehoben werden. Wer alle Stellungnahmen sich anschauen will >>> https://www.e-control.at/documents/1785851/0/Stellungnahmen_V+SNE.pdf/ddb66f29-ed97-f9c3-9b8a-0c82fc1cf60b?t=1785832205241

     
    0
    0
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
JKD
vor 3 Wochen

Nachtrag !! @ Biker >>> ich hab eine email an Tiwag gesendet, mit der Bitte um eine monatliche Abrechnung. Man bekommt dann eine Abrechnung für die vergangenen Monate seit der letzten Jahresrechnung, dann beginnt die Monatsabrechnung neu. Ob die Tiwag das auch per postalischen Monatsbrief erledigt, weis ich nicht, bei mir nur per email + Portal. Hat man auch noch einen PV Einspeisevertrag, dann 2 getrennte Abrechnungen im Monat, ganz große Papierflut, nicht nachhaltig in meinen Augen! Eine bestehende mtl. Vorauszahlung entfällt dann. https://www.e-control.at/documents/1785851/1811582/03-Karin-Emberger-FachVA-GrundsatzVO-14072026.pdf/ea12f281-8d5e-3724-9869-b9014f0fab92?t=1784034800793

 
0
1
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
eidde9900
vor 3 Wochen

Ich hätte gerne eine App fürs Handy, wo ich den momentanen Verbrauch jederzeit sehen kann. Dann könnte ich zumindest ein Gerät abschalten. Bei meiner PV kann ich ja auch immer nachschauen. Und ich überlege sehr wohl, wann und wie schnell ich mein E-Auto lade.

 
0
2
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
JKD
vor 3 Wochen

@Biker >> eine Umstellung auf Monatsabrechnung ist schon seit einem Jahr möglich, mit dem unschönen Effekt für PV + Batteriebesitzer, Sommer Monatsbezug 10 kWh >> 1 kWh kostet 1,5 € !! Das sollte mit der Umstellung 1.1.2027 auf Leistungskomponente für Wenigverbraucher günstiger werden. Aber Achtung >> großer Pferdefuß >> eine einmalige Viertelstundenüberschreitung im Monat kostet die doppelte Leistungsgebühr. Die zukünftige Leistungsgebühr deckt die bisherigen Posten Grundgebühr Netz & Messpreis Drehstrom 4 Leiter ab, z.Z. 82.80 € (TINETZ/TIWAG) Die Höhe dieser neuen Gebühr wird von der e-Control erst als Weihnachtsgeschenk im Dezember veröffentlicht. @nachgedacht >> Das Netznutzungsrecht ist bei den meisten Hausanschlüssen mit 6 kW festgelegt, demensprechend ist die Stromstärke bei den Tarifschaltern (Hauptschalter) auf 20 Ampere eingestellt. Diese 6 kW gelten auch in Zukunft als Bezugsgröße für den neuen Viertelstundenwert, das heißt, ich darf max 1,5 kWh pro 15 min. an Energie verbrauchen. ( 4 x 1.5 kWh = 6 kW Leistung, 4 x 15 min. = 1h) Die 10 kw Netznutzung (e control Verordnung) gilt nur für die Vergangenheit, da viele Kunden unwissentlich in der Vergangenheit die zugestandene Leistung viele Male überschritten haben, sonst könnte der Netzbetreiber eine Nachforderung für die höhere Netznutzung in Rechnung stellen. ( einmalig 193€/ kW netto, eine Erhöhung von 6 auf 10 kW kostet 772 € netto einmalig TIWAG/TINETZ) Man kann auf der TINETZ Portalseite auch seine vergangenen Überschreitungen nachsehen. Eine Einhaltung des zugestandenen Viertelstundenwertes für Besitzer von e Auto, WP, PV mit Speicher ist speziell im Winter schon eine Herausforderung, und wird ohne Zukauf von 1/2/3/4 kW kaum möglich sein. Dadurch erhöht sich auch die mtl. Leistungsgebühr, ich habe im Jänner 2026 3 x den Viertelstundenwert nur durch die Notladung meiner 22 kWh Batterie vom Netz überschritten, ist bei vielen WR + Batt gar nicht einstellbar. Bei einer allmonatlichen Überschreitung sind das an die 1000 € im Jahr ! Das Versprechen der e-Control, dass es für 3/4 der Kunden billiger wird, wird sich als Seifenblase herausstellen.

 
0
4
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Biker
    vor 3 Wochen

    @JKD, Danke für die ausführliche Antwort. Online im Tiwag Kundenportal sehe ich keine Option auf die monatliche Abrechnung umzustellen. Insgesamt scheint mir die neue Preisverordnung als vollkommen verrückte Abzocke. Überraschungseffekt für alle Stromkunden vorprogrammiert. Die zuständigen Politker begreifen offensichtlich nicht was sie da anrichten!

     
    0
    4
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    NWGJ
    vor 3 Wochen

    sehr interessanter Beitrag, vielen Dank! Was heißt das nun konkret für Besitzer einer 11kW Wallbox und PV+Batt? Wenn ich das richtig verstehe, sollte man die Wallbox als erstes mal auf maximal 6kW herunterdrehen, besser noch niedriger; und die "Notladung" der Batt. möglichst "deaktivieren" (?).

     
    0
    3
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
nachgedacht
vor 3 Wochen

Fehlt in dem Beitrag nicht eine wichtige Information die vor allem Hausbesitzer betrifft? ...Tarifstufe: Bleibt Ihre maximale Leistungsspitze in jeder Viertelstunde des Monats unter 10 kW, zahlen Sie für die gesamte gemessene Leistung nur den niedrigeren Einstiegspres. Überschreitung: Liegt eine Viertelstunde darüber (z. B. bei 12 kW), wird nur der Teil über 10 kW mit dem doppelten Leistungspreis berechnet; die ersten 10 kW bleiben im günstigen Tarif..... Wenn ich kein E-Auto habe oder dieses nicht schnell lade bleibt der normale Haushalt da normalerweise drunter oder liege ich da falsch?.....Das es nicht nur darum geht Lastspitzen auszugleichen sondern eine neue Möglichkeit zur Abzocke damit gegeben ist, liegt allerdings auch klar auf der Hand.

 
0
5
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    karlheinz
    vor 3 Wochen

    @nachgedacht, stimmt was Sie schreiben. Aber wie können sich Haushalte mit vorhandener Elektroheizung (alternativlos) helfen? Solche gibt es noch geug. Diese trifft es wahrscheinlich hart! An solche denkt wohl niemand in der Politik? Wird nicht immer vor den Wahlen von leistbarem Wohnen gesprochen? Gegenwärtig sieht es nicht danach aus.

     
    1
    3
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    steuerzahler
    vor 3 Wochen

    Das ist nur der erste Schritt. Zuerst gibt es nur wenige, die das betrifft. Dann kann man ja die Grenzwerte absenken und mehr kassieren.

     
    2
    3
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      Photon 07
      vor 3 Wochen

      wie du siehst, ist hier nicht ausschließlich die 'Kotz u. Motz Community' online, sondern auch Menschen die etwas sinnvolles beitragen können.

       
      0
      2
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
jj.ll.
vor 3 Wochen

Ma könnte auch einmal in andere Länder schauen. In Italien ist der Haushaltsanschluss traditionel auf 3Kw begrenzt. 4,5 kw gibts gegen Aufpreis, 6kw erst, seit die "Grünen" es der Wärmepumpen wegen erlaubt haben. 15 kw in Österreich sind wahrer Luxus, dessen sollten wir uns bewusst sein. Die österr. Lösung: das, was man der Öffentlichkeit nicht zumuten kann, erreicht man auf Umwegen. Wahrscheinlich wird es die Möglichkeit geben, einen kw-Begrenzungsschalter einzubauen.

 
2
4
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    senf
    vor 3 Wochen

    ...und trotzdem sieht man in italien kaum PV-Anlagen auf den Dächern von Privathäusern, eher noch thermische Sonnenkollektoren. In historischen Stadt- und Ortskernen gar nicht, dafür aber vermehrt auf Fabriksgebäuden.

    4 KW Netzbereitstellungsgebühr gilt in Tirol vorwiegend noch bei Altgebäuden und Wohnungen, höheres Nutzungsrecht ist genehmigungspflichtig. Gegen Aufpreis!

     
    0
    0
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor 3 Wochen

      @senf... "Ein Privathaushalt in Österreich hat bei einem Standard-Netzanschluss (Niederspannung) meist ein historisches, pauschales Bezugsrecht von 4 kW, wobei die technische Hausinstallation (abgesichert oft mit 3×25 A oder 3×35 A) gleichzeitig problemlos ca. 17 bis 24 kW an Leistung aus dem Netz ziehen kann." in Italien ist bei 3kw Schluss. Italien produziert 44 Terrawattstunden Pv-strom, mehr als Wasserkraftstrom.

       
      0
      2
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      senf
      vor 3 Wochen

      Jo, danke. PV-Produktion in Italien ist wesentlich effektiver als in Österreich, dafür happerts mit Strom aus Wasserkraft. Italien benötige auf Haushalte umgelegt eine Menge Energie zur Kühlung, dafür weniger für Heizung. Strukturbedingt.

       
      1
      0
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Milieubedingte Unmutsaeusserung
    vor 3 Wochen

    Italien kann wahrlich kein Maßstab für uns sein, wenn wir auch in Zukunft einen gewissen Standard halten wollen.

    Hätten sich Frankreich, die Schweiz und Österreich wie Italien verhalten, wären im Alpenraum schon längst die Lichter ausgegangen. Neben Jahrzehnten der Unterinvestition sind die Italiener, zumindest bzgl. der Strominfrastruktur, auch noch die ultimativen NIMBYs.

    Die elektrische Anschlussleistung der Haushalte ist in Italien aber auch aus dem schlichten Grund so niedrig, dass die Mehrheit der Italiener mit Gas kocht und somit der Verbraucher mit der größten Leistungsaufnahme entfällt.

     
    0
    0
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
wolf_C
vor 4 Wochen

Zuerst finden die Menschen neue Kraftwerke(der Strom muß ja von irgenwo herkommen weil wir ihn ja brauchen)und neue Leitungen(der Strom muß ja verkauft werden)super und gut und wichtig, und dann wundern sie sich dass sie das ja auch noch bezahlen sollen?

 
7
3
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    irina
    vor 4 Wochen

    solange die oberen etagen so extrem verdienen, darf man wohl nachhaken

     
    1
    8
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
eidde9900
vor 4 Wochen

Kann man da nichts dagegen unternehmen? Egal wieviel ich spare und mir Gedanken um meinen Verbrauch mache, ich zahle immer den Höchstpreis. Man könnte ja zumindest einen breiteren Zeitraum zugrundelegen. Bei einer Viertelstunde habe ich überhaupt keine Chance. Nicht einmal mit PV-Anlage! Abzocke pur!!!

 
1
7
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Shusha
vor 4 Wochen

Langsam fragt man sich wirklich, wie viel man den privaten Haushalten noch aufbürden will. Ab 2027 soll also eine einzige Viertelstunde mitentscheiden, wie hoch unsere Netzkosten ausfallen? Was heißt das im normalen Alltag? Ich backe Brot, gleichzeitig läuft der Boiler und vielleicht föhne ich mir auch noch die Haare. Muss ich künftig zuerst überlegen, welches Elektrogerät ich ausschalte, bevor ich den Backofen einschalte? Soll ich mir einen Stundenplan für meinen Stromverbrauch an den Kühlschrank hängen? Ein Privathaushalt ist kein Industriebetrieb mit Energiemanager. Woher soll ein normaler Verbraucher wissen, wann seine entscheidende Lastspitze entsteht – und vor allem ständig darauf achten? Und als Antwort darauf sollen wir womöglich auch noch in intelligente Steuerungen, Speicher oder andere Technik investieren. Natürlich gibt es Förderungen. Aber auch Fördergeld fällt nicht vom Himmel – letztlich wird es ebenfalls von der Allgemeinheit finanziert. Irgendwann reicht es. Strom ist keine Luxusware, sondern gehört zur Grundversorgung. Die Menschen haben in den vergangenen Jahren genug Preissteigerungen und zusätzliche Belastungen geschluckt. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen einmal weniger Gedanken darüber machen, wie man den Stromverbrauch der Bürger bis auf die Viertelstunde abrechnet, und mehr darüber, wie Energie und Netze für die Bevölkerung dauerhaft leistbar bleiben. Denn bei solchen Modellen drängt sich für mich eine Frage auf: Wie viel kann und will man den Menschen eigentlich noch aus der Tasche ziehen?

 
1
18
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    steuerzahler
    vor 4 Wochen

    Es geht nur ums Abkassieren. War nach Einführung der Smartmeter zu erwarten. Das wird wieder ordentliche Übergewinne bringen. Alles zu unseren Lasten. Und die Politiker schauen zu, wie dem Bürger das Geld aus der Tasche gezogen wird. Ich erwarte in Zukunft noch größere Schweinereien, Smartmeter machts möglich.

     
    2
    10
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    isnitwahr
    vor 4 Wochen

    @Susha, exakt formuliert und es ist so durchschaubar, was da läuft. Jede Familie in der die Eltern arbeiten und die Kinder in den KiGa oder zur Schule gehen, haben ihren 'Spitzenverbrauch" entweder jeweils am Morgen oder abends und zwar überdimensional zum Rest des Tages, da komnt schon was zusammen. Das betrifft die Mehrheit der Bevölkerung und somit kann auch entsprechend abkassiert werden. Ich bin schon gespannt, welche Alibiverhandlungen unsere 3er Koalition uns zur Täuschung wieder vorl(ü)egt - und selbstverständlich keine Einigung erzielt, weil - die Schuld trägt ja sowieso der andere, weil... Und dann gibts noch unseren LH, der die Regierung in den Himmel lobt, weil... Was ist er gleich noch bei TIWAG???

     
    2
    9
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    jj.ll.
    vor 3 Wochen

    @shusha... Alles als selbstverständlich anzusehen, ist falsch. Wir haben lange Jahre mit 3kw leben lernen müssen. Waschmaschine, Geschirrspüler und Gasheizung gleichzeitig war nicht möglich, weil die Sicherung bei 3kw einfach abschaltete. Zu einem großen Teil ermöglicht die Wasserkraft den verschwenderischen Umgang mit Strom in Privathaushalten. Luxus pur!

     
    1
    3
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      senf
      vor 3 Wochen

      Da magst du wohl recht haben. Bei unserem Aufwachsen musst mit Strom noch gespart werden und wenn das Geld dazu fehlte, kam der Lichtkassier und legte den Schalter der Hauptsicherung um. Dann war Schicht im Schacht. Butterbrot streichen oder Erdäpfel schälen konnte man sogar bei Kerzenlicht, es reichte sogar Lichtstrahl aus den Herdringen oder dem Schürtürl.

      Heutzutage wissen viele nicht, woher Energie kommt, um den Strommarkt kümmert sich niemand, die Regale sind auch da voll. Elektroenergie ist weitaus mehr wert - ist sie aber nicht. Leider!

      Unser Wäschetrockner an der Leine funktioniert nach wie vor nur bei Sonnenschein - auch der elektrische (wenn man will) aber das versteht kaum jemand.

       
      0
      0
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Biker
vor 4 Wochen

Im Zuge dieser Änderung sollten die Kunden die Möglichkeit haben auf monatliche Rechnung mit monatlicher Abbuchung der tatsächlichen Kosten des Vormonats umzustellen! Warum das derzeit nicht möglich ist versteht ohnehin keiner.

 
2
21
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    Pippo12
    vor 3 Wochen

    Das ist eigentlich schon längst möglich und vom Gesetzgeber geregelt. Haushalte haben ein Recht auf eine monatliche Rechnung. (siehe Webseite E-Control) Voraussetzung dafür ist ein Smartmeter, was aber in Ö so gut wie jeder hat (Durchdringung liegt bei 97%)

    Die Umstellung muss man nur beim Stromlieferant beantragen. Das geht bei den meisten problemlos online über Kundenportal oder mit kurzer E-Mail an die Service Abteilung (z.B. bei TIWAG). Hat bei mir ca. 2 Wochen gedauert, seitdem wird monatlich der genaue Betrag abgebucht und man hat seine Stromkosten besser im Blick (finde ich)

     
    1
    2
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren