Der Weg in die mobile Unabhängigkeit beginnt für viele Jugendliche immer früher. Im Jahr 2025 wurden in Österreich rund 168.000 neue Führerscheine ausgestellt, das ist der höchste Stand seit 2013. Ein wesentlicher Treiber für diese Entwicklung ist der klassische Pkw-Führerschein, und hier vor allem die vorgezogene Lenkberechtigung ab 17 Jahren.
Mit über 33.300 ausgestellten L17-Scheinen wurde ein neuer Rekordwert seit Beginn der digitalen Erfassung im Jahr 2006 erreicht. Mittlerweile wird mehr als jeder dritte neue B-Führerschein (37 Prozent) über die L17-Ausbildung erworben.
L17-Ausbildung erreicht historischen Rekordwert
Auch bei der Klasse B, also den regulären und den L17-Führerscheinen zusammen, gab es mit mehr als 90.000 erteilten Lenkberechtigungen ein deutliches Plus. Das entspricht einem Zuwachs von acht Prozent beziehungsweise rund 6.800 Neuausstellungen gegenüber 2024. Damit wurde in dieser Kategorie der zweithöchste Wert seit 2013 erreicht.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Entwicklung beim vorgezogenen Führerschein ab 17 Jahren: Mit rund 33.300 ausgestellten L17-Berechtigungen wurde ein neuer Höchststand seit Beginn der digitalen Erfassung im Jahr 2006 verzeichnet. Die vorgezogenen Pkw-Führerscheine stiegen im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Das bedeutet, dass im Jahr 2025 mehr als jeder dritte neue B-Führerschein, konkret 37 Prozent, im Rahmen der L17-Ausbildung erworben wurde.
Massives Stadt-Land-Gefälle
Österreichweit haben 2025 insgesamt 35 Prozent aller in Österreich wohnhaften 17-Jährigen einen L17-Schein gemacht, im Vorjahr waren es noch 32 Prozent. Dabei zeigen sich jedoch enorme regionale Diskrepanzen, die ein klares Stadt-Land-Gefälle verdeutlichen: In städtischen Ballungszentren mit einem dichten Öffi-Netz ist der Bedarf an einer frühen Lenkberechtigung naturgemäß deutlich geringer, während Jugendliche in ländlichen Regionen oft so früh wie möglich ans Steuer drängen, um mobil zu sein.

Dies spiegelt sich klar in den Extremwerten wider: Während im Burgenland mit 56 Prozent mehr als jeder zweite 17-Jährige eine Pkw-Lenkberechtigung erwarb, war es in Wien mit 9 Prozent nicht einmal jeder Zehnte. Auf Bezirksebene war wie bereits im Vorjahr das niederösterreichische Zwettl mit 77 Prozent der Bezirk mit dem höchsten L17-Anteil, gefolgt von Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark mit 75 Prozent. Der landesweit niedrigste Anteil wurde im dicht verbauten 6. Wiener Bezirk Mariahilf mit lediglich 5 Prozent erfasst.
Zudem gab es beim L17-Anteil auch Unterschiede nach Geschlecht. Während 37 Prozent der 17-jährigen Männer den L17-Schein erwarben, waren es bei den 17-jährigen Frauen 33 Prozent.
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