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Ausraster am Glockner: Bergführer packt zu

Wüste Schimpfwörter am Grat. Nach viralem Video zieht der Kalser Bergführerverein sofort Konsequenzen.

Am 22. August eskalierte eine Bergtour auf dem Weg zur Erzherzog-Johann-Hütte am Großglockner völlig. Ein Alpinist dokumentierte mit seiner Helmkamera, wie ein vermeintlich alltägliches Überholmanöver auf dem ausgesetzten Mürztalersteig in einen handfesten Konflikt ausartete. Das Video des Vorfalls verbreitet sich aktuell rasend schnell auf Instagram und hält mittlerweile bei über 777.000 Aufrufen.

Die Aufnahmen zeigen deutlich, wie die Situation am Klettersteig aus dem Ruder läuft: Der filmende Bergsteiger hatte an einer Stelle am Fels bewusst gewartet, um seiner vorausgehenden Frau mehr Platz für den Aufstieg zu lassen. Diese Lücke nutzte ein nachkommender Bergführer, der mit zwei eigenen Gästen unterwegs war, um sich abrupt zwischen das Ehepaar zu drängen. Als der Alpinist ihn darauf hinweist, dass er als Erster an der Reihe sei, schlägt der Bergführer sofort einen extrem aggressiven Ton an.

Handgreiflichkeiten am Grat

Unter Berufung auf seinen beruflichen Status brüllt der Führer mehrmals Sätze wie „Ich bin Bergführer, halt's Maul!“ und droht von unten: „Halt dein Maul, sonst komm ich rauf und gib dir eine!“. Der Alpinist quittiert das rücksichtslose Verhalten im Eifer des Gefechts mit einem „Fucking idiot“.

Daraufhin eskaliert die Situation vollends: Der Bergführer klettert das kurze Stück zu dem Alpinisten hinauf, packt ihn fest an den Armen und maßregelt ihn mit den Worten „Benimm dich!“. Der betroffene Bergsteiger kritisiert in seinem Posting scharf, dass durch diesen unkontrollierten Wutausbruch an einer derart gefährlichen Grat-Stelle alle Beteiligten – inklusive der eigenen Kunden des Bergführers – völlig unnötig in Gefahr gebracht wurden.

Kalser Verein reagiert mit Rauswurf

Der Kalser Berg- und Schiführerverein hat auf den Vorfall mittlerweile mit einer offiziellen Presseaussendung reagiert. Wie sich herausstellte, ist der Mann auf dem Video kein Vereinsmitglied, bekam diese Tour jedoch als externer Führer über das Kalser Bergführerbüro vermittelt.

Der Verein verurteilt das Verhalten aufs Schärfste. Sicherheit, Verantwortung und ein respektvoller Umgang am Berg hätten oberste Bedeutung. „Wir sind von dem gezeigten Verhalten schockiert und distanzieren uns ausdrücklich davon. Ein solches Verhalten widerspricht unserem Anspruch, Menschen sicher, verantwortungsvoll und respektvoll am Berg zu begleiten“, erklärt der Vorsitzende Michael Amraser.

Amraser steht bereits in persönlichem Kontakt mit dem betroffenen Bergsteiger und bat das Paar aufrichtig um Entschuldigung. Die Konsequenzen folgten umgehend: Die Zusammenarbeit mit dem externen Führer wurde mit sofortiger Wirkung beendet, eine weitere Vermittlung von Touren durch das Kalser Bergführerbüro ist für ihn ausgeschlossen. Der Verein prüft den Vorgang intern weiter.

 
 
 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von szuki_85 (@szuki_85)

23 Postings

AUFSTIEG_
vor 3 Tagen

Ohne Schuldzuweisung an einen der beiden: Mir geht es um einen Großteil der Medien und deren Umgang mit den journalistischen Auftrag: die journalisitsche Recherche Dolomitenstadt (auszugsweise: Der filmende Bergsteiger hatte an einer Stelle am Fels bewusst gewartet, um seiner vorausgehenden Frau mehr Platz für den Aufstieg zu lassen. Diese Lücke nutzte ein nachkommender Bergführer, der mit zwei eigenen Gästen unterwegs war, um sich abrupt zwischen das Ehepaar zu drängen.) -- in welchem video ist das zu sehen ? Aufstieg mit dem Hintern voran ... ;-) Die beiden Bergsteiger befinden sich im ABSTIEG, der filmende Bergsteiger lehnt bewegungslos mit dem Rücken am Fels, beide Hände übereinander vor dem Körper, die Gruppe des Bergführers kommt von hinten, mit einem freundlichen "Servus", unbeantwortet vom Polen. Der Bergführer geht (ohne Drängeln) mehrere Schritte an dem filmenden (schweigenden) Bergsteiger vorbei, greift den vertikalen Seilhalter und beginnt den Abstieg über die Steinstufe, und jetzt ruft der Pole hinterher, "ich gehe erster,... bist du verruckt oder was.." In der Kronenzeitung wird dies als freundliche Bitte interpretiert: (auszugsweise: Ein steirischer Bergführer hatte ein polnisches Paar überholt. Der Pole bat freundlich, der Österreicher möge warten und kassierte eine harsche Antwort:...) ....

 
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lokal
vor einer Woche

ich bin mir nicht sicher, wer da der ursprüngliche Provokateur war. So wie die beiden Polen unterwegs waren, wären diese wahrscheinlich gut beraten gewesen, ebenfalls einen Bergführer zu engagieren. Dass überholt wird, halte ich für legitim.

 
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Sonne99
vor einer Woche

Bei zwei "Alphamännchen" kracht es öfter!

 
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lia
vor einer Woche

bei den kreuzungen in lienz ist es nicht anders.

 
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text
vor einer Woche

Alle müssen's rauf koste es was es wolle...im Gänsemarsch...ist das wirklich noch ein Erlebnis...also ich meide mittlerweile gewisse Berge ...die Menschen werden immer verrückter🥺

 
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M.G
vor einer Woche

...beide haben eine ziehmlich kurze Zündschnuhr...

 
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phoenix
vor einer Woche

Er hätte einfach nichts sagen sollen. Ein Vorbeigehen ist ganz Normal. Und dass dieser Pole so reagiert... Naja, auch das muss einem Bergführer halt egal sein. Schön lächeln und weitergehen.

 
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    Hannes Schwarzer
    vor einer Woche

    Ziemlich unkluges Posting: man sieht im Video genau, wie der polnische Bergsteiger den Ab-(Auf-)stieg seiner Begleiterin 'sichert'! Was wäre dabei, wenn der sogenannte 'Bergführer' 2,3 Minuten wartet und der Bergsteigerin einen sicheren, stressfreien Ausstieg ermöglicht? Was? (Es kann ja nicht jeder wie eine dumme Ziege -ohne jetzt alle Ziegen beleidigen zu wollen- am Berg herumhoppeln). Prinzipiell hat so ein Typ in diesem Beruf UND am Berg nichts verloren!

     
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      Niemand
      vor einer Woche

      Viel klüger ist ihr Posting wohl auch nicht, Herr Schwarzer. Am Video sieht man genau, daß die Frau absteigt und sichern tut sie sich auch selber! Hr. Schwarzer besser am Boden bleiben!

       
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      Hannes Schwarzer
      vor einer Woche

      Ach, @niemand: Im Prinzip es egal, ob die auf- oder absteigt, sie ist in der Engstelle und hat jedes Recht, ungehindert (von solchen Idioten) diese zu verlassen! Wenn einer das nicht versteht, mein Gott, soll er halt still sein! Dasselbe gilt auch für Ihr Posting: meckern um des Meckerns Willen, unsachlich und totally overfloating.

       
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      ruhigblut
      vor einer Woche

      @ Hannes Schwarzer ....naja HERR S. .....was am Berg gilt, sollte auch im Forum hier gelten!...immer schön höflich bleiben.... :-)

       
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      atomsix
      vor einer Woche

      Sie mögen sich vielleicht in bestimmten Themen recht gut auskennen, Herr Schwarzer, aber vom Bergsteigen und den Gepflogenheiten beim Vorbeigehen haben Sie, deutlich merkbar, nicht so viel Ahnung. Völlig unabhängig davon, wer von den beiden Bergsteigern nun mehr Schuld an der Eskalation am Mürztaler Steig hatte, ihr eigenes Gemecker. auch gegenüber "Niemand " offenbart Ihre kaum existierenden Kenntnisse auf diesem Gebiet. Ach ja, und mit berechtigter Kritik, tun Sie sich wohl besonders schwer.

       
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heli52
vor einer Woche

Der "Bergführer" hat überreagiert, kein Zweifel! Ist ein unhöflicher, jähzorniger Rüpel!Aber wie man sieht, ist er (dreimal) und seine Gruppe an der am Stahlseil gesicherten Frau vorbei gegangen, ohne diese zu gefährden! Aber dann wird gleich ein Medientheater gemacht, der Bergführerverein fürchtet um seinen Ruf und die Polizei ermittelt! Weswegen eigentlich? Überholverbot wird es da wohl keines geben?! Und wie man deutlich sieht, wurde niemand gefährdet! Wäre der Pole ruhig geblieben, wäre die geführte Gruppe schneller an seiner Begleiterin vorbei gewesen, wie diese es bemerkt hätte ...

 
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    alsie
    vor einer Woche

    Das Überholen am Berg sollte nicht das Problem sein, es war die fehlende Kommunikation. Ich denke dass sich Jeder vera....t gefühlt hätte bei der Art und Weise wie der Bergführer überholt hat. Und er war ja auch derjenige der Gewalt angedroht hat. Wäre es bei dem Wortgefecht geblieben könnte man es ja noch irgendwie verstehen. Wie der Bergführer dann allerdings komplett die Nerven verliert und da hochstartet, ist schon extrem. Ich wäre neugierig was seine eigenen Kunden sich in diesem Moment gedacht haben...mit wem sind wir da grade unterwegs? Das eigentlich Gefährliche war eben diese Entgleisung, da kann ein Schubser zuviel sein. Man will sich gar nicht vorstellen was passieren kann wenn auch der Pole handgreiflich wird. Ich bin mir sicher, dass unsere Bergführer einiges verdauen müssen auf ihren Touren, aber es gibt Berufsgruppen wo das Nervenkostüm halten sollte, da gehört der Bergführer dazu.

     
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      denker
      vor einer Woche

      Vielleicht hat er sowas schon öfters gemacht??? wenn ja, dann gehört ihm die Lizenz entzogen.

       
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    bb
    vor einer Woche

    Überholen ist üblich - aber man kommuniziert miteinander, geht erst vorbei, wenn jeder, der überholt wird, eine Platz hat, wo er sicher ist bzw. sich sicher fühlt... da kommt es auf ein paar Minuten nicht an. Wie im Staßenverkehr - da gibt es Rüpel, Drängler, Egoisten... und auch das Gegenteil... Es ist absolut unüblich und gefährlich, wie das gelaufen ist.

     
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PdL
vor einer Woche

Traurig, dass eine einzelne Person, den Ruf einer ganzen Region schadet.

Die Freundlichkeit jedes einzelnen von uns gegenüber anderen, ist um ein Vielfaches mehr wert, als jede noch so aufwendig inszenierte Tourismuswerbung.

 
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    Niemand
    vor einer Woche

    Es war ja anscheinend ein Steirer. Wir Osttiroler sind nicht so!

     
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jana__
vor einer Woche

Da sind wohl auf beiden Seiten die Nerven durchgegangen! Die Polen waren überfordert, der Mann unhöflich und der Bergführer genauso. Der einzige Unterschied ist, dass der Bergführer sich in seiner Position besser unter Kontrolle hätte haben müssen.

Wenn keiner etwas gesagt hätte, wäre der Bergführer mit seinen Leuten, wahrscheinlich einfach ruhig vorbeigegangen.

 
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Kommentar
vor einer Woche

Bergführer, das war dann einmal. Bleib daheim mit deiner Laune!

 
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Roman
vor einer Woche

Warum das Gesicht von den Rüpel unkenntlich machen, soll jeder wissen wer der Typ ist der andere in Gefahr bringt weil er meint was besseres zu sein. Ich hoffe das es nicht nur beim rauswurf bleibt sondern eine saftige Strafe auch noch fogt.

 
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    Minuspol
    vor einer Woche

    ja, Herr Richter !

     
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Outlandla
vor einer Woche

Egal ob am Berg, am Feldweg oder in der Fußgängerzone, das ist kein Verhalten! Selten so einen I... gesehen. Wohl zu lange in der dünnen Luft gewesen.

 
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