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Sommer 2026 bricht alle Temperaturrekorde

Alle Bundesländer auf Platz eins der Messgeschichte. In Lienz gab es über 40 Hitzetage.

Sechs Tage vor dem Ende des meteorologischen Sommers steht bereits fest: 2026 bricht die bisherigen Rekorde und geht für ganz Österreich, Tirol und im Besonderen auch für Osttirol als der wärmste Sommer seit Beginn der Messungen in die Geschichte ein. Das geht aus einer aktuellen Hochrechnung des unabhängigen Wetterdienstes „Tauernwetter“ hervor.

Für den Bezirk Lienz ergibt die Hochrechnung eine Abweichung von plus 2,60 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel (1991–2020). Damit wird der bisherige Rekordsommer aus dem Jahr 2024, der bei einem Plus von 2,30 Grad lag, noch einmal deutlich übertroffen. Da bereits 85 von 92 Sommertagen ausgewertet sind, sei dieser historische erste Platz mit einer minimalen Schwankungsbreite absolut gesichert, heißt es vonseiten der Meteorologen.

Bis zu 43 Hitzetage in Lienz erwartet

Neue absolute Temperaturrekorde an den einzelnen Messstationen blieben in Osttirol zwar aus, der Sommer war jedoch vielmehr von einer enormen Anzahl an durchgehend heißen Tagen geprägt. In Lienz wurden im meteorologischen Sommer (Juni bis August) bis zum 25. August bereits 41 Hitzetage mit Temperaturen von 30 Grad oder mehr registriert. Bis Monatsende dürften es 43 werden. Hitzetage, die bereits im Mai auftraten, sind in dieser Statistik noch gar nicht inkludiert. Zum Vergleich: Sillian verzeichnete 23 und Virgen elf Hitzetage.

Die höchsten gemessenen Werte des Bezirks lagen bei 36,1 Grad in Lienz (am 30. Juli), gefolgt von 32,6 Grad in Virgen (am 28. Juni) und 32,1 Grad in Sillian (am 29. Juli).

Die Höchsttemperaturen des Sommers 2026 im Überblick: Zahlreiche neue Stationsrekorde (rote Sterne) und bis zu 41,2 Grad im Osten Österreichs. Grafik: Tauernwetter

Osttirol als Niederschlags-Ausnahme

Während weite Teile Österreichs im Nordosten in diesem Sommer unter extremer Trockenheit litten, stellt Osttirol eine Ausnahme dar. Mit einem Minus von lediglich fünf Prozent (420 statt 441 Liter pro Quadratmeter seit dem 1. Juni) liegt die Region nahezu im Normalbereich. Regelmäßige Gewitter an den Südalpen sorgten für vergleichsweise viel Regen.

Allerdings gibt es dabei einen Haken: Aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen ist auch in Osttirol deutlich mehr Wasser verdunstet als in einem normalen Sommer. Um diese verdunstete Feuchtigkeit tatsächlich auszugleichen, wären laut „Tauernwetter“ in der Fläche rund 600 Liter pro Quadratmeter nötig gewesen.

Während weite Teile Österreichs unter Trockenheit litten, bildete Osttirol beim Niederschlag mit einem Minus von nur fünf Prozent die Ausnahme. Grafik: Tauernwetter

Ganz Österreich bricht Rekorde

Die Rekordwärme betrifft indes das gesamte Land. Auch im restlichen Tirol (plus 2,52 Grad) und in ganz Österreich (plus 2,55 Grad) liegen alle Bundesländer auf Platz eins der Messgeschichte. Österreichweit wurden 101 neue Stationsrekorde an 275 Standorten verzeichnet. Die endgültige Bilanz mit den Messdaten des gesamten Sommers wird am 1. September veröffentlicht.

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