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Vier von fünf Frauen (82 Prozent) erreichen bis zur Pensionierung keine 45 Versicherungsjahre. Viele auch dann nicht, wenn man die Erziehungszeit anrechnet. Foto: iStock/DGLimages

Vier von fünf Frauen (82 Prozent) erreichen bis zur Pensionierung keine 45 Versicherungsjahre. Viele auch dann nicht, wenn man die Erziehungszeit anrechnet. Foto: iStock/DGLimages

Nur Minderheit arbeitet 45 Jahre bis zur Pension

Zwei Drittel der Menschen, die 2025 in Pension gingen, hatten weniger als 45 Versicherungsjahre.

Was auf den ersten Blick logisch klingt, ist bei näherem Hinsehen nicht sehr realistisch. Vor einigen Wochen ließ der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle mit einem Vorschlag zur Pensionsreform aufhorchen. Im Ö1-Mittagsjournal trat er dafür ein, dass man frühestens mit 65 in den Ruhestand wechseln können soll. Dafür sollen mindestens 45 Jahre an Arbeitszeit nachgewiesen werden. Wer diese nicht hat, müsste länger als bis 65 arbeiten.

Nun hat sich das Momentum Institut angesehen, welche Auswirkungen dieser Pensionsvorschlag auf den Pensionsjahrgang 2025 hätte. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Zwei Drittel der Menschen, die vergangenes Jahr in Pension gingen, hatten keine 45 Versicherungsjahre zusammen. Auch zwischen den Geschlechtern zeigt die Analyse deutliche Unterschiede: Während rund die Hälfte der Männer (54 Prozent) zusätzliche Arbeitsjahre benötigt, wären es bei Frauen mehr als vier von fünf (82 Prozent).

Unter den Männern des Pensionsjahrgangs 2025 haben nur 46 Prozent die 45 Versicherungsjahre beim Pensionsantritt zusammen. Die anderen 54 Prozent müssen, um die 45 Versicherungsjahre zu erreichen, noch weitere Jahre erwerbstätig sein. Ein Fünftel müsste sogar noch mindestens 11 Jahre oder länger im Beruf bleiben, 8 Prozent sogar mehr als 20 Jahre.

Zwei Drittel bliebe Pensionsantritt verwehrt

Mit einer Verpflichtung von 45 Versicherungsjahren hätten 44.037 Personen (19.620 Männer und 24.417 Frauen) letztes Jahr nicht in Pension gehen dürfen. Das entspricht zwei Dritteln des Pensionsjahrgangs 2025.

Während 17.009 Männer und 5.487 Frauen bereits 45 Versicherungsjahre erreicht haben, müssen die verbleibenden Personen zwischen wenigen Monaten und mehr als zwei Jahrzehnten länger arbeiten. Mehr als 20 Jahre fehlen bei 2.756 Männern und 3.675 Frauen. Hier hätte auch eine Anrechnung von Erziehungszeiten bei weitem nicht ausgereicht.

Es gibt aber noch einen Faktor, der gegen den Mattle-Vorschlag spricht. „Bevor die Regierung überhaupt darüber nachdenkt, das Antrittsalter anzuheben, muss sie den Arbeitsmarkt entsprechend vorbereiten und Unternehmen in die Pflicht nehmen Arbeitsplätze für Ältere zu schaffen und sie auch im Job zu behalten“, erläutert Nicolas Prinz, Ökonom am Momentum Institut. „Ansonsten schickt sie etliche Menschen in die (Langzeit-)Arbeitslosigkeit vor der Pension.“

8 Postings

lia
vor 6 Tagen

nicht lange her, da hat man die eisenbahner und postler im besten alter in der pension geparkt.

 
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Deppdernation
vor 7 Tagen

Bin eine Frau und darf mit 65 in Pension gehen, dann habe ich 50 Jahre gearbeitet. Aber das zählt ja nicht.

 
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senf
vor einer Woche

Dass vier von fünf Frauen bis zu ihrer Pensionierung 45 Jahre erreichen (siehe Bildunterschrift) wag ich zu bezweifeln.

 
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    Gerhard Pirkner
    vor einer Woche

    Danke für den Hinweis. Sie erreichen natürlich keine 45 Jahre. Genau 82 Prozent der Frauen schaffen diese Marke nicht.

     
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denker
vor einer Woche

wenn man 45 Jahre gearbeitet hat soll es keine abzüge sondern eine sonder provision geben!! alle politiker welche das rentenalter hochsetzten, sollen mal eine woche am bau arbeiten,dann wissen sie wie man nach 45 jahren abgenützt ist. wobei, eine woche schaffen sie nicht,weil nach 2 tagen sind sie im krankenstand!!

 
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Roman
vor einer Woche

na ja wenn mir 20 Jahre fehlen zur Pension hab ich was falsch gemacht. Aber wenn man mit 62 in Pension geht(47 Jahre gearbeitet) , die Schwerarbeiter zeiten zusammen hat und dann noch mit Abzügen rechnen muss, zwar nicht viel aber doch ja dann stimmt was nicht

 
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    steuerzahler
    vor einer Woche

    Und selbst wenn man, so wie ich mit 65 die vollen 45 Beitragsjahre hat, wird einem nicht mal die Inflation abgegolten. Ich habe bereits zweimal eine reale Pensionskürzung hinnehmen müssen. Aber Hauptsache, wir sind Spitzenreiter bei Parteienförderung, haben einen Luxusföderalismus und verschleudern unkontrolliert Steuergeld für sinnlose Förderungen und anderen Quatsch.

     
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      senf
      vor einer Woche

      Leider werden Pensionsansprüche von Beginn an manipuliert, wer im heurigen Jahr noch pensioniert wird, hat keinen Anspruch auf die erste Pensionsanpassung in kommenden Jahr, damit beginnt man mit bereits gekürzter Pension und das gilt dann schleichend bis zum Lebensende. Ausserdem werden die mittleren Pensionen - meist von Leuten die 45 Jahre geschuftet haben - im Vergleich zu den Mindest- und Höchstpensionen bei den Jahreserhöhungen oft unter unter der Inflation gehalten, ebenfalls mit Auswirkung bis zum Ableben. Da helfen auch die Äpfelen und Brotleibe zur Wahl nix!

       
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