In Spittal entsteht in den nächsten Monaten ein Primärversorgungszentrum (PVZ), das ein neuer Anlaufpunkt für die Gesundheitsversorgung in Oberkärnten werden soll. Die Einrichtung, die von der Diakonie de La Tour betrieben wird, soll im Frühjahr 2027 in Betrieb genommen werden. Am Mittwoch besuchten Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheitsbereich, der Politik und der Region die Baustelle.
„Wer heute hier durch die Baustelle geht, kann bereits gut erkennen, was hier entsteht: ein modernes Gesundheitszentrum, das viele unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach zusammenführt“, sagt Gesundheitslandesrätin Beate Prettner. „Für die Menschen in Spittal und im gesamten Raum Oberkärnten entsteht damit ein zusätzliches, wohnortnahes und gut erreichbares Angebot – ein Ort, an dem unterschiedliche Gesundheitsberufe eng zusammenarbeiten und die Menschen möglichst viele Leistungen gebündelt vorfinden.“
Im PVZ sollen Ordinations-, Therapie- und Behandlungsräume, ein Wartebereich sowie ein Labor ihren Platz finden. Es werden rund zwei Millionen Euro investiert, unterstützt vom Kärntner Gesundheitsfonds (KGF) mit 180.000 Euro sowie zusätzlichen 750.000 Euro EU-Fördermittel über das AWS. Die laufenden Kosten werden gemeinsam von Sozialversicherung, Land Kärnten und KGF getragen.

Das neue PVZ zeichnet sich durch längere Öffnungszeiten unter der Woche (von 07:00 bis 19:00 Uhr) und der Öffnung am Samstag vormittag (07:00 bis 12:00) aus. Das Angebot soll neben der Kernbesetzung aus drei Allgemeinmedizinerstellen, drei Pflegestellen und drei Stellen für die Ordinationsassistenz auch Ergotherapie, Logopädie, Diätologie, Klinische Psychologie, bzw. Psychotherapie und Sozialarbeit umfassen.
Unter Sozialarbeit fällt auch „Social Prescribing“: „Neben der medizinischen Behandlung werden gezielt soziale Angebote wie Bewegungsgruppen, Beratungsangebote oder Freizeitaktivitäten in der Region vermittelt. Das stärkt nicht nur die Gesundheit, sondern auch Lebensqualität, Teilhabe und Gemeinschaft. Besonders bei psychosozialen Belastungen zeigt sich: Gesundheit entsteht dort, wo medizinische und soziale Unterstützung zusammenwirken“, sagt Astrid Körner, Rektorin der Diakonie de La Tour.
Das PVZ Spittal ist Teil des weiteren Ausbaus der Primärversorgung in Kärnten. Bis 2030 sollen landesweit insgesamt 15 Gesundheitszentren etabliert werden, im Bezirk Spittal sind zwei weitere PVZs fix vorgesehen.
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