Die SPÖ hat eine öffentliche Vorsitzdebatte am Rande ihrer Präsidiumsklausur in Mauerbach vermieden. Vor die Medien trat einzig Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim, der darauf verwies, dass Andreas Babler erst im März von einem Parteitag als Vorsitzender bestätigt worden sei. An Gerüchten, wonach dessen Sturz geplant sei, sei aus seiner Sicht nichts dran.

Zugestanden wurde von Seltenheim, dass man mit den gegenwärtigen Umfragewerten nicht zufrieden sein könne. Die SPÖ wolle natürlich stärker sein. Bei der seit langem geplanten Klausur würden Gespräche unter anderem zur Herbstarbeit der Regierung geführt.
SPÖ im Wahltrend bei 15 Prozent
Im APA-Wahltrend, der aktuelle Umfragen zusammenführt, liegt die SPÖ derzeit bei 15 Prozent, was einem historischen Minus gleich kommt. Speziell Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) hatte sich ob dessen alarmiert gezeigt und seine eigene Partei als „Kleinstpartei“ ausgeschildert.
In einem „Kurier“-Interview äußert er sich nun eher zurückhaltend. Zur Vorsitz-Frage meint er: „Es wird nicht damit getan sein, dass wir die Nummer eins austauschen. Das haben wir in den vergangenen Jahren öfter versucht, um danach festzustellen, dass das nicht die alleinige Lösung ist.“
Medial kolportiert wurde zuletzt, dass Medienmanager Gerhard Zeiler bereit stehen könnte, die Partei allenfalls zu übernehmen, wenn man ihm darum bitte. Ein kolportiertes Treffen bestätigte Fellner: „Wir haben uns vor dem Sommer zu einem Abendessen getroffen, weil Zeiler mich kennenlernen wollte.“ Dass Babler im Mittelpunkt dieses Gesprächs gestanden wäre, hätte er nicht so wahrgenommen.
Die Klausur, zu der keine Medieninformation geplant ist, läuft noch bis Sonntag Mittag.
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