Ihr Dolo Plus Vorteil:
Diesen Artikel jetzt anhören

Kraftwerk am Tauernbach offiziell eröffnet

Mit rund 85 Mio. kWh zweitstärkstes Kraftwerk im Bezirk. Die Tiwag investierte in Matrei 180 Millionen Euro.

Drei Jahre nach Baubeginn wurde am 8. September das Kraftwerk Tauernbach-Gruben der Tiwag offiziell in Betrieb genommen. Mit einer jährlichen Erzeugung von rund 85 Mio. kWh ist es das zweitstärkte Kraftwerk im Bezirk hinter dem Kraftwerk Amlach, das seit 1988 in Betrieb ist, mit einer Jahreserzeugung von aktuell 219 Mio. kWh.

Für das neue Kraftwerk in Osttirol hat die Tiwag nach eigenen Angaben insgesamt rund 180 Mio. Euro investiert. „Kosten- und Zeitplan wurden eingehalten. Das ist bei einem Projekt in dieser Größenordnung nicht selbstverständlich“, betonte Vorstandsdirektor Alexander Speckle bei der Eröffnung.

Tiwag-Vorstandsdirektor Alexander Speckle (links) drückt mit Tiwag-Aufsichtsrätin Michaela Hysek-Unterweger und Landeshauptmann Anton Mattle den Startknopf für die Inbetriebnahme des neuen Wasserkraftwerks Tauernbach-Gruben. Foto: Silvia Steiner

Die Tiwag leiste mit einem Rekordinvestitionsprogramm von 2,5 Mrd. Euro bis 2030 einen zentralen Beitrag für weniger Abhängigkeit von ausländischem Öl und Gas. „Unterm Strich profitieren wir in Tirol von den günstigen Energiepreisen“, erklärte Landeshauptmann Anton Mattle bei seiner Festansprache.

Aus Sicht der Betreiber ist das Kraftwerk am Tauernbach auch ein ökologisches Vorzeigeprojekt. Im Zuge der Umsetzung habe man besonderes Augenmerk auf die Naturverträglichkeit gelegt und zahlreiche Renaturierungs- und Ausgleichsmaßnahmen vor Ort umgesetzt. So wurde am Tauernbach mit der Herstellung der Fischdurchgängigkeit bei der sogenannten Winterbrücke eine letzte, große Maßnahme abgeschlossen.

17 Postings

unholdenbank
vor einem Monat

Ja, schon wieder haben 20.000 Haushalte in Osttirol endlich einen Stromversorger. 48.000 Menschen leben in Osttirol in Haushalten von durchschnittlich 2 Personen. Das heißt vierzigtausend Osttiroler haben endlich Strom im Haushalt - sapperlott - die werden sich freuen (Ironie aus!). Wann hört denn endlich das Gelüge mit den versorgten Haushalten auf. Dieser Strom geht 1:1 in den Export. Weiterhin wird unsere Natur zubetoniert und zu schamloser Profitgier vergewaltigt. Diese Wasserkraftlobby wird erst aufgeben, wenn der letzte Bach mittels unglaublicher Subventionen verbaut ist - eine Schande.

 
8
16
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Shusha
vor einem Monat

Ein neues Kraftwerk, 180 Millionen Euro Investition und rund 85 Millionen kWh Strom pro Jahr – und wieder wird uns erzählt, wie sehr wir in Tirol von „günstigen Energiepreisen“ profitieren. Da darf man als Bürgerin schon einmal genauer fragen: Für wen genau ist dieser Strom eigentlich günstig? Osttirol verfügt über enorme Wasserkraftressourcen. Umso mehr interessiert mich, warum die Menschen in einer Region, in der so viel Energie erzeugt wird, nicht wesentlich stärker und unmittelbar davon profitieren. Energieautonomie darf doch nicht nur ein schönes Wort für Festreden sein. Und auch die TIWAG selbst sollte man kritisch betrachten dürfen: Sie ist ein Unternehmen im Eigentum des Landes Tirol. Deshalb halte ich größtmögliche Transparenz für selbstverständlich. Wie werden Vorstands- und Aufsichtsratsfunktionen besetzt? Nach welchen Kriterien? Welche Rolle spielen politische Netzwerke? Und vor allem: Wie viel von den wirtschaftlichen Vorteilen unserer Wasserkraft kommt tatsächlich bei der Bevölkerung an? Während Kraftwerke eröffnet und Milliardeninvestitionen angekündigt werden, müssen die Konsumenten Strompreis, Netzentgelte, Abgaben und zunehmend komplizierte Tarifmodelle verstehen und bezahlen. Gerade mit Blick auf die Veränderungen ab 2027 lohnt es sich für jeden Haushalt, seine Stromrechnung und die einzelnen Preisbestandteile sehr genau anzusehen. Vielleicht sollten wir endlich weniger darüber reden, wie großartig unsere Energiepolitik funktioniert, und mehr darüber, wem unsere heimische Energie am Ende tatsächlich nützt und wer dafür bezahlt. Wasser und Landschaft sind unsere regionalen Ressourcen. Die Bevölkerung darf daher erwarten, dass sie nicht nur die Eingriffe und Kosten mitträgt, sondern auch einen nachvollziehbaren und spürbaren Nutzen davon hat.

 
3
16
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    senf
    vor einem Monat

    @susha: Meine ständige Anregung, dass alle Wasserkraftbetreiber (Landesgesellschaft, Lichtgenossenschaften und private Betreiber) über den langen Betriebszeitraum einen ordentlichen Obolus je nach Erzeugungsleistung an die Standortgemeinden der Anlagen zahlen ist leider den Bach hinunter geflossen, ja nicht einmal hier im Forum wurde Notiz davon genommen.

    Eine Einmalzahlungen der Betreiber für Begleitmaßnahmen als "Schadensausgleich" nach den Auflagen des NSG verpufft leider. Auch ein Teil der Einnahmen aus gemeindeeigenen Kraftwerken müsste nachweislich für Umweltprojekte im Ort verwendet werden und nicht für infrastrukturell Prestigebauten, einen übertriebenen Fuhrpark und anderen Kram, der nur wenigen dient.

    Damit ist ein "Ausgleich für unmessbare Schäden" über die Zeit des Betriebes und des Geldmachens von einzelnen Stromverkäufern gemeint. Tote oder beeinträchtige Bachläufe vermindern immer Lebensqualität! Ich denke, sie meinen das.

     
    1
    11
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      isnitwahr
      vor einem Monat

      ja @Senf, und wie man im Gemeindekurier von Nußdorf-Debant liest, haben die beiden Projektbetreiber für das Oberstufenkraftwerk am Debantbach, Theurl Leimholz GmbH und Bürgermeister Mayerl mit seinem Gemeinderat Dölsach, bereits Enteignungsverfahren eingeleitet, von denen Grundstückseigentümer von Nußdorf-Debant, die Pfarre Nußdorf sowie die Marktgemeinde selbst betroffen sind und das alles, weil sich ein privates Unternehmen billigen Strom einheimsen will. Daß ein Bürgermeister seine Nachbargemeinde enteignen lassen will, ist im Niveau wohl unterste Schublade und zeigt, dass ausschließen die Kohle zählt, Natur und Artenvielfalt - sch...egal. Schämts euch...

       
      4
      10
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    wolfgangwien
    vor einem Monat

    Das ist jetzt aber Jammern auf sehr hohem Niveau. Die TIWAG hat den günstigsten Strompreis landauf und landab.

     
    10
    3
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
amRande
vor einem Monat

Schön für die TIWAG, blöd für Osttirol! Wir wären längst energieautark, würde nicht der Landes-Energie-Riese mit Hilfe unserer letzten Gebirgsbäche Gewinn-Maximierung betreiben!

 
10
16
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Nichtwisser
vor einem Monat

Wir Kosumenten müssen uns selber helfen: Selber Strom erzeugen und speichern. Damit werden wir von den Netzkosten unabhängig, zumindestens zum Teil! Der Ausbau der Stromleitungen können wir nicht verhindern höchstens vermindern!

 
2
19
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
JKD
vor einem Monat

War das eine Fake Eröffnung, wegen Niedrigwasser keine Turbine im Einsatz? 180 Mio. in den Wüstensand gesetzt? siehe Artikel vorher >> ein Paar Fakten >>> Ein einzelner Maschinensatz im TIWAG Kraftwerk Tauernbach-Gruben hat eine Engpassleistung von rund 13,55 Megawatt (MW). Die gesamte Anlage ist für eine maximale Engpassleistung von 27,1 MW bei einer Ausbauwassermenge von insgesamt 9 m³/s ausgelegt. Da im Krafthaus zwei vollkommen baugleiche Einheiten (jeweils bestehend aus einer Peltonturbine und einem Generator) installiert sind, teilt sich die Gesamtleistung gleichmäßig auf die beiden Maschinensätzen auf. Amlach hat 2 30 MW Turbinen. um dieses Geld hätte ich 18.000 10 kWp PV Anlagen errichten können ! Bei der Herbstklausur der Tiroler Landesregierung in Lienz wurde mit Wunschkennzahlen ohne Einbeziehung des Klimawandels jongliert, das wird ein böses Erwachen geben. Schon am 1.1.2027 wird die Preiskeule für viele Kunden, die auf Wärmepumpen und e-Autos gesetzt haben, schmerzvoll spürbar sein, da wird auf 50/50 % Aufteilung Leistungs & Arbeitsanteil umgestellt. Sonnnen & Wind Grüße

 
5
12
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    TW-WU
    vor einem Monat

    Da ist es natürlich wesentlich intelligenter, man macht sich weiter abhängig von trump, putin, bin salman, den iranischen mullahs oder sonstigen geistesgestörten massenmördern und setzt weiter auf öl und gas...

    Dazu passende meldung des tages: "Eskalation im Nahen Osten treibt Preis für Brent-Öl über 100 Dollar..."

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Eskalation-im-Nahen-Osten-treibt-Preis-fuer-Brent-Oel-ueber-100-Dollar-id31285840.html?utm_term=ntvde.bsky.social&utm_medium=dlvr.it&utm_source=bluesky&utm_content=Breaking+News

     
    6
    8
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
RJMoses
vor einem Monat

Osttirol versorgt sich ausreichend selbst mit Strom und benötigt daher keine zweite 380 kV Starkstromleitung, wie von der APG geplant. Das einzige was wir von dieser neuen Monsterleitung haben, sind doppelte Netzkosten und dadurch immens hohe Stromkosten.

 
23
13
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    ichunddu
    vor einem Monat

    Sovielt schian wie deine Container sein die Masten a!

     
    4
    12
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    senf
    vor einem Monat

    Aus ihrer Logik zu schließen brauchen wir auch keine Straßennetz, keine Bahnverbindungen und Handymasten wir haben innerhalb von Osttirol genug davon, also wie kommen denn wir denn dazu, diese für andere bereitzustellen. Des wär ja ja no schöner! Jaja, auch die Jumbos, Kriegsflieger und Satelliten sollen gefälligst woanders drüberfliegen, und nit über unsare Sturköpfe. :-)

     
    6
    19
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      Don Ton
      vor einem Monat

      Völlig richtig erkannt @senf wir haben alles was wir brauchen und benötigen kein weiteres Kraftwerk, keine weiteren handymasten etc. und eben auch keine weiteren Strommasten. Wenn schon dann sollen sie gefälligst eine Erdleitung legen. Warum muss unsere noch einigermaßen intakte Natur überall zubetoniert und die Bäche vergewaltigt werden wenn noch nichtmal für die lokale Bevölkerung ein Mehrwert dadurch entsteht... Oder kannst du mir erklären was jetzt durch den Kraftwerksbau für die Osttiroler besser wird?

       
      4
      5
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
      jj.ll.
      vor einem Monat

      @DonTon...Viele Länder beuten ihre Bodenschätze, die sich über zig Jahrtausende gebildet haben, rücksichtslos zugunsten ihrer Führungselite aus und verpesten die Erde. Warum sollten wir nicht zugunsten des Weltklimas unseren Reichtum, nämlich Berge und Wasser nützen, um die öffentlichen Kassen zu füllen.

       
      6
      2
      Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    F_Z
    vor einem Monat

    Für 380kV-Leitungen gilt "n-1". Das Stromnetz muss so dimensioniert und betrieben werden, dass beim Ausfall einer beliebigen Komponente ( eine Leitung, ein Transformator, ein Kraftwerk, was auch immer) keine Netzzusammenbrüche oder Stromausfälle auftreten dürfen. Von daher braucht es 2 Leitungen.

     
    3
    14
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    F_Z
    vor einem Monat

    Und der gute Herr Moser stellt wieder mal Behauptungen auf, die er nicht belegen kann, und die ziemlich sicher falsch sind. Er verlangt zwar von anderen Daten und Fakten, aber liefert selber nichts konkretes.

     
    5
    13
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    NWGJ
    vor einem Monat

    Oha, wohin hast du dich denn verirrt, findest du da alleine wieder raus … 🤔 Lies den Titel und dann versuch es einfach … 😉

     
    1
    7
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren