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Italientief lässt Böden und Vegetation aufatmen

September dürfte weiter ergiebige Regenfälle bringen. Viel Sonne am Dolomitenmann-Samstag.

Das erst dritte Italientief dieses Jahres hat in den vergangenen 48 Stunden in Kärnten und Osttirol die ergiebigsten Regenfälle seit Monaten gebracht. Zwischen Mittwoch- und Freitagfrüh fielen nach der INCA-Analyse von GeoSphere Austria im ganzen Land verbreitet 40 bis 80 Liter pro Quadratmeter. 

Der meiste Niederschlag fiel entlang der Karawanken mit rund 110 Litern pro Quadratmeter, deutlich weniger Regen ging im Norden Kärntens und in Osttirol zu Boden: Lienz kam auf 47 Liter, Mallnitz auf 45 und Kals am Großglockner auf 40 Liter, wie David Kaufmann vom unabhängigen Wetterdienst Tauernwetter mitteilt.

Erst drittes ergiebiges Italientief

Bei einem Italientief strömt die feuchte Luft von Süden an die Alpensüdseite, staut sich an den Karnischen Alpen und Karawanken und bringt dort sehr ergiebige Niederschläge. Nördlich des Alpenhauptkamms kommt davon nur wenig an, dort liegen die Niederschlagsschwerpunkte bei Nordwest- und Nordlagen.

Solche Wetterlagen waren heuer selten. Nach dem Februar und dem Juni ist dieses Tief erst das dritte Italientief dieses Jahres, das im Süden Österreichs signifikanten Niederschlag gebracht hat. In normalen Jahren liefern Italientiefs den größten Teil des Regens in Kärnten und Osttirol, vor allem im Frühjahr und im Herbst. Ihr weitgehendes Ausbleiben von März bis August hat das Niederschlagsdefizit im Süden wesentlich mitverursacht, das im wärmsten Sommer der Messgeschichte noch durch die hohe Verdunstung verschärft wurde.

Ideal für Böden und Vegetation

Dass der Regen jetzt über zwei Tage verteilt und ohne Unwetter fiel, ist für die Böden und die Vegetation ideal. Die Mengen konnten weitgehend versickern, statt oberflächlich abzufließen.

Die Niederschläge der vergangenen zwei Tage fielen in Osttirol zwar etwas geringer als in Teilen Kärntens aus, brachten für Böden und Vegetation aber dennoch sichtlich Erholung. Foto: Dolomitenstadt

Zusammen mit den Regenfällen der ersten Septembertage summieren sich die Mengen seit Monatsbeginn in Kärnten und Osttirol bereits auf 45 bis 100 Liter pro Quadratmeter. Obwohl dieses Tief in Osttirol etwas weniger Niederschlag brachte, kommt Sillian auf 83 und Lienz auf 79 Liter.

September: Modelle lassen weiteren Regen erwarten

Die längerfristigen Wettermodelle deuten darauf hin, dass der Süden Österreichs in der zweiten Septemberhälfte weitere ergiebige Regenfälle erhalten könnte. Das amerikanische Modell GFS rechnet bis zum 25. September besonders für den Süden Österreichs mit zusätzlichen 50 bis 80 Litern pro Quadratmeter. Damit dürfte der September zumindest im Süden Österreichs mehr Niederschlag als üblich bringen. Das akute Niederschlagsdefizit der letzten Monate wird dadurch gemindert, wenn auch nicht vollständig ausgeglichen: Allein im Sommer fehlte österreichweit fast ein Drittel des üblichen Regens.

Dolomitenmann-Wochenende wird sonnig

Die nächsten Tage werden in Osttirol allmählich sonniger und wärmer. Allerdings werden die Frühtemperaturen empfindlich kalt, stellenweise kann sogar Bodenfrost nicht ganz ausgeschlossen werden, da die Temperaturen in einigen höher gelegenen Tälern auf bis zu zwei oder drei Grad absinken dürfen.

Der Dolomitenmann-Samstag bringt viel Sonne: In Osttirol und im oberen Drautal ist der Himmel über weite Strecken wolkenlos, in den übrigen Landesteilen lösen sich morgendliche Hochnebel- oder Wolkenfelder bis Mittag auf. Es bleibt überall trocken. Der Nordwind macht sich kaum bemerkbar. Nach frischen Frühwerten von drei bis zwölf Grad steigen die Temperaturen auf 14 bis 20 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um zehn Grad.

Am Sonntag scheint von der Früh weg die Sonne, erst am Nachmittag ziehen im Bereich der Hohen Tauern dichtere Wolken auf. Regnen sollte es dabei nicht. Bei schwachem Südwind liegen die Frühwerte zwischen zwei und elf Grad, tagsüber werden 15 bis 21 Grad erreicht. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 13 Grad.

Spätsommerlicher Schulbeginn

Am Montag setzt sich das sonnige Wetter fort, nur zwischendurch ziehen harmlose Wolkenfelder vorüber. Es wird spätsommerlich warm mit Höchstwerten von 17 bis 23 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 11 Grad. Auch der Dienstag verläuft voraussichtlich sehr sonnig und es wird noch etwas wärmer. Die Temperaturen erreichen 19 bis 25 Grad. In 2000 Meter Seehöhe hat es um 13 Grad.

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