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Einsatzkräfte übten am Obersee den Ernstfall

Das Szenario „Unwetter am Obersee“ verlangte den Organisationen aus Ost- und Südtirol einiges ab.

Menschen im Wasser, Verletzte am Ufer und zwei Vermisste: Das war die simulierte Ausgangssituation, die rund 180 Einsatzkräfte und Mitwirkende bei der Bezirksübung des Roten Kreuzes Osttirol zu bewältigen hatten.

Mehrere Partnerorganisationen des Roten Kreuzes beteiligten sich an der Übung am Obersee, die am 19. September über die Bühne ging. Foto: Ecaterina Tolicova/ÖRK Osttirol

An der Übung, die vom Bezirksrettungskommando vorbereitet worden war, beteiligten sich die Feuerwehr St. Jakob in Defereggen, das Weiße Kreuz Bruneck sowie die Wasserrettungen Osttirol und Bruneck. Das Kriseninterventionsteam Osttirol und die Notfallseelsorge des Weißen Kreuzes Bruneck übten gemeinsam die Betreuung psychisch belasteter Betroffener. Zudem waren zahlreiche Notärzt:innen aus Ost- und Südtirol vor Ort.

Simulation: Unwetter am Obersee

Ausgangspunkt des Übungsszenarios war eine Teambuilding-Veranstaltung am Obersee, die durch einen Wetterumschwung ihr jähes Ende fand: Starkregen, Hagel und kräftige Böen brachten fünf Schlauchboote mit insgesamt 30 Personen in Schwierigkeiten. Mehrere Menschen gerieten ins Wasser, ein simulierter Hangrutsch verletzte weitere Personen am Ufer.

Dafür stellten 46 Komparsen verletzte und unverletzte Betroffene dar. Die inszenierten Notfälle reichten von leichten Verletzungen über Unterkühlungen bis zu lebensbedrohlichen Zuständen. Auch die Suche nach zwei vermissten Personen und ein Tauchunfall während der Vermisstensuche wurden simuliert.

Insgesamt wirkten rund 180 Einsatzkräfte an der Bezirksübung des Roten Kreuzes Osttirol mit, von links: Franz Köll, Markus Glahn, Peter Eder, Bernhard Ortner und Mario Weis, Reinhard Stotter, Günther Schwemberger und Egon Kleinlercher. Foto: Ecaterina Tolicova/ÖRK Osttirol

Erste Aufgabe der Einsatzkräfte war es, einzuschätzen, wer am dringendsten Hilfe benötigte, um in der Folge Rettung und medizinische Erstversorgung zu leisten. Darüber hinaus gehörte der Aufbau einer Patienten-Sammelstelle für Verletzte, die Registrierung der Betroffenen und die Vorbereitung geordneter Abtransporte in geeignete Behandlungseinrichtungen zu ihren Aufgaben.

Auch die Betreuung unverletzter, aber psychisch belasteter Menschen wurde geübt. Im Szenario musste beispielsweise ein Kind betreut werden, das von seinen Angehörigen getrennt worden war.

Für Mario Weis und Bernhard Ortner war der Übungstag zugleich ein Prüfungstermin: Beide bestanden die praktische Prüfung zum ausgebildeten Einsatzleiter. Doch nicht nur für sie, sondern für das gesamte Rote Kreuz Osttirol war der Übungstag ein erfolgreicher, der zudem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Vordergrund rückte.

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