Ihr Dolo Plus Vorteil:
Diesen Artikel jetzt anhören

Naturschutz im Alpenraum, quo vadis?

Diese Frage stellte das Netzwerk alpiner Schutzgebiete im Angesicht des Klimawandels in Matrei.

Von 15. bis 18. September tagten Akteur:innen alpiner Schutzgebiete, Forschende und Nationalpark-Partner:innen aus den Bereichen Naturschutz, Umweltbildung und Regionalentwicklung in Matrei, um sich im Rahmen eines Alparc-Sommerevents über aktuelle Herausforderungen und zukunftsweisende Strategien für den Alpenraum auszutauschen.

Bei der Veranstaltung, die vom Netzwerk alpiner Schutzgebiete (Alparc) in Zusammenarbeit mit den Nationalpark Hohe Tauern Tirol organisiert wurde, diskutierten ca. 60 Teilnehmende aus sechs Ländern über innovative Ansätze zur Erhaltung der biologischen Vielfalt, zeitgemäße Umweltbildung und nachhaltiges Besuchermanagement.

Exkursionen in den Nationalpark Hohe Tauern

In einem Praxisteil standen Exkursionen ins Ködnitztal, ins Innergschlöss und ins Gletschervorfeld des Schlatenkeeses auf dem Programm, wo Umsetzungen wie der inklusive Themenweg oder die biodiversitätsfördernde Almwirtschaft kennengelernt wurden.

Start für Erforschung eisfreier Flächen

Ein besonderer Meilenstein der Tagung war der Start des Interreg-AlpineSpace-Projekts „After AlpineIce“, das sich mit der Erforschung, dem Schutz und dem Management neu entstehender, eisfreier Flächen befasst. Hintergrund der Initiative ist die massive Veränderung der alpinen Landschaft, die durch den Klimawandel und das rasche Schmelzen der Gletscher vorangetrieben wird.

Erste Umsetzungsschritte des Projekts beinhalten standardisierte Erhebungen, wie schnell Gletschervorfelder durch Pionierarten besiedelt werden. Untersuchungen aus Osttirol bestätigen in diesem Zusammenhang, dass innerhalb von fünf Jahren bis zu fünf Blütenpflanzenarten frisch eisfrei gewordene Böden besiedeln.

Keine Postings

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren