Der zweite Bauabschnitt des umfangreichen Schutzprojekts am Villgratenbach in Heinfels wurde fertiggestellt und soll Sicherheit für rund 32 Hektar Bauland mit insgesamt 128 Wohn- und Betriebsgebäuden schaffen.

Dafür haben das Umweltministerium, das Land Tirol und die Gemeinde Heinfels rund 9,5 Millionen Euro investiert. Zu Baubeginn waren noch Kosten von rund 14 Millionen prognostiziert worden.
Wildholz- und Geschiebesperre
Herzstück des Bauabschnitts ist eine leistungsfähige Wildholz- und Geschiebesperre am Ausgang der Schluchtstrecke des Villgratenbachs. Sie kann bis zu 50.000 Kubikmeter Geschiebe und Gestein zurückhalten und verhindert damit, dass angeschwemmtes Holz zu gefährlichen Verklausungen führt. Für Fische ist die Sperre weiterhin passierbar.

Darüber hinaus wurde die Landesstraße im Bereich der Sperre um bis zu sechs Meter angehoben und über das neue Bauwerk geführt. Auf der linken Seite des Villgratenbachs wurden auf einer Länge von rund 500 Metern Dämme und Mauern errichtet bzw. erhöht. Außerdem fanden eine Neugestaltung des Bachbetts, eine Sicherung der Uferbereiche und die Verlegung wichtiger Versorgungseinrichtungen statt. Bereits zwischen 2020 und 2023 war eine neue Brücke erbaut worden.
Fertigstellungsfeier mit Bundesminister Totschnig
Am Freitag wurde die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts von Bundesminister Norbert Totschnig, Landesrat Josef Geisler, Bürgermeister Johann Kraler (Heinfels) sowie Bürgermeister Franz Schneider (Sillian) gefeiert.

Der nun fertiggestellte Abschnitt ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets für den Hochwasserschutz entlang der Drau und des Villgratenbachs in Sillian und Heinfels. Nach den umfangreichen Arbeiten am Hochwasserschutz der Drau in Sillian, die sich über rund acht Jahre erstreckten, starteten im Oktober 2024 die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt des Villgratenbachs in der Schluchtstrecke oberhalb von Heinfels.
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