Von Dölsach nach Shanghai, hieß es unlängst für Frisörin Angelina Rainer. Nach China reiste die 19-jährige allerdings nicht etwa zum Urlauben, sondern mit einer klaren Mission: Als eine von 48 österreichischen Starter:innen kämpfte sie auf der beruflichen Weltbühne der WorldSkills um Edelmetall.

Austragungsort war das National Exhibition and Convention Center (NECC), einer der größten Messekomplexe der Welt: 1,47 Quadratmeter Fläche, verteilt auf 13 Hallen und weitläufige Outdoor-Areale. Dort maßen sich insgesamt 1.400 Teilnehmer:innen aus aller Welt an vier Wettkampftagen in 64 verschiedenen Disziplinen.
Kräftige Farben mit präzisem Styling
Für Rainer, die im Friseursalon Manuela in Lienz beschäftigt ist, war der Wettbewerb eine Chance, sich weiterzuentwickeln: „Ich möchte neue Dinge lernen, mich fachlich verbessern und möglichst viel für meinen weiteren Weg mitnehmen“, hatte die 19-Jährige im Vorfeld des Bewerbs erklärt.

Die besondere Herausforderung: Angelina erfuhr erst in China, was sie im Wettbewerb genau erwartet. Deshalb trainierte sie breit: Schneiden, Farbe, Umformungen, Technik und Tempo. Tatsächlich galt es für sie vor Ort, kräftige Farbtöne mit präzisem Frisuren-Styling zu verbinden. Für eine Medaille reichte es schlussendlich zwar nicht, das wäre allerdings auch einer Sensation gleichgekommen: Schließlich wartet Österreich seit fast 30 Jahren auf WM-Gold bei den Friseur:innen.
Die Gesamtbilanz fällt aus heimischer Sicht dennoch erfolgreich aus: Das Team Austria errang insgesamt vier Silber- und sechs Bronzemedaillen sowie 20 „Medals for Excellence“. Damit wurden 32 der insgesamt 48 österreichischen Fachkräfte ausgezeichnet. In der Nationenwertung belegte Österreich Rang sieben und war damit hinter der Schweiz und Frankreich die dritterfolgreichste europäische Nation.
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