In Kooperation mit der Internationalen Organisation Asia-Europe-Foundation (ASEF) veranstaltete die Pädagogische Hochschule Tirol eine internationale Bildungskonferenz, die sich von 21. bis 25. September mit KI und der Frage nach der Rolle von Mensch und Maschine beschäftigte: Fünfzig Teilnehmer:innen von Universitäten, (Hoch)schulen und der Politik, aus Europa, Asien und Australien arbeiteten fünf Tage lang zum Thema „Zukunftstaugliches Unterrichten: Menschliche Handlungsmacht (Human Agency) im Zeitalter von KI“.

Themenfokus Einsatz von KI im Unterricht: zukunftstauglich, menschengeführt und ethisch
Im Mittelpunkt der Konferenz stand die Frage nach der Konkurrenz von Mensch und Maschine im Bildungsbereich: Wie können Lehrpersonen im Zeitalter von KI handlungsfähig bleiben und Unterricht in Schule und Lehrer:innenbildung unter Berücksichtigung von KI zukunftstauglich, menschengeführt und ethisch gestalten?
Unter den Teilnehmer:innen – unter anderem aus Singapur, Australien, Kambodscha, China, Bulgarien, Großbritannien, Slowenien oder Italien befanden sich Expert:innen der Bereiche Bildung, IT, Philosophie und Soziologie, sowie Verantwortungs- und Entscheidungsträger:innen im Bildungsbereich renommierter Universitäten und Bildungseinrichtungen.
Keynote-Speaker Kevin Martin von der Universität Cambridge beschäftigt sich mit der Rolle digitaler Technologien für die Gestaltung der Zukunft von Bildung. In seiner Rede stellte er die verbreitete Annahme in Frage, die Zukunft des Unterrichtens sei durch die Dominanz von Technologie anstatt durch menschliche Führung geprägt.
Maya Van Leemput von der belgischen Erasmus Brussels University of Applied Sciences and Art, Inhaberin des UNESCO-Lehrstuhls für Zukunftsvorstellungen und Co-Creation, diskutierte in einer Podiumsdiskussion mit Bildungsexpert:innen und Verantwortungsträger:innen im Bildungsbereich ethische Aspekte der KI zur Sicherstellung von Handlungsmacht von Lehrenden und Lernenden anhand der Frage, was eigentlich tatsächlich vor sich geht, wenn ambitionierte KI-Strategien auf lebendige Realität im Klassenzimmer treffen.

Höhepunkt eines mehrmonatigen internationalen Programms & Preis für innovative Lehre
Die Konferenz in Innsbruck bildete den Höhepunkt eines mehrmonatigen internationalen Programms, bei dem rund 220 Bildungsexpert:innen innovative Unterrichtsideen zum Einsatz von KI erprobt und entwickelt hatten. Neben Impulsen zum Thema „Verantwortungsvoller Umgang mit KI im Bildungsbereich und pädagogische Innovation“, die der Konferenz vorangegangen waren, wurden in Gruppenarbeiten Lehr-Lernkonzepte für konkrete Schulfächer entwickelt.
PH Tirol-Mehrsprachigkeitsforscherin Julia Festman präsentierte Ergebnisse aus ihrem laufenden Forschungsprojekt „Von Künstlicher Intelligenz zu Pädagogischer Intelligenz“, in dem KI-Wissen ebenso kritisch untersucht wird wie die Frage, wie Profession und pädagogische Kompetenz durch KI weiterentwickelt werden können.
Die Konferenz knüpft an diese monatelange Vorbereitung an. Neben Keynotes und Podiumsdiskussionen wurden entsprechend auch die Unterrichtsideen für die Praxis an Schulen präsentiert. Die besten Lehr-Lernkonzepte wurden am Donnerstag, 24. September, mit dem Preis für innovative Lehre der ASEF ausgezeichnet. Im Anschluss werden sie als Best Practice auf der Webseite von AFES weltweit als Open Education Ressource zur Verfügung gestellt.
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