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Wiederbewaldung als Weg aus der Katastrophe

In Osttirol wird gegen eine Schadholzfläche gekämpft, die so groß ist wie ein Fünftel des gesamten Waldes.

Hinter den Osttiroler Wäldern liegen bewegte Zeiten: Rund 5,5 Millionen Kubikmeter Schadholz sind in den vergangenen Jahren durch Windwurf, Schneedruck und den Borkenkäfer in Osttirol angefallen. Damit entspricht die entstandene Schadholzfläche etwa einem Fünftel des gesamten Osttiroler Waldes und ist so groß wie die Gemeindegebiete Virgen, Lienz und Amlach zusammen.

Der Osttiroler Wald hat merklich gelitten: Durch Windwurf, Schneedruck und Borkenkäfer ist Schadholz in der Größe der Gemeindegebiete Virgen, Lienz und Amlach zusammen angefallen. Foto: Land Tirol/Hörmann

38 Millionen Euro Forstförderung seit 2019

Entsprechend groß ist auch die organisatorische und forstliche Herausforderung der Wiederbewaldung, mithilfe derer die Schutzfunktion des Waldes wiederhergestellt werden soll. Finanzielle Unterstützung kommt vonseiten des Bundes, der seit 2019 insgesamt 38 Millionen Euro an Forstförderung an den Bezirk Lienz ausgeschüttet hat. Zudem wurden zusätzliche Mittel aus Projekten der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie Abgeltungen für private Elementarschäden lukriert.

Klimafitter Schutzwald in Oberlienz

Bei einem Lokalaugenschein im Einzugsgebiet Daberbach in Oberlienz informierten sich kürzlich der für Land- und Forstwirtschaft zuständige Bundesminister Norbert Totschnig und LHStv Josef Geisler gemeinsam mit Bürgermeister Markus Stotter und Landesforstdirektor Harald Oblasser über den aktuellen Stand der Wiederbewaldung.

Beim Lokalaugenschein in Oberlienz wurde auf die finanzielle Unterstützung des Bundes aus dem Waldfonds hingewiesen, von links: Mathias Pargger (Wildbach- und Lawinenverbauung), Markus Stotter (Bgm Oberlienz), BM Norbert Totschnig, LHStv Josef Geisler und Landesforstdirektor Harald Oblasser). Foto: Land Tirol/Hörmann

Im Einzugsgebiet Daberbach zeige sich exemplarisch, wie aus einer durch Waldschäden stark beeinträchtigten Fläche wieder ein stabiler und klimafitter Schutzwald entsteht. „Was hier in Oberlienz bereits geleistet wurde, ist beeindruckend – und zeigt zugleich, wie viel Einsatz notwendig ist, bis aus einer Schadfläche wieder ein stabiler Wald entsteht", so Bundesminister Totschnig. Allein für Oberlienz wurden seit 2019 rund 2,1 Millionen Euro an Forstförderungen angewiesen. 40 Prozent davon stammen aus dem Waldfonds des Bundes. 

Mehr als eine Million neue Bäume pro Jahr

Doch nicht nur in Oberlienz, sondern in ganz Osttirol werden weiterhin Flächen wiederbewaldet und Jungkulturen gepflegt. Allein in den Jahren 2020 bis 2025 wurden rund 6,5 Millionen Forstpflanzen gesetzt, was jährlich rund 1,06 Millionen Bäumen entspricht.

Zentral sei allerdings weniger eine möglichst rasche Wiederbegrünung, sondern vielmehr der Aufbau standortgerechter Mischbestände, die den Herausforderungen des Klimawandels besser gewachsen sind.

Zahlen zur Wiederbewaldung im Bezirk Lienz

  • Schadholzmenge: 5,5 Millionen m3
  • Betroffene Fläche: ca. 13.000 Hektar Wald
  • Gepflanzte Bäume: 6,5 Millionen Stück im Zeitraum 2020 bis 2025
  • Fördermittel: 38 Millionen Euro an Forstförderung seit 2019, zusätzlich Mittel aus Projekten der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie Abgeltungen für private Elementarschäden

Ein Posting

Gertrude
vor 27 Minuten

Danke, große Leistung für uns Osttiroler.

 
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