Am heutigen Donnerstag tritt die zweimonatige Spritpreisbremse der Bundesregierung in Kraft, die vorläufig bis zum 30. November befristet ist. In den zwei Monaten soll der Spritpreis um 12 Cent je Liter fallen. Zuvor sind die Preise aber noch gestiegen. Kostete der Liter Diesel am Dienstag 2,249 Euro, waren es am Mittwoch 2,252 Euro. Bei Superbenzin waren es vorgestern 1,939 Euro, gestern wurden 1.944 Euro verrechnet, geht aus den aktuellen Zahlen der E-Control hervor.
Der ÖAMTC hat in einer ersten Stichprobe am Donnerstag Preissenkungen in der Größenordnung von rund 6-10 Cent sowohl bei Diesel als auch bei Super beobachtet. Bei einigen Tankstellen kam es sogar zu Senkungen von 12 Cent. Das sei deswegen bemerkenswert, da die neue Spritpreisbremse aufgrund der bereits bestehenden Mineralölsteuersenkung nur rund 10 Cent ausgemacht hätte, hieß es zur APA. Der ARBÖ bemerkte heute noch nicht viel Bewegung bei den Preisen. Am frühen Donnerstagnachmittag wurden demnach Durchschnittspreise von 2,221 bei Diesel und 1,921 bei Superbenzin registriert.
Die 12 Cent Ersparnis pro Liter Treibstoff durch die Spritpreisbremse setzen sich aus einer Reduktion der Mineralölsteuer und einer Margenbegrenzung zusammen, wobei letztere in der Regierung lange umstritten war. ÖVP, NEOS und Wirtschaftsvertreter sprachen sich gegen einen Eingriff in die Preisgestaltung aus, die SPÖ war dafür.
IHS erwartet leichte Inflationsdämpfung
Der Energiehandel warnte sogar vor einem Tankstellensterben. Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher wiederum sprach sich für alternative Maßnahmen aus. Konkret könne man „die besonders betroffenen Pendler entlasten“. IHS-Ökonom Sebastian Koch erwartet, dass durch die Preisbremse der Regierung die Inflationsrate um ungefähr 0,2 Prozentpunkte gedämpft wird.
Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) verteidigte am Mittwoch nach der Ministerratssitzung den nunmehrigen Eingriff in die Preise. „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, sagte sie im Pressefoyer.
Streit um Tiroler Höchstpreise
Dass die Spritpreise innerhalb Österreichs in Tirol im Regelfall am höchsten sind, hat am Mittwoch im Tiroler Landtag für heftige Diskussionen gesorgt. Die Opposition unterstellte der Landesregierung fehlende Verantwortungsübernahme und kritisierte die hohen Preise scharf. Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) stritt dies vehement ab und verwies auf die eingesetzte „Preisuntersuchungskommission“.
In Tirol kostete am Mittwoch der Liter Diesel 2,289 Euro, bei Superbenzin waren es 1,979 Euro. Zum Vergleich: In Kärnten waren es bei Diesel 2,226 Euro, bei Benzin 1,925 Euro.
16 Postings
... nachdem der Treibstoff ca 10% der Gesamtkosten eines Autos ausmacht, ist das ganze Gejammere über -hohe- Kosten schwer zu verstehen ...
also einfach mal draufhauen auf die multis!! ist ja auch recht einfach und populär! aber leute jetzt einfach mal realistisch nachdenken bitte!! wenn sich die multis bei den spritpreisen schon dumm und dämlich berreichern obwohl ihr anteil am gesamtgewinn ja "nur" zwischen 4o ond 45% ausmacht den rest aber der staat über steuern co2 abgabe usw. kassiert wer dann bitte verdient sich hier dann wirklich dumm und dämlich wie wir alle so schön kritisieren??? also eine ganz einfache frage wer profitiert an der situation am meisten????
diese pöhsen steuern, das stimmt. die bringen nix und kosten nur. besser weg damit, dann verdienen nur die konzerne und deren aktionäre. perfekt wenn man selbst einer ist. apropos verdienen, diese einkommensteuer sollt auch weg. lästig ist die. NEOS fiebertraum
@echlawossera... 40%-45% ist wahrscheinlich der Erlös, davon abzuziehen sind die Kosten, Gewinn ist wahrscheinlich um die 5%. Der Staat hat dagegen nur die Inkassokosten zu zahlen.
was sie bringt. eine erleichterung für alle fetten typen mit ihren fetten unsinnig großen karren. auf der anderen seite eine generationenschuld, die unsere kinder noch zu zahlen haben. unsinnige pr aktion einer regierung, die keinen meter weit denkt. zweimal den gleichen fehler machen zeugt von dummheit oder absicht. wetten, gewinnmeldungen der OMV trudeln bald ein. schafe!
heute mittag bei der eni tankstelle diesel 2,29€ ... 30 m weiter bei der jet diesel 2,09€ .... das erklär mir mal einer bitte
Italiener?
zur eni sollt man eh nie fahren
bedeutet lediglich........der "Kluge" tankt bei jet. turmöl. hofer. Die drei sind immer am billigsten. Am besten am Montag vor 12.
nur ein beispiel dafür, dass diese lächerliche spritpreisbremse für alle gelten sollte. die margen sind angesichts solcher unterschiede enorm
Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, dass diese „Spritpreisbremse“ eher eine Pflanzerei als eine wirkliche Entlastung ist. Große Ankündigung, überschaubare Wirkung – während die Menschen an der Tankstelle weiterhin tief in die Tasche greifen müssen. Und reden wir bitte nicht nur über Treibstoff. Lebensmittel, Energie, Wohnen, Versicherungen, Dienstleistungen – das Leben insgesamt ist empfindlich teurer geworden. Irgendwann helfen keine wohlklingenden Maßnahmen mehr, wenn am Monatsende schlicht immer weniger übrig bleibt. Vielleicht sollte man sich wieder einmal eine ganz einfache Frage stellen: Von wem lebt eigentlich unsere Wirtschaft? Wohl nicht von sich selbst. Sie lebt von Menschen, die sich auch noch etwas leisten können. Vom Konsum, von Aufträgen, von Gästen, von Kunden. Wenn immer mehr Einkommen für das Notwendigste draufgeht, fehlt dieses Geld anderswo – und das bekommen Handel, Gastronomie, Handwerk und viele andere Betriebe zu spüren. Man kann Kaufkraft nicht ständig schwächen und gleichzeitig erwarten, dass die Wirtschaft munter weiterläuft. Kleine Entlastungen groß zu verkaufen, löst das grundlegende Problem jedenfalls nicht.
Die Menschen brauchen keine politischen Beruhigungspillen, sondern Entlastungen, die sie im Geldbörsel tatsächlich merken.
"Die sechs größten fossilen Energie-Konzerne – BP, Chevron, Eni, ExxonMobil, Shell und TotalEnergies – werden ihren Nettogewinn im zweiten im Vergleich zum ersten Quartal 2026 voraussichtlich fast verdoppeln: von 23 Milliarden US-Dollar auf 45 Milliarden US-Dollar. Aller Vorrausicht nach wird Chevron seine Gewinne im Zeitraum April bis Juni auf 1.200 US-Dollar pro Sekunde vervierfacht haben..."
https://www.oxfam.de/presse/pressemitteilungen/2026-07-28-sechs-groessten-oelkonzerne-gewinne-ersten-zweite-quartal-2026
das kommt daher, daß wir lieber den Amis den Sprit abkaufen, als den Russen. Selber schuld.
schon blöd das die Russen einen Exportstopp für Sprit haben...
Wo ist eine Bremse? am Wochenende noch 12 Cent rauf damit man am Donnerstag wieder die 12 Cent runter gehen kann.....
Hätte mein Auto so eine Bremswirkung, wie die Spritpreisbremse, würde ich bei jedem Pickerltermin durchfallen. Alle an der Preisbildung Beteiligten verdienen sich goldene Nasen.
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