Das Tauernstadion stand mehrfach im Fokus der Matreier Gemeinderatssitzung am 6. Oktober. Zum einen wurde – wie berichtet – über Pachtverträge mit der Matreier Sportunion diskutiert, zum anderen meldete Bürgermeister Raimund Steiner den Übergang des Leasingobjekts in den Besitz der Gemeinde. Von einem „Kauf“ wie im Vorfeld angekündigt, kann man nur bedingt sprechen.
20 Jahre lang hat Matrei an die SII Real Estate Leasing Gamma GmbH, eine Gesellschaft mit slowenischen Eigentümern und Sitz in Wien, jährliche Leasingraten in der Höhe von rund 110.000 Euro überwiesen.
902.000 Euro Kaution wurden angezahlt. In der Schlussabrechnung fielen noch weitere 5.300 Euro an, zuzüglich Gebühren für Vertragserrichtung und Eintragungsgebühr muss die Gemeinde rund 15.000 Euro für die Übernahme des Stadions zahlen.
Weil die Leasinggesellschaft aber für einen Schaden am Dach eine Versicherungsleistung von 65.000 Euro erhielt und dieses Geld an die Gemeinde weitergibt, ist die Bilanz sogar positiv: „Unter dem Strich kriegen wir 65.000 und wir zahlen 15.000, daraus ergibt sich ein Plus von 50.000 Euro“, resümierte Bürgermeister Raimund Steiner in der Sitzung.
Erstellt wurde der Vertrag von den Rechtsanwälten der Leasingfirma, und daran stieß sich – trotz Prüfung durch den alten und neuen Finanzkämmerer der Gemeinde – David Köll von der oppositionellen Liste „Gemeinsam für Matrei“. Solche Verträge müssten auch Anwälte der Gemeinde prüfen, nur vorbehaltlich einer solchen Prüfung würde seine Liste zustimmen, erklärte Köll. Bürgermeister Steiner sagte zu und die Übernahme des Stadions in den Besitz der Gemeinde wurde einstimmig mit Vorbehalt beschlossen.
Das Stadion bleibt für Matrei weiterhin ein Belastungsposten, sein Betrieb erzeugt bisher einen jährlichen Abgang von rund einer halben Million Euro, durch den Wegfall der Leasingrate wird das Minus allerdings deutlich kleiner,
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